Das doppelte Lottchen - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 WOHNE LIEBER UNGEW√ĖHNLICH
AVIVA-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.05.2007

Das doppelte Lottchen
Christiane Sanaa

Neu verpackt l√§uft Erich K√§stners Klassiker √ľber das Wunder des Familiengl√ľcks wieder √ľber die Kinoleinw√§nde. Der Zeichentrickfilm erz√§hlt, wie Lotte und Luise ihre getrennten Eltern vereinigen.



Das Sommerferienheim wird f√ľr Lotte und Luise zu einer gro√üen √úberraschung. Die beiden M√§dchen, die sich nie zuvor sahen, gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Als sie ihre Lebensgeschichten vergleichen, stellen sie fest, dass sie Zwillingsschwestern sein m√ľssen. Sie sehen nicht nur gleich aus, sie sind auch am gleichen Tag im gleichen Ort geboren. Lotte lebt allein mit ihrer Mutter in M√ľnchen. Luise wohnt allein bei ihrem Vater in Wien.

Aus Neugierde nach dem jeweils fehlenden Elternteil fassen die beide einen Plan: Am Ende der Ferien wollen sie ihre Rollen tauschen. Luise f√§hrt nicht zur√ľck nach Wien, sondern zu der ihr unbekannten Mutter nach M√ľnchen, w√§hrend Lotte nach Wien zu ihrem Vater f√§hrt.

Das Abenteuer beginnt, denn beide haben ein sehr unterschiedliches Leben gef√ľhrt. Die allein erziehende Mutter verdient - und da haben sich die Zeiten ja kaum ge√§ndert - wenig Geld f√ľr viel Arbeit. Sie ist bei einer Zeitung angestellt und kommt abends erst sp√§t in die kleine Mietwohnung, in der sie mit ihrer Tochter wohnt. So musste Lotte fr√ľh selbst√§ndig werden. Sie geht f√ľr die Familie einkaufen, kocht und putzt. Sie ist flei√üig und eine gute Sch√ľlerin.
Luise hingegen lebt mit ihrem gut verdienenden Vater, einem ber√ľhmten Dirigenten, in einer riesigen Wohnung in Wien. Auch er ist selten zu Hause, da er voll und ganz mit seiner Karriere besch√§ftigt ist. Eine Haush√§lterin √ľbernimmt die Aufgaben des Alltags, w√§hrend Luise sich im Klavierspiel √ľbt oder mit ihrem gro√üen Bestand an Spielzeug besch√§ftigt ist.

Die beiden M√§dchen bereiten sich gut auf den Tausch ihrer Rollen vor und werden nach ein paar Irritationen von ihrem jeweiligen Elternteil angenommen. Als jedoch Lotte, alias Luise bei einem Musikwettbewerb ihre K√ľnste auf dem Klavier pr√§sentieren soll, wird die Situation brenzlig, denn sie kann ja nicht Klavier spielen. Luise muss ihr helfen und reist mit der Mutter nach Wien.

Dort fliegt der ganze Schwindel auf und die Eltern sehen sich nach Jahren zum ersten Mal wieder - und trennen sich auch wieder, jeder mit dem Kind, das schon vor dem Tausch bei ihm gelebt hat. Diese erneute Trennung wollen die Schwestern nicht akzeptieren. Sie gehen massiv dagegen vor und schaffen es schließlich, die Eltern wieder zusammen zu bringen, während der Erzähler uns etwas vom Glauben an Wunder erzählt.

Die Trickcompany aus Hamburg, die sich unter anderem mit den Verfilmungen der Werner-Comics (1990 - "Werner - beinhart!", 1996 - "Werner - das muss Kesseln!!!"), "K√§pt'n Blaub√§r" (1999) und dem "Kleinen Arschloch" (1997) einen Namen gemacht hat, halten sich in "Das doppelte Lottchen" an die √Ąsthetik der 50-er Jahre. Die Zeichnungen sind im "K√§stner-Look" gehalten, den Werner Trier, der "Zeichner des L√§chelns", gepr√§gt hat. In fr√∂hlichen Farben ohne unn√∂tiges Beiwerk und Effekthascherei sticht der Film aus den zur Zeit g√§ngigen 3-D Action-Kinder-Animationsfilmen heraus. Viele Figuren werden von LaiensprecherInnen gesprochen, was dem Film zus√§tzlich Frische verleiht.

AVIVA-Tipp: Die Mischung aus Drama und Komik gibt dem Film viele lustige Momente trotz des an sich ernsten Themas. Das Wunder allerdings, an das K√§stner die Kinder glauben lassen will, ist √ľberholt. Er f√∂rdert die Allmachtsfantasien, nach denen die Kinder die M√∂glichkeit haben, ihre getrennt lebenden Eltern wieder zu vereinigen. Angesichts der vielf√§ltigen Lebensformen, die Familien heute angenommen haben, w√§re es interessanter, den Kinder zu zeigen, wie sie positiv mit getrennt lebenden Eltern umgehen k√∂nnen und diese Trennung nicht nur als Mangel zu empfinden. Denn h√§ufig ist es besser mit getrennten Eltern zu leben als zwischen den Fronten verfeindeter Eltern.

Das doppelte Lottchen
Regie: Toby Genkel
Drehbuch: Rolf Dickmann
SprecherInnen: Céline Vogt, Carin C. Tietze, Anja Kling, Andreas Fröhlich u.a.
Deutschland 2006
DVD-Infos
Warner Home Video Germany
ab 30. November 2007 im Handel
Alterfreigabe: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 78 min.
Untertitel f√ľr H√∂rgesch√§digte: Deutsch
Bildformat: 16:9 (1,78:1)
Tonformat/Sprache: Dolby Digital 5.1 - Deutsch
DVD-Specials:
Interaktive Spiele: Lottes lustiges Filmquiz
- Luises listiges Filmpuzzle
- Making Of: Wie macht man eigentlich einen Zeichentrickfilm?
- Trailer

Kultur Beitrag vom 09.05.2007 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken