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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 18.03.2003

Ist sie schwer depressiv oder au├čer sich vor Gl├╝ck?
Meike B├Âlts

Die Gruppe SCH├ľPFWERK und die Sophiens├Žle produzieren die deutsche Erstauff├╝hrung von Esther Gerritsens Hausfrau.



"Sie spricht mit ihren Kartoffeln, ihre K├╝chenger├Ąte haben Kosenamen, ihre Partner f├╝r den Tag sind der perfide Quizmaster und der liebensw├╝rdige Moderator einer integeren Talkshow. Aber nur f├╝r den Tag, denn abends, punkt halb sechs kommt er in die Tiefgarage gefahren: ihr Cowboy. Yippiyippiyeah."

Hausfrau, das ist ein Monolog über die Sehnsüchte, Ängste und Triebe einer scheinbar ganz normalen Frau. Die Hausfrau ist vernünftig und hat sich in ihrem unscheinbaren, unaufgeregten Leben eingerichtet. Die Verantwortung für ihr Leben hat sie abgegeben - an ihren Mann.

Doch der Dauerzustand der Zufriedenheit tr├╝gt: Mit der Verantwortung hat sie auch ihr eigenes Leben abgegeben. Dieses will sie zur├╝ck. Sie sehnt sich nach Ekstase, nach Lust und nach Neuem. Sie wird ein Macho und erntet Hass, Wut und Aggression.

Esther Gerritsen aus Amsterdam ist eine der wichtigsten jungen Dramatikerinnen der Niederlande und hat mit Hausfrau ein St├╝ck ├╝ber die Aufopferung, Duldung und Gl├╝ck und Selbsterfahrung geschrieben. Wir werden nicht linear durch die Geschichte gef├╝hrt sondern bekommen neun unterschiedliche Blicke auf die Protagonistin in einzelnen Segmenten. Strukturiert wird der Abend durch Musik, die von der Atonalit├Ąt von K├╝chenger├Ąten bis zu Geigen und Klarinetten reicht.



Esther Gerritsen: Hausfrau
Premiere: 20. M├Ąrz 2003, 20 Uhr im Foyer

Weitere Vorstellungen: 21. und 22. M├Ąrz 2003
sowie April, Mai und Juni 2003
Regie: Rogier Hardemann
Musik: Fred Kallemein
Mit: Frederike Haas
Infos und Karten unter www.sophiensaele.com
oder per Mail unter karten@sophiensaele.com

Kultur Beitrag vom 18.03.2003 AVIVA-Redaktion 





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