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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 24.04.2008

Wir sind Kreuzberg - 36 Ladies
AVIVA-Redaktion

Die 36 Ladies in der Fotoaktion des Frauenzentrums Schokofabrik verstehen sich als Stellvertreterinnen f├╝r all die Frauen und M├Ądchen, die in SO 36 den Kiez, Kreuzberg und ganz Berlin bereichern.



"Wir sind Kreuzberg - 36 Ladies"! Mit dieser Fotoaktion will das Frauenzentrum Schokofabrik in der Kreuzberger Naunynstra├če darauf aufmerksam machen, dass es auch eine andere Seite dieser Stra├če gibt. Denn nur zu oft berichten die Medien ├╝ber diesen Kiez mit dem Beinamen SO 36 nur in Negativschlagzeilen, mit Vorliebe ├╝ber gewaltbereite junge M├Ąnner. Die vielen positiven Projekte bleiben hingegen unerw├Ąhnt.

"36 Ladies" ist als Anspielung gedacht auf die "36 boys", die ihren Namen vom fr├╝heren Postzustellbezirk SO 36 ableiteten. In den achtziger Jahren machten sie den Kiez unsicher, geblieben ist der Schriftzug auf T-Shirts. Zweimal schon erschien im Spiegel ein Foto, das die Naunynstra├če als "Aufmarschgebiet" von gewaltbereiten jungen M├Ąnnern zeigt. Einer davon tr├Ągt ein derartiges T-Shirt (Nr. 38/2007 und Nr. 2/2008). In einem Artikel wurde die Naunynstra├če sogar als no-go-area bezeichnet. Der Begriff stammt aus einem Bericht des Berliner Senats.

Das Frauenzentrum Schokofabrik wehrt sich gegen die einseitige Darstellung der Naunynstra├če und des Kiezes in den Medien. Mit den Fotos soll die Botschaft verbreitet werden: "Schaut nicht immer nur auf die b├Âsen Jungs, schaut auch endlich mal auf die M├Ądels! Wir zeigen Euch ┬┤the other side of Naunynstreet┬┤."





Die "36 Ladies" leben gerne hier und haben mit der tatkr├Ąftigen Unterst├╝tzung von Genossinnen und Sponsorinnen im Dezember 2004 die H├Ąuser des Frauenzentrums Schokofabrik in der Naunyn- und der Mariannenstra├če gekauft. Allein mit Frauenkapital haben sie eine Genossinnenschaft gegr├╝ndet und damit den Erhalt ihres Frauenzentrums gesichert. H├Ątten sie das nicht geschafft, w├Ąren die H├Ąuser von der GSW (Gemeinn├╝tzige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft) an einen amerikanischen Investor verkauft worden. Die Mieten w├Ąren dann unbezahlbar geworden.

In SO 36 gibt es tats├Ąchlich gewaltbereite junge M├Ąnner mit Waffen und Kampfhunden. Doch es gibt auch viele Frauen und M├Ądchen, die seit 1981 mit Idealismus und Engagement auf 3.000 Quadratmetern das gr├Â├čte Frauen- und Lesbenzentrum Europas aufgebaut haben. Rund 1.000 Frauen nutzen die vielf├Ąltigen Angebote der Schoko w├Âchentlich. Die Schoko ist damit ein gelungenes St├╝ck "Kreuzberger Mischung", mit Arbeiten und Wohnen unter einem Dach. Sie ist Frauenzentrum, Arbeitgeberin, Soziales Projekt und Wohnhaus in einem und damit einzigartig nicht nur in Berlin, sondern dar├╝ber hinaus!

"Wir sind Kreuzberg - 36 Ladies" - mit dieser Fotoaktion soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass dringend neue Genossinnen gesucht werden, um das neue Schokocaf├ę zur Stra├če hin auszubauen, das unter dem Motto steht "f├╝r Frauen und ihre FreundInnen". 50.000 Euro Kapital werden ben├Âtigt f├╝r Schall- und Feuerschutzdecke sowie f├╝r den barrierefreien Zugang. Diese Ausgaben muss die Schoko selbst bewerkstelligen. Die Umbauarbeiten werden bis zum Sommer dauern. Bis dahin gibt es in der Mariannenstra├če 6 ein provisorisches Caf├ę, das als "open space" f├╝r Veranstaltungen und Partys genutzt werden kann.

├ľffnungszeiten des Schokocaf├ę in der Mariannenstra├če 6: Dienstag bis Donnerstag, 11.00 bis 16.00 und Freitag 18.00 bis 22.00, sowie nach Absprache.

Weitere Infos: www.schokofabrik.de/aktion

Weiterlesen auf AVIVA Berlin:

Schokocaf├ę in Arbeit.

FotoÔÇôCopyright: Petra von den Berg

Kultur Beitrag vom 24.04.2008 AVIVA-Redaktion 





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