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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.04.2007

Kunstprojekt Women in War. Räumliche Installation Barber Girl
Sharon Adler

Die 1949 in Itteren-Maastricht, Niederlande geborene K√ľnstlerin Maria Es stellt ihre beeindruckenden Arbeiten in der Galerie ONYVA, in Br√ľssel und in Berlin aus



"Mir geht es nicht um Schuld, sondern darum, ein Bewusstsein zu schaffen f√ľr die weibliche Seite".

Ausstellung

Kunstprojekt Women in War - Räumliche Installation Barber Girl -
20 Tuschezeichnungen - 7 Digital Prints 200 cm x 140 cm
Von Maria Es, Maastricht / Berlin 2007
Schmuckst√ľcke von 4 EdelschmiederInnen (Ingrid Wittebol, Floor Sporck, Benthe Hendrikx und Dieter Volker) 3 Frauen, 1 Mann.

Die 1949 in Itteren - Maastricht (Niederlande) geborene K√ľnstlerin und Galeristin Maria Es hat sich bereits seit vielen Jahren mit ihren Kunstprojekten, in der Malerei, Fotografie, Installationskunst und Gestaltung von Keramiken einen Namen gemacht.

Seit ihrer Ausbildung 1982-1983 an der Stadsacademie Monumentale Vormgeving (Monumentale Gestaltung), Maastricht, hat Maria Es an unz√§hligen Einzel- und Gruppenausstellungen in Holland, Deutschland, Belgien und Frankreich partizipiert, hat zahlreiche Werke im Auftrag von staatlichen Beh√∂rden, Unternehmen und Privatpersonen gestaltet, als Kuratorin und teilnehmende K√ľnstlerin gewirkt.
Durch ihre vielf√§ltigen Arbeiten, so zum Beispiel in 2006 das "PLANET - GENDER Projekt", eine Installation √ľber Baader Meinhof in 2005 und das Projekt "Ich habe beschlossen mich selbst zu recyceln"(Berlin 2006) oder "Mann heiratet Staubsauger Identit√§t was ist das?" (2006) ist auch die internationale Presse l√§ngst auf Maria Es aufmerksam geworden.

"Das Herz - die Seele und der Verstand, mehr brauchte ich nicht"
Motive aus 3 verschiedenen B√ľcher als eine Art surrealistische Performance auf Papier zusammengef√ľgt. Mit eigenen Ideen und Verformungen.
"Das Herz": The Hulton Getty Picture Collection.
"Die Seele": Dunkle Welten von Dietmar und Ingmar Arnold / Frieder Salm.
"Der Verstand": Berlin √ľber und unter der Erde. Alfred Grenander, die U-Bahn und die Kultur der Metropole.


Gepr√§gt durch eine Kindheit, von der sie sagt: "Ich bin ein Nachkriegskind, 1949 geboren, hab den Krieg nicht miterlebt. Zu jung f√ľr den Krieg, zu alt, um nicht weg zuh√∂ren wenn die √Ąlteren geredet haben." entstanden ihre Arbeiten √ľber den Krieg.

Diese sind inspiriert von drei Fotob√ľchern wie "The Hulton Getty Picture Collection 1940s", Zeitungsausschnitten, Eindr√ľcken der Fu√üball-WM in 2006, dem Internet," oder eine Ausstellung √ľber den Berliner U-Bahn-Architekten Alfred Grenander, Berlin unter der Erde' ( Dietmar und Ingmar Arnold / Frieder Salm) ist f√ľr sie eine Metapher f√ľr ein m√§chtiges Unterbewusstsein:
"Ich bin drei Jahre wie ein Nomade durch den U-Bahn-Dschungel gefahren, auf der Strasse immer wieder auf der Suche nach Entl√ľftungskan√§len, fotografierte, sp√ľrte unter meinen F√ľ√üen das Gebrumms, beobachtete die Menschen, wie sie rein gingen und wieder rauskamen ins Tageslicht. Wie sie sich, fremd und verbunden zugleich, zusammenf√ľgten unter der Erde. Der Abstieg am hellichten Tag - ein freiwilliger Tod? Oder eine unbewusste Heimkehr ins Ungewisse?"

Die so entstandenen Zeichungen spiegeln die Assoziationen der K√ľnstlerin:
"So wie die U-Bahn mich mitgenommen hat ins Unterbewusste, nehmen die schwarzen Linien in meinen Zeichnungen den Betrachter mit ins Innere des Krieges".

Performance statt Information


"Ich war nicht auf der Suche nach Schuld oder Unschuld. Ich war wie ein Chirurg, messerscharf. Wollte nur öffnen und neue Prozesse in Gang setzen...
Auf Papier, mit meinen Linien f√ľhrte ich meinen eigensten Krieg, bekam Spass an H√∂hlen, Stahl, Kontrasten, Tr√ľmmern, zeigte Ironie und Schmerz, Drama und Wahnsinn. In einem Gesch√§ft kaufte ich Architekten-Schablonen. Kleine M√§nner und Frauen, aber meistens M√§nner, kriegten in meinen Zeichnungen ein Gewehr. Immer mehr kam ich in die heutige Welt, wo Bedrohung und Angst f√ľr √úbergriffe zum normalen Altag geh√∂ren. Dann begann ich, Waschvorschriften aus Bekleidung mit in meine Zeichnungen hineinzukleben. Die Ironie: der Mensch und seine Gebrauchsanleitung. Getrennt waschen, nicht b√ľgeln, in Form ziehen, weg vom Feuer, liegend trocknen..."


Die Loyalität der Frauen

Und immer war es die Rolle der Frauen, die sie besonders interessiert hat, denn, so Maria Es:


"Es waren nicht nur die Fotos von den Zerst√∂rungen die mich am meisten besch√§ftigt oder beeindruckt haben. Es waren die Gesichter der Frauen; lachend, als sei Krieg ein Spiel, unangetastet, unber√ľhrt und stark. Mir kam der Gedanke, dass die Loyalit√§t der Frauen ein sehr wichtiger Bestandteil des Krieges ist. √Ėkonomisch waren die Frauen wichtig, √ľbernahmen die Arbeit der M√§nner, die an der Front waren. Sorgten f√ľr Nachwuchs. Waren der festen Punkt.




Don't Shoot Before Dying

"Erst im nachhinein, als die ganze Serie fertig war und ich sie Anderen zeigte, fing ich an zu sehen was ich gezeichnet hatte.
Das R√§tsel "Krieg" ist nicht gekl√§rt. Ein gro√ües entartetes Spiel? Loyalit√§t der Frauen als Basis? Macht und Manipulation? Respektlosigkeit sichselbst und den Anderen gegen√ľber? Selbstverachtung? Angst f√ľr das grosse Warten auf dem eigenen Tod und deswegen der Tod als Leitmotiv des Lebens? Naivit√§t?
Meine Antwort: Don't Shoot Before Dying"


Maria Es: √úber meine Kunst
"Meine Arbeit als K√ľnstlerin ist komplex, nicht einfach zu deuten und f√ľr einige chaotisch und unberechenbar. Die zahlreichen Stilwechsel machen es nicht einfacher, Zugang zu dem zu erhalten, was sich wirklich in meiner Kunst abspielt. Drei wichtige Themen bilden f√ľr mich den Dreh- und Angelpunkt, um den alles kreist und erkl√§ren, warum meine Arbeit ist, wie sie ist:

Die Bedeutung und der Rang zeitgenössischer Kunst
Die Identität der weiblichen Energie

Der neue Archetypus "Onyva", die gehende Frau

Die K√ľnstlerin lebt in Berlin und Maastricht, wo sie im Februar 2005 die
"ONYVA Galerie Maria Es" er√∂ffnet hat. Wechselnde Ausstellungen von K√ľnstlerInnen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden wollen die "Auseinandersetzung mit den Nachbarn" anregen.

Die Namensgebung von der neue Archetypus "ONYVA" - die gehende Frau erklärt Maria Es so:
"Der Name ONYVA ist eine Zusammensetzung des französischen on y va (lass uns gehen!).
Nicht die Ratio, sondern eine eigene, innere Logik bestimmt, wohin es geht. Lediglich Mut, Neugierde und Willensstärke sind nötig. Die Frau, die das Leben als großen Dschungel erlebt und erfährt, in dem gejagt, geraubt, geboren und gemordet wird. Eine Energie, die nicht wie die männliche Energie von A nach B nach Z lebt. Weibliche Energie lebt in geschlossenen Kreisen. Sie besitzt die Fähigkeit, aus diesen Kreisen zu treten, um dann einen neuen Kreis zu schaffen. So bildet sie ihre eigenen Muster und ist in der Lage, sich selbst immer wieder vollständig zu erneuern. Diese Art des Existierens bietet die Möglichkeit, an jedem Kreuzungspunkt das Leben ohne Selbstverlust und totale Anarchie um 90 oder sogar um 180 Grad zu wenden. Die völlig zerstörten Machtverhältnisse in unserer Weltenordnung und der "nomadische" Zug des modernen Menschen sprechen sehr stark diese weibliche Energie an. Sie entleiht ihre Kraft der Art und Weise, wie sie Verbindungen herstellt. Diese Überzeugung kreiert neue Voraussetzungen, um eine völlig neue Weltenordnung entstehen zu lassen. Es ist wichtig, diese Energie, diesen neuen Archetypus zu kennen."


Vernissage 31. August 2007 - ab 19 Uhr
Kunstraum Soldina
Soldiner Straße 92
Berlin Wedding
F√ľr eine Ausstellung in Berlin (2007) werden geeignete Ausstellungsr√§ume gesucht - gern nimmt die K√ľnstlerin Anfragen entgegen.
Im Januar 2008 wird sie in den Ateliers Mommen, Rue de la Charité, Brussel zu sehen sein.


Kunstprojekt "Women in War" - Räumliche Installation Barber Girls - 20 A3 formatige Tuschezeichnungen -
8 Digital Prints auf Polyester 200 cm x 140 cm
Ca 20 A3 formatige Tuschezeichnungen.
Eine dieser Zeichnungen auf Grossformat 3 x 3 Meter (Polyester) an der Galeriefassade draussen.

Konzept Installation 'Barber Girls'
9-16 weisse K√∂pfe auf weissen Sockeln, √ľbergossen mit weisser Farbe.
Begleitet wird die Installation mit den Schmuckarbeiten 4 junger Edelschmiede aus den Niederlanden.
Gedacht als Ehrung haben die AbsolventInnen der "Schoonhoven Opleiding Niederlande", Ingrid Wittebol, Floor Sporck, Dieter Volker, Benthe Hendrikx - ihre k√ľnstlerische Interpretation mit Schmuckobjekten der Moffenhoer beigetragen.

"Ich habe 4 junge Edelschmiede aus den Niederlande angefragt, ob sie ein Schmuckst√ľck entwerfen k√∂nnen f√ľr eine 'Moffenhoer". Ich war daran interessiert, wie junge Leute heutzutage mit dem Thema umgehen, war neugierig, ob sie √ľberhaupt wissen, was eine "Moffenhoer' ist. Und dann hat eine der K√ľnstlerinnen leise gesagt, w√§hrend sie ihren Kopf wegdrehte: meine Oma war eine Moffenhoer, aber redet nie dar√ľber.

In der Installation verarbeitet ist der Text des Liedes "Die Gedanken sind frei"



Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei,
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschiessen.
Es bleibet dabei:
"Die Gedanken sind frei!"




Um 1780 wurde der Text dieses Liedes erstmals veröffentlicht.
1806/08 fand er Aufnahme in die Volksliedsammlung " Des Knaben Wunderhorn"
von Achim von Arnim und Clemens von Brentano. Der Text und das Lied wurde von den Nationalsozialisten verboten.

Musik zu dem Tema: Deutsches Liebeslied 'Strahlender Stern" / "Living with War" Neil Young (2006).

Weitere Informationen und Fotos finden Sie auf: www.mariaes.nl
Kontakt:
E-mail: mariaes@tiscali.nl
Adresse: ONYVA Galerie Maria Es, Achter de Molens 24, 6211 JC Maastricht NL.
Telefon Niederlande: 0031(0)43 - 3211339, Mobil: 0031(0)6 21 85 19 43
Telefon Berlin: 0163 504 1086

Veranstaltungsort:

Adresse: ONYVA Galerie Maria Es
, Achter de Molens 24, 6211 JC Maastricht NL.
Telefon: 0031(0)43 - 3211339, Mobil: 0031(0)6 21 85 19 43
Geöffnet: Do. - Fr.- Sam. 11.00 Uhr - 17.00 Uhr, und nach Vereinbarung.
Vernissage: Sonntag, 22. April 2007, 15.00 Uhr.

Quellen zum Entstehen der Zeichnungen:
"The Hulton Getty Picture Collection 1940s"
"Dunkle Welten" von Dietmar und Ingmar Arnold / Frieder Salm.
"Berlin √ľber und unter der Erde" Alfred Grenander, die U-Bahn und die Kultur der Metropole.

Musik - Text Installation Barber-Girls:
"Die Gedanken sind frei" (Quelle: 1780, Verfasser unbekannt)
Übersetzung Niederländisch-Deutsch der Texte von Maria Es: Sharon Adler und Sigrid Winkler-Borck
Deutsches Liebeslied "Strahlender Stern" / "Living with War" 2006 Neil Young.



Philosophie und Definitionen

Recyceln
Die Identität der weiblichen Energie



Text: Maria Es ©
Interview AVIVA Berlin 2007: Sharon Adler


Lesen Sie auch das Interview mit Maria Es

Kultur Beitrag vom 02.04.2007 Sharon Adler 





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