32. CSD in Berlin am 19. Juni 2010 - Verleihung des Zivilcouragepreises an Judith Butler und Martin Dannecker - Lesbisch-Schwules Stadtfest am 12. und 13. Juni - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

VOM BAUEN DER ZUKUNFT – 100 JAHRE BAUHAUS WOHNE LIEBER UNGEWÖHNLICH Die Pariserin – Auftrag Baskenland
AVIVA-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   JĂŒdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 12.05.2010

32. CSD in Berlin am 19. Juni 2010 - Verleihung des Zivilcouragepreises an Judith Butler und Martin Dannecker - Lesbisch-Schwules Stadtfest am 12. und 13. Juni
AVIVA-Redaktion

Der CSD Berlin kennt keine Normen! Und genau deshalb wird er am 19.06.2010 wieder ca. eine halbe Millionen Menschen in die Hauptstadt locken. Das diesjÀhrige Motto ist: "Normal ist anders".



32. CSD in Berlin am 19. Juni 2010 - Verleihung des Zivilcouragepreises an Judith Butler und Martin Dannecker

Zum 32. Mal werden Schwule, Lesben, Transsexuelle und Transgender, Inter- und Bisexuelle demonstrativ und voller Stolz fĂŒr ihre Rechte auf die Straße gehen. Der CSD lebt von einer immensen Vielfalt, die in all ihrer Farbenpracht jedoch schwer erahnen lĂ€sst, was es fĂŒr jeden einzelnen bedeutet, gesellschaftlich ausgegrenzt, diskriminiert oder nicht gleichberechtigt behandelt zu werden. Deshalb gilt es auch 2010 den politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen, dieses Jahr erstmals am Brandenburger Tor, mitten im politischen Zentrum Deutschlands. Herzlich willkommen ist jede/r Einzelne, die/ der sich dem Zug durch die Berliner Innenstadt anschließen möchte, Fußgruppen wie WagenteilnehmerInnen, Einzelpersonen wie ZuschauerInnen.

Motto "Normal ist anders" und Leitthema NormalitÀt / NormativitÀt
Das Leitthema NormalitĂ€t / NormativitĂ€t beschĂ€ftigt sich mit der Frage, ob denn Homo-, Bi-, Trans- und IntersexualitĂ€t in die Kategorien normal oder abnormal passen oder passen sollten. Immer wieder wird von der Mehrheitsgesellschaft diese Unterscheidung vorgenommen und damit auch Diskriminierung gegenĂŒber schwulen, lesbischen, bi-, intersexuellen und trans (GLBT) Menschen begrĂŒndet. Einige kurze Beispiele: Warum zahlen Eingetragene LebenspartnerInnen eine höhere Erbschaftsteuer als EhepartnerInnen? Warum werden Transsexuelle gesetzlich gezwungen, sich umoperieren und unfruchtbar machen zu lassen, bevor sie ihren Vornamen und ihr Geschlecht im Pass Ă€ndern können? Warum sind hĂ€ndchenhaltende Hetero-PĂ€rchen romantisch verliebt, aber hĂ€ndchenhaltende Homo-PĂ€rchen ekelhaft pervers? Aber auch innerhalb der Community finden sich Vorurteile und normativer Druck, wie Schwule und Lesben zu sein haben, um als "ganz normal" schwul oder lesbisch zu gelten. Bisexuelle gelten vielen als unentschlossen oder verkappt homosexuell. Trans- und Intersexuelle werden auch innerhalb der Community oft rundum als "abnormal" abgelehnt.

