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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 30.03.2005

barfuss - Wie weit gehst du, wenn du verliebt bist
Tina Kosleck

Die aus der Nervenklinik entflohene Leila begibt sich in Nicks Obhut und reist mit ihm quer durch die Republik. Ein Til-Schweiger-Film durch und durch: Hauptrolle, Buch, Regie, Produktion.



Nach "Knockin´ on Heaven´s Door" wieder ein Til-Schweiger-Roadmovie. Diesmal nicht zwei Todkranke on the road, sondern eine Nervenkranke und ihr Held. Leila (Johannna Wokalek) lebt seit dem Tod ihrer Mutter, die sie zu Hause gefangen gehalten hatte, in einer psychiatrischen Klinik. Nick (Til Schweiger) hat gerade mal wieder einen Job von seinem Arbeitsvermittler zugeschoben bekommen: Putzmann in eben jener Klinik. Den Job behält er nur ein paar Minuten, doch Leila, die er vor dem Selbstmord bewahrt, will Nick nicht mehr einfach so gehen lassen und begleitet ihn auf dessen Reise quer durch die Republik zur Hochzeit seines versnobten Bruders (Steffen Wink) mit Nicks eigener Ex (Alexandra Neldel). Leila reist übrigens ausschließlich "barfuss", daher also der Titel des Films. Und was warten da nicht alles für aufregende und lustige Erlebnisse auf dieser Reise! Fast möchte man vor Peinlichkeit den Kopf unter den Kinosessel stecken, wenn Leila für eine Prostituierte gehalten wird und mit Unschuldsmiene in die Luft "bläst". Ist das nur einen Deut besser als jede Comedy im Privatfernsehen? Und ein Happy End? Na, wozu groß Psychotherapie - ein paar Tage mit Nick und schon ist Kuscheln doch ganz schön und Leilas durch Berührungen hervorgerufene Panikanfälle fast vergessen.

Ein bisschen Drama, ein bisschen Gefühl, ein bisschen "Rainman" - ein bisschen Anspruch in die Komödie. Tolles Erfolgskonzept, wird Til Schweiger sich gedacht haben. Dabei bleibt "Barfuss" mit dem ach so gefühligen Untertitel "Wie weit gehst du, wenn du verliebt bist?" doch einfach eine Komödie. Und das auch noch leider ziemlich platt. Die aus der psychiatrischen Klinik geflohene Leila trägt dabei zu vielen Schenkelklopfer bei. Mit dem schönen Sprichwort "Kinder und Narren sprechen immer die Wahrheit" lässt sich aber hier auch aus dem Vollen schöpfen! Die Nebenfiguren sind von der gestrengen Leiterin der Klinik (Imogen Kogge) bis zu Nicks stinkreichem Stiefvater (Michael Mendl) ausnahmslos total überzeichnet, was die Geschichte ebenso wirklichkeitsfremd scheinen lässt, wie so manche Begebenheit: So setzt Leila einen Wagen durch ein ganzes Gebäude hindurch, ohne dass der Wagen übergroßen Schaden davon trägt. Nein - der lässt sich danach sogar noch verkaufen!

Welchen Zweck das ausgeklügelte Lichtkonzept erfüllen sollte, das den ganzen Film in leichte Brauntöne taucht, konnte sich mir nicht erschließen. Auch die Filmmusik, die mehr und weniger bekannte Titel sehr häufig, sehr laut zwischen die Szenen dröhnt, hilft nicht weiter. Nein, dieser Film rockt nicht!

AVIVA-Tipp: Nur für Fans deutscher Komödien oder Til Schweigers. Ein junges Pärchen ein paar Sitze neben mir hat sich zumindest köstlich amüsiert.

Zu Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin:
Til Schweiger
spielte seit seinem Filmdebüt "Manta, Manta" (1991) in zahlreichen deutschen und auch einigen US-amerikanischen Filmen. Seinen Durchbruch als Kinoschauspieler feierte er mit "Der bewegte Mann" (1994). "Barfuss" ist nach "Der Eisbär" (1998) der zweite Film, in dem er Regie führte.
Johanna Wokalek ist seit ihrer Ausbildung am Max-Reinhard-Institut in Wien sowohl als Theater- als auch als Filmschauspielerin zu sehen. Für ihre Rolle in "Hierankl" (2003) erhielt sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin und wurde beim Deutschen Filmpreis 2004 als beste Hauptdarstellerin nominiert.


AVIVA-Berlin verlost je 3 Original-Soundtracks und Girls-T-Shirts. Bitte nennen Sie uns drei Rollen, in denen Johanna Wokalek brillierte und senden Sie bis zum 20.04.05 eine eMail an folgende Adresse: gewinnspiel@aviva-berlin.de





barfuss
Regie: Til Schweiger

DarstellerInnen: Til Schweiger, Johanna Wokalek, Steffen Wink, Michael Mendl, Nadja Tiller u.a.
Deutschland, 2005
Dauer: 112 Minuten
Kinostart: 31. März 2005

Kultur Beitrag vom 30.03.2005 AVIVA-Redaktion 





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