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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.09.2004

Black Atlantic
AVIVA-Redaktion

Das Haus der Kulturen der Welt lockt mit Konzerten, Tanz-Performances, Lesungen, Filmen und Workshops rund um die Schwarzen Kulturen.



Die Schwarzen Kulturen haben die globalen Entwicklungen der Kunst und die populären Trends - in Musik und Tanz, in Bildender Kunst und Literatur - wesentlich geprägt. Mit einer Reihe von Konzerten, Multimedia-Installationen, Lesungen, Diskussionen, Filmen und Workshops werden die Dynamik, die Vernetzungen und Wanderungen der Schwarzen Kulturen zwischen drei Kontinenten vom 17. September bis 15. November 2004 zu erfahren sein.

Künstlerische Sprachen und Formen sind zu erleben, die aus der halb-erinnerten Geschichte von Verschleppung, Sklaverei und Rassismus, aus der Auseinandersetzung mit Traumata, Verboten und Ausgrenzung entstanden. Sie bilden ein Gewebe von Gegen-Geschichte und Gegen-Geschichten zur eurozentristischen Historiografie und sie schaffen neue Kunstbegriffe. Sie bekräftigen immer wieder die "dissidenten Identitäten" Schwarzer Kultur, wie der Theoretiker des "Black Atlantic" Paul Gilroy betont, mit dem das Programm entwickelt wurde.

Benannt ist das Projekt nach dem einflussreichen Buch "The Black Atlantic", in dem Gilroy das vielschichtige Beziehungsgeflecht der afrikanischen Diaspora zwischen Afrika, Amerika und Europa und ihre Gegenentwürfe zur westlichen Moderne beschreibt.

Im Zentrum des Programms steht die Musik, die Klanglandschaften des Black Atlantic. Ihre Rhythmen sind Spiegel der afrikanischen Vergangenheit, der Sklavengeschichte und identätsstiftenden Überlieferung.
Heute bestimmen sie die aktuelle Pop-Kultur. Das Projekt "Congo Square" des Jazz-Gitarristen Jean-Paul Bourelly, benannt nach dem historischen Treffpunkt der Sklaven von New Orleans, macht mit Jam-Sessions internationaler Größen Schwarzer Musik den für das Projekt grundlegenden Gedanken des transnationalen Austauschs hörbar.

Außerdem findet eine Reihe von herausragenden Konzerten statt. So zeichnen etwa die neue Stimme Brasiliens Virginia Rodrigues, der grammy-prämierte kubanische Jazzpianist Gonzalo Rubalcaba, die Dub-Poetry-Legende Linton Kwesi Johnson oder Jazz Jamaica die Kartographie eines imaginären Kontinents aus sich ständig verändernden Einflüssen.

Das Programm Black Atlantic zeigt ebenso große multimediale Installationen von Isaac Julien, Keith Piper, Lisl Ponger und Tim Sharp. Ein neues Performance-Projekt des Tänzers und Choreografen Ismael Ivo spürt der Erinnerung an die transatlantischen Bezüge der Schwarzen Geschichte Brasiliens nach. Die Auswirkungen imperialer Macht und kolonialer Beziehungen auf die moralische und politische Vorstellungswelt des modernen Europa und besonders Deutschlands werden in einem intensiven Konferenz-, Diskussions- und Lesungsprogramm thematisiert.

Strukturiert wird Black Atlantic durch drei "Plattformen", die für 7-10 Tage interdisziplinäre Foren des intensiven, kreativen Austauschs zu jeweils einem bestimmten Themenfeld bilden - verbunden durch die Ausstellung bildender Kunst und die Konzertreihe. Hier treffen sich unterschiedliche Diskurse und künstlerische Ausdrucksformen, Generationen und gesellschaftliche Gruppen. Konzipiert wurden die Plattformen von Paul Gilroy und zwei Expertinnen Schwarzer europäischer Geschichte: der Historikerin Tina Campt und der Filmemacherin und Historikerin Fatima El-Tayeb.

Black Atlantic - Eröffnung
16. September 2004, 19.00 Uhr

Die Begegnungen am Eröffnungsabend erschließen - wie das ganze erste Wochenende - den Blick in den Raum des Black Atlantic, in die Geschichten der Klänge, die Hintergründe von Bildern und Erzählungen.
Mit Paul Gilroy, Soziologe und Kulturwissenschaftler von der Yale University, Edouard Glissant, Soziologe, Philosoph und Schriftsteller, New York, Paris/Fort-de-France, der kubanischen Schriftstellerin Nancy Morejón und mit einem Video von Keith Piper: "Go West Young Man", der brasilianischen Jazz-Sängerin Othella Dallas und einer Performance von Ismael Ivo.
Eintritt frei.

Mehr zu Black Atlantic unter:www.blackatlantic.com.

Black Atlantic wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.



In Kooperation mit kunstherbst 04:
Die Publikation zum Festival:
