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AVIVA-BERLIN.de 12/28/5781 - Beitrag vom 26.05.2008


Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus
AVIVA-Redaktion

Auf Initiative der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gründete sich am 30.04.08 das aus jüdischen ExpertInnen bestehende Gremium. Vorsitzender ist der Kulturwissenschaftler Levi Salomon.




Ende April 2008 wurde im Centrum Judaicum in Berlin das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus begründet. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, hielt die Eröffnungsrede, in der sie erklärte, dass Juden, wie alle anderen Deutschen auch, verpflichtet seien, gegen Antisemitismus vorzugehen. Petra Pau, amtierende Bundestagsvizepräsidentin, erklärte, dass sie das neue Forum als Kritik sowohl an den Zuständen als auch an den Zuständigen verstehe. In seinem Vortrag Deutscher Antisemitismus - ein Problem der politischen Extreme?" resümierte der Politikwissenschaftler Yves Pallade öffentlich gewordene antisemitische Vorfälle und machte damit deutlich, worin die Dringlichkeit eines solchen Forums besteht. Weitere Grußworte sprachen Prof. Dr. Gert Weisskirchen (MdB, Persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus), Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte), Volker Beck (MdB, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN), Hellmut Königshaus (MdB, Vorsitzender der "Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem" Berlin) und Dr. Uwe Lehmann-Brauns (Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses)

Antisemitische Tendenzen seien in Deutschland längst kein Phänomen der politischen Extreme mehr, auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus würden antisemitische Ressentiments verbreitet. betonten die Sprecherinnen des JFDA, Chana Steinwurz und Maja Zehden. Immer häufiger werde auch "eine einseitige Israel-Kritik genutzt, um jene Ressentiments in veränderter Form zu transportieren". Bisher habe jedoch ein ExpertInnengremium gefehlt, das sich dieser Entwicklung aus jüdischer Perspektive annehme und versuche, "dieser Bedrohung entgegenzuwirken".

Das von der jüdischen Gemeinde zu Berlin initiierte Forum ist ein Zusammenschluss von 15 jüdischen ExpertInnen, die sich im Rahmen unterschiedlicher Tätigkeitsfelder mit Antisemitismus und Antizionismus auseinandersetzen. Ehrenamtlicher Vorsitzender ist Levi Salomon, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Ziel des Forums ist es, die Demokratie zu stärken und dem wachsenden Antisemitismus und Antizionismus in ihren verschiedenen Ausprägungen entgegenzutreten. Das JFDA verfolgt seine Ziele durch Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit, wie beispielsweise die Organisation von Vortragsreihen, Workshops, Konferenzen, die Herausgabe von Resolutionen und Publikationen und den Aufbau eines Online-Informationsportals. Das Forum strebt die Vernetzung mit anderen Institutionen und Gruppierungen ähnlicher Zielsetzung an und unterstützt Demonstrationen zivilgesellschaftlicher und politischer AkteurInnen.

Weitere Informationen unter: www.jg-berlin.org

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(Quellen: ddp, Jüdische Allgemeine, 08.05.2008)


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Beitrag vom 26.05.2008

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