20 Feet From Stardom - Der Ruhm zum Greifen nah. Kinostart 24. April 2014 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 WOHNE LIEBER UNGEW√ĖHNLICH
AVIVA-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 21.04.2014

20 Feet From Stardom - Der Ruhm zum Greifen nah. Kinostart 24. April 2014
Helga Egetenmeier

Erneut konnte eine Dokumentation zur Musikgeschichte einen Oscar gewinnen. "20 Feet From Stardom" ehrt die Backgrounds√§ngerinnen ber√ľhmter Bands und Musiker und beleuchtet deren Arbeit, die...



... die Erfolge der Stars erst möglich macht(e).

Jede Clubg√§ngerIn kann "River Deep, Mountain High" mitsummen, "Gimme Shelter" von den Rolling Stones ist ein Jahrhundertsong und doch w√ľrden diese Lieder ohne die S√§ngerinnen im Hintergrund ihre au√üergew√∂hnliche Wirkung verfehlen.

Vierzig Jahre Musikgeschichte

Indem der Film den Lebensweg mehrerer Backgrounds√§ngerinnen verfolgt, f√§ngt "20 Feet From Stardom" √ľber vierzig Jahre Musikgeschichte ein. Als die Girlgroups Anfang der 60er Jahre von den auf einen S√§nger fokussierten Bands abgel√∂st wurden, verschwanden die S√§ngerinnen in den Hintergrund. Diese Entwicklung unterst√ľtzte der ab Mitte der 60er Jahre stilpr√§gende "Wall of Sound" des legend√§ren Produzenten Phil Spector,

Gespickt mit Anekdoten √ľber ihre Vergangenheit, f√ľhren uns die Protagonistinnen, die in Backgroundgroups mit so wohlklingenden Namen, wie "The Blossoms", The Crystals" und "The Raelettes" gesungen haben, durch ihr Leben. Der Film liefert das dazu passende Archivmaterial und aktuelle Interviews mit Bruce Springsteen, Sting, Mick Jagger und Stevie Wonder zu "ihren" Backgrounds√§ngerinnen.

Im Hintergrund der Stars

Gefragt nach der Zufriedenheit mit ihrem Status als Backgrounds√§ngerin, beschreiben die Interviewten ihre mehr oder weniger gescheiterten Versuche, selbst in den Vordergrund zu treten. Nur wenige, wie Sheryl Crow oder Tina Turner, schafften den Sprung ganz nach vorne. Darlene Love, die aus ihrem bewegten Leben erz√§hlt, ist eine der Gl√ľcklichen, sie wurde nach mehreren Anl√§ufen im Jahr 2011 als S√§ngerin in der Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Gemeinsam sch√§tzen die Befragten aber durchaus an ihrer Arbeit den Aspekt, sich allein nur auf den gemeinsamen Gesang konzentrieren zu k√∂nnen.

Die meisten Protagonistinnen haben ihre ersten Erfahrungen im Kirchenchor gemacht. Der Grund, dass √ľberwiegend afroamerikanische S√§ngerinnen f√ľr die Aufnahmen und Auftritte gebucht wurden, lag anfangs ma√ügebend an dem Wunsch nach einem "schwarz" klingenden Sound, den die wei√üen englischen Musiker, wie Joe Cocker, David Bowie und die Rolling Stones, in die USA mitbrachten.

Nur am Rande geht Regisseur Neville auf die Mechanismen des m√§nnlich gepr√§gten Musikgesch√§fts ein. Wie in dem kurzen Moment, als die Afroamerikanerin Merry Clayton √ľber ihre politische Motivation spricht, die sie ein Engagement bei der S√ľdstaaten-Band Lynyrd Skynyrd annehmen lie√ü. Oder wenn Darlene Love sich immer noch √ľber das r√ľcksichtslose Verhalten des m√§chtigen Produzenten Phil Spector gegen√ľber den jungen Frauen wundert, der mit seinen Namensrechten jonglierte und aufgenommene Songs anderen Gruppen zuordnete.

AVIVA-Tipp: Unterhaltsam und feinf√ľhlig setzt "20 Feet From Stardom" ein l√§ngst √ľberf√§lliges Denkmal f√ľr die Leistungen der Backgrounds√§ngerinnen im weltweiten Musikgesch√§ft. Mit bekannten Songs, bezaubernden Stimmen und spannenden Geschichten hinterl√§sst der Kinogenuss seine Spuren auch bei der ZuschauerIn, um beim n√§chsten Konzertbesuch mal hinter "den Star" zu blicken.

Zu den Hauptdarstellerinnen:

Darlene Love unterst√ľtzte schon als junge Frau Stars wie Dionne Warwick oder Frank Sinatra. Sie wurde Anfang der 60er Jahre f√ľr eine der Bausteine der "Wall of Sound" und damit eine Leadstimme in vielen Charthits, sie ist heute wieder S√§ngerin bei "The Blossoms".
Merry Clayton begleitete mit ihrer Stimme Carol King auf ihrem Erfolgsalbum "Tapestry", hat großen Anteil an dem Rolling-Stones-Klassiker "Gimme Shelter" und ist bei Joe Cockers Liedern als Backgroundsängerin zu hören.
Lisa Fischer tourt seit 1989 als Leads√§ngerin mit den Rolling Stones und steht mit Sting und Chris Botti auf der B√ľhne. F√ľr ihr Soloalbum "So Intense" gewann sie 1992 einen Grammy.
T√°ta Vega versuchte es in den 70er Jahren bei Motown als Solok√ľnstlerin und hatte ein Comeback als ihre Stimme Steven Spielberg begeisterte und er sie f√ľr "Die Farbe Lila" engagierte. Danach tourte sie mit Elton John.
Judith Hill geht als Backgrounds√§ngerin mit Elton John und Stevie Wonder auf Tour. Statt im Jahr 2009 mit Michael Jackson bei seiner Konzertserie auf der B√ľhne zu stehen, h√∂rten sie etwa eine Milliarde Menschen als Leadstimme bei der Jackson Gedenkveranstaltung.

Zum Regisseur: Morgan Neville kann viel Erfahrung mit Musik- und Kulturdokumentationen vorweisen. Drei seiner Filme √ľber MusikerInnen, die das 20. Jahrhundert gepr√§gt haben, waren f√ľr einen Grammy nominiert, darunter "Respect Yourself: The Stax Records Story" von 2007. Sein Film "Troubadours" mit Carole King und James Taylor feierte 2011 auf dem Sundance Film Festival Premiere.

20 Feet From Stardom
USA, 2013
Regie: Morgan Neville
Hauptdarstellerinnen: Darlene Love, Merry Clayton, Lisa Fischer, T√°ta Vega, Judith Hill
Verleih: Weltkino Filmverleih
Lauflänge: 91 Minuten
Kinostart: 24. April 2014

Weitere Infos unter:

www.20feet.weltkino.de und www.twentyfeetfromstardom.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Carole King "Tapestry"

Sheryl Crow - Detours



Kultur Beitrag vom 21.04.2014 Helga Egetenmeier 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken