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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 20.01.2008

Bewachter Alltag - Antisemitische Mentalit├Ąten
Annegret Oehme

Bis zum 27. Februar 2008 zeigt die Ausstellung in den R├Ąumen der Amadeu Antonio Stiftung Fotos und Untersuchungen zur notwendigen aber traurigen Tatsache der Bewachung j├╝discher Einrichtungen.



Ausschnitte einer verschobenen Normalit├Ąt

"Muss man denn heute wirklich noch j├╝dische Einrichtungen besch├╝tzen? Die wollen doch nur wichtig sein!"
So oder so ├Ąhnlich klingt es allzu oft, wenn sich nichtj├╝dische B├╝rgerInnen ├╝ber die Tatsache ├Ąu├čern, dass Objekte, in denen j├╝disches Leben stattfindet, unter polizeilicher Bewachung stehen oder zumindest durch Sicherheitsvorkehrungen, wie Kameras und hohe Z├Ąunen, optisch eher einem Gef├Ąngnis gleichen.

Erst Nachrichten, wie die, dass am Mittwoch, den 16.01.2008, f├╝nf Sch├╝lerInnen der j├╝dischen Oberschule Berlins angegriffen und antisemitisch beschimpft wurden, schrecken auf. Schlie├člich hetzten die Angreifer sogar noch einen Hund auf die Jugendlichen.

Die Notwendigkeit erh├Âhter Sicherheitsma├čnahmen ist nicht zu leugnen. Ist dies aber "normal"? Esra Cohen, der fr├╝here Vorsitzende der J├╝dischen Gemeinde D├╝sseldorfs, auf deren Synagoge im Jahr 2000 ein Brandanschlag ver├╝bt worden war, ├Ąu├čerte sich folgenderma├čen: "Wir haben ja diese Diskussion, dass es im Ungang mit j├╝dischen B├╝rgern endlich zur Normalit├Ąt kommen soll. Aber was ist Normalit├Ąt? Da der Antisemitismus ja ┬┤normal┬┤ zu sein scheint, m├╝ssten wir eher zur Unnormalit├Ąt kommen, wenn wir darauf verzichten, solche Einrichtungen zu bewachen."

In der aktuellen Ausstellung "Bewachter Alltag - Antisemitische Mentalit├Ąten - Ausschnitte einer verschobenen Normalit├Ąt" zeigt die Amadeu Antonio Stiftung Statistiken antisemitischer Straftaten und die Verbreitung antisemitischer Einstellungen in Verbindung mit Photographien j├╝discher Objekte. Viele j├╝dische Gemeinden Deutschlands, die als potentielle Fotoobjekte angefragt wurden, lehnten ab, weil sie die traurige Notwendigkeit nicht extra noch thematisieren wollten.

Mit Aufnahmen der Photographin Nele Heitmeyer, die auch f├╝r "Die Zeit" arbeitet, Interviews der Journalistin Nora Hertel und der Untersuchung zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit werden die Tatsachen dargestellt und auf gef├Ąhrliche Tendenzen und diskrepante Wahrnehmungen aufmerksam gemacht.
Dabei werden nicht nur "klassisch"-antisemitische Aussagen untersucht, sondern auch auf den schleichenden Antisemitismus hingewiesen, der sich zum Beispiel in den Forderungen nach einem "Schlussstrich" unter die deutsche Vergangenheit oder Vergleichen der israelischen Pal├Ąstinenserpolitik mit den nationalsozialistischen Verbrechen zeigt.
Die Ausstellung kann noch bis zum 27. Februar besichtigt werden.

Ausstellungsdauer: 18.Januar bis 27. Februar 2008
Ausstellungsort: Amadeu Antonio Stiftung
Linienstrasse 139, 4. Obergeschoss rechts
10115 Berlin-Mitte
Tel: 030-240 886 10
Fax: 030-240 886 22

Mehr Informationen zur Amadeu Antonio Stiftung: www.amadeu-antonio-stiftung.de

Informationen zu Rechtsextremismus und m├Âglichen Gegenstrategien: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

Kultur Beitrag vom 20.01.2008 AVIVA-Redaktion 





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