Verleihung des Zivilcouragepreises 2010
Zum 10. Mal werden im Rahmen des CSD Finales am Brandenburger Tor die Zivilcouragepreise verliehen, die Personen und Einrichtungen auszeichnen, die sich fĂŒr die Belange von Minderheiten in besonderem Maße eingesetzt haben. PreistrĂ€ger sind in diesem Jahr:

Judith Butler
Die Theorien der Literaturwissenschaftlerin und brillanten Philosophin sind in den letzten 19 Jahren zur Popkultur geworden. Ihre zentralen Theorien beziehen sich auf Macht, SexualitĂ€t, Geschlechter und IdentitĂ€t. Sie hat den Weg fĂŒr die Queer-Theory geebnet, indem sie eine grundsĂ€tzliche Kritik an der SelbstverstĂ€ndlichkeit der HeterosexualitĂ€t formulierte. Sie entlarvte die Strategien des Feminismus als halbherzig. Und sie setzte sich unĂŒberhörbar gegen die Kriegspolitik der letzten US-Regierung ein. GegenwĂ€rtig kreisen ihre Theorien auch um die Frage, wie queere Politik aussehen im Rahmen der Friedensbewegung aussehen könnte.
Lesen Sie auch unsere Rezension zu Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen und Krieg und Affekt von Judith Butler
Martin Dannecker
Sein Standardwerk "Der gewöhnliche Homosexuelle" umfasst 393 Seiten. Er hat viele junge MĂ€nner mit seiner Unterschrift vor dem Wehrdienst bewahrt und einem jungen Filmregisseur seine Standpunkte ins Drehbuch diktiert: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt". hieß der Film. Als er seine HomosexualitĂ€t entdeckte, beschloss er, selber eine Studie ĂŒber HomosexualitĂ€t durchzufĂŒhren. 15 Jahre vergingen, bis der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker und der Psychoanalytiker Reimut Reiche ihre wegweisende Studie ĂŒber den gewöhnlichen Homosexuellen veröffentlichten. Prof. Dr. phil. Martin Dannecker gilt heute als einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der mĂ€nnlichen HomosexualitĂ€t und geistiger Vater der deutschen Schwulenbewegung.

"Diese PreistrĂ€ger sind in herausgehobener Weise geeignet das Motto "Normal ist Anders!" durch ihre Persönlichkeit zu reprĂ€sentieren. Martin Dannecker ist einer der GrĂŒndervĂ€ter fĂŒr die 2. deutsche Schwulenbewegung. Judith Butler steht global fĂŒr eine grundlegende Kritik an der Norm der HeterosexualitĂ€t. Beide haben NormalitĂ€t verĂ€ndert, wie kaum ein/e Andere/r.", so die VeranstalterInnen des CSD Berlin zu Ihrer Entscheidung.

Die Route am CSD
Der 32. CSD Berlin endet in diesem Jahr erstmals am Brandenburger Tor und hĂ€tte sich keinen besseren Ort fĂŒr seine politischen Forderungen aussuchen können.
Startpunkt: 13 Uhr - KurfĂŒrstendamm / Ecke Joachimsthaler Strasse
Route: Wittenbergplatz - Nollendorfplatz - Einemstraße - LĂŒtzowplatz - Klingelhöferstraße - HofjĂ€gerallee -SiegessĂ€ule - Straße des 17. Juni - Brandenburger Tor.
Abschlusskundgebung: ab ca. 17:30 Uhr

Berlin Pride Festival
Was der CSD zum Höhepunkt bringt, leitet zuvor das dreiwöchige Berlin Pride Festival vom 01.- 20. Juni 2010 ein. Das Festival ergĂ€nzt die "heiße" Phase der Pride Week zwischen lesbischschwulem Stadtfest und der CSD-Parade. Das grĂ¶ĂŸte schwullesbische Kulturfestival Europas bietet ein abwechslungsreiches und hochwertiges Programm mit vielfĂ€ltigen Veranstaltungen aus Comedy-, Kabarett- und Theaterabenden, Diskussionen, Workshops, einem Fußballevent sowie auch Konzerten und natĂŒrlich jede Menge Partys.

Starke PartnerInnen, die dies unterstĂŒtzen, sind etwa: Friedrichstadtpalast, TIPI-Zelt am Kanzleramt, BKA-Theater, Bar jeder Vernunft, Schwules Museum, JĂŒdisches Museum, LSVD, Regenbogenfonds e.V., Pink Ballroom, Initiative Queer Nations und viele mehr.



