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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 23.04.2008

Gwyneth Paltrow zur Filmpremiere von Iron Man in Berlin
Stefanie Denkert

Zur Deutschlandpremiere der Comic-Verfilmung kamen HauptdarstellerInnen Gwyneth Paltrow und Robert Downey Jr. mit Regisseur Jon Favreau am 22. April 2008 zum Potsdamer Platz. Kinostart: 1. Mai!



Auf dem roten Teppich sowie beim Photocall am Vormittag im Ritz Carlton, spielte die schüchterne Gwyneth Paltrow bei der Europapremiere von Iron Man die Hauptrolle - auch wenn es im Film eigentlich nicht um sie, sondern um den gleichnamigen Superhelden geht. In der Comic-Verfilmung mimt die 35-jährige Virginia "Pepper" Potts, die treue Assistentin des milliardenschweren Industriellen Tony Stark (Robert Downey Jr.), der zum ´Iron Man´ wird.



Laut Welt-Online speisten Gwyneth Paltrow und Iron Man-Regisseur Jon Favreau vor der abendlichen Filmpremiere im österreichischen Edel-Restaurant "Ottenthal" (Kantstraße). Dort soll sie sich den Paparazzi gegenüber "erstaunlich offen und freundlich" präsentiert haben, sogar für ein Foto habe sie posiert. Doch beim Verlassen des Restaurants mussten die Fans vergeblich auf Autogramme warten, denn die introvertierte Paltrow verschwand schnell im Auto. Auch bei der Bühnenpräsentation vor der Filmpremiere merkte man der Schauspielerin deutlich an, dass sie nicht gern im Rampenlicht stehen mag.



In den 1990ern liefen jährlich mehrere Filme mit Gwyneth Paltrow in den Kinos an, doch in den letzten Jahren – was nicht zuletzt daran liegt, dass die Oscar-Preisträgerin (für "Shakespeare in Love", 1998) mittlerweile zweifache Mutter ist - müssen sich Fans mit einem Kinoerlebnis pro Jahr mit der Charakterdarstellerin begnügen. 2003 heiratete Gwyneth Paltrow den Sänger der britischen Band Coldplay, Chris Martin. Sie leben mit ihren Kindern zusammen in London, da die Schauspielerin hier ein ruhiges Leben jenseits der Hollywood-Paparazzis genießen kann.



Infos zu Iron Man:
Tony Stark, ein Technikgenie, ist der Erbe von Stark Industries - aber auch ein Partyheld und ein Playboy wie er im Buche steht. Die Wende in seinem Leben, nach der er sich zum Superhelden ´Iron Man´ entwickelt, kommt, als er in Geiselhaft gerät. Nachdem Tony Stark dem US-Militär in Afghanistan seine neueste Waffenentwicklung präsentiert hat, wird er von einer Gruppe arabischer Männer entführt und soll nun für sie die neue Superwaffe nachbauen. Zusammen mit einem Mitgefangenen entwickelt er einen Fluchtplan, dabei bauen die beiden einen ´eisernen Anzug´ mit dem Tony flüchten kann. Dem sterbenden Mithäftling verspricht er, der Waffenproduktion abzuschwören. Doch das ist nicht so einfach: Zurück in den USA stößt Tonys Weltverbesserungsattitüde selbstverständlich auf heftige Ablehnung bei den Aktionären von Stark Industries. Wie sich herausstellt, kommt sein größter Feind jedoch aus den eigenen Reihen. Tonys rechte Hand, Obadiah Stane (Jeff Bridges), der bereits der Berater von Tonys Vater bei Stark Industries war, macht nämlich seit langem illegale Waffengeschäfte hinter Tonys Rücken. Dem Altkapitalisten geht es nur um Geld und Macht, und das kann der geläuterte Tony natürlich nicht akzeptieren. Heimlich arbeitet er an seiner ´unkaputtbaren´ Iron Man-Rüstung weiter und muss seine Entwicklung schneller als erwartet im finalen Kampf gegen Obadiah testen - letzterer ist jedoch ebenfalls bestens gewappnet...

AVIVA-Tipp: Trotz aufwendiger Actionszenen und viel Humor hat Iron Man überraschend viel Tiefgang, was nicht zuletzt daran liegt, dass Robert Downey Jr, ein Charakterdarsteller ist und zum ersten Mal in einem Blockbuster eine Hauptrolle übernimmt. Neben der Kritik an der US-Terrorpolitik sowie an der Waffenindustrie, ist der Film auch aus Gender-Perspektive lobenswert. Hier kämpft der ´neue Mann´ gegen den ´alten Mann´ und seinen menschenverachtenden Kapitalismus. Unterstützt wird der Iron Mann bezeichnenderweise von denen, die sich bereits vom ´alten Mann´ emanzipiert haben: der Frau – verkörpert durch Gwyneth Paltrow - und dem Afroamerikaner – gespielt von Terrence Howard. Iron Man wird sicherlich fortgesetzt werden, in der Internet-Gerüchteküche heißt es, Robert Downey Jr. hätte bereits für drei Verfilmungen Verträge unterzeichnet. Wenn das der Fall ist, dann kann frau nur hoffen, dass die Rolle von Virginia "Pepper" Potts weiter ausgebaut wird. Die Beziehung zwischen Pepper und Stark entwickelt sich übrigens im Laufe des Films zaghaft weiter, also über das Verhältnis eines Chefs zu seiner Assistentin hinaus, doch wird auch hier – wie bei der überzeugenden Charakterentwicklung vom egozentrischen Tony zum Humanisten – wenig hollywoodtypisch romantisiert. Iron Man ist also nicht nur FreundInnen des SuperheldInnengenres zu empfehlen, sondern allen, die gutes Kino mögen!


Iron Man
USA 2007, 118 min
Regie: Jon Favreau
Buch: Stan Lee, Marc Fergus u.a.
Produzent: Jon Favreau, Stan Lee u.a.
DarstellerInnen: Gwyneth Paltrow, Robert Downey Jr., Jeff Bridges, Terrence Howard
Dt. Verleih: Concorde
FSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 1. Mai 2008

Weitere Infos:
http://ironmanmovie.marvel.com

Copyright Fotos von Gwyneth Paltrow, Robert Downey Jr.: Stefanie Denkert, AVIVA-Berlin

Kultur Beitrag vom 23.04.2008 AVIVA-Redaktion 





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