18. Lesbisch-Schwules Stadtfest Berlin am Wochenende des 12. Juni
Unter dem Motto "Gleiche Rechte fĂŒr Ungleiche" veranstaltet der Regenbogenfonds e.V. zum 18. Mal Europas grĂ¶ĂŸtes Lesbisch-schwules Stadtfest im traditionellen Homo-Kiez am Nollendorfplatz in Schöneberg. Auf 20.000 mÂČ prĂ€sentieren sich in der Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstrasse die sechs Stadtfest-Welten: "Sportwelt", "Radiowelt", "Reisewelt", "Filmwelt", "Aidswelt" und "Politikwelt" sowie das breite Spektrum lesbischer, schwuler, bisexueller und transidentischer Projekte, Vereine und Organisationen.

Neben den zahlreichen Info- und VerkaufsstĂ€nden gibt es ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot. Und fĂŒr Unterhaltung sorgen an beiden Tagen fĂŒnf BĂŒhnen: die "Connection-" mit House und Techno, die "Disco-Kugel", "Queere Medien" mit einem Mix der lesbischwulen Kleinkunstszene sowie die "FrauenbĂŒhne".
Der Publikumsmagnet des Stadtfestes ist jedoch die HauptbĂŒhne Eisenacher- / Ecke Fuggerstrasse! Und zu den absoluten Höhepunkten gehört auch in diesem Jahr wieder die Promi-Talkshow "Das wilde Sofa". Gerhard Hoffmann und Biggy van Blond prĂŒfen hier tĂ€glich von 15 bis 16 Uhr ihre GĂ€ste aus Politik und Kultur auf Herz und Nieren. Im Anschluss an "Das wilde Sofa" ist >Samstag bis 23 Uhr und Sonntag bis 22 Uhr ein buntes Programm von Rock bis Pop angesagt.
Über 100 Projekte, Organisationen und Parteien nehmen dieses Jahr am Lesbisch-schwulen Stadtfest teil und machen es zum grĂ¶ĂŸten Schaufenster der Community!

Die Termine:

  • Rathaus Schöneberg zeigt Flagge!
    Zum 15. Mal werden in diesem Jahr wieder vor dem Schöneberger Rathaus die Regenbogenfahnen anlÀsslich des Lesbisch-schwulen Stadtfestes und des Christopher-Street-Days wehen!
    Flaggen hissen: Donnerstag, 10. Juni um 11 Uhr am Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz

  • Das Fest der Liebe
    Samstag, 12. Juni von 11 Uhr bis 24 Uhr
    Sonntag, 13. Juni von 11 Uhr bis 22 Uhr

  • Klaus Wowereit und Elisabeth Ziemer eröffnen das Stadtfest
    Samstag, 12. Juni um 16 Uhr auf der HauptbĂŒhne

  • Das wilde Sofa - die Promi-Talkshow: Glaube Liebe Hoffmann
    Samstag, 12. Juni von 15 bis 16 Uhr auf der HauptbĂŒhne
    Gerhard Hoffmann prĂŒft seine GĂ€ste auf Herz und Nieren, eingeladen sind:
    Frank-Walter Steinmeier (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion), Carola Bluhm (Senatorin fĂŒr Integration, Arbeit und Soziales, Die Linke) und Rosa von Praunheim (Filmregisseur und Autor)

  • Verleihung des "Rainbow-Award 2010" an den Rechtsanwalt und Notar Dirk Siegfried
    Samstag, 12. Juni um 16 Uhr auf der HauptbĂŒhne

    Das BĂŒhnenprogramm des Stadtfestes finden Sie unter www.regenbogenfonds.de

    Das komplette Programmheft fĂŒr das 18. Lesbisch-schwule Stadtfest steht zum Download unter www.regenbogenfonds.de zur VerfĂŒgung

    Weitere Informationen finden Sie unter: www.csd-berlin.de

  • Kultur Beitrag vom 12.05.2010 AVIVA-Redaktion 





      © AVIVA-Berlin 2018 
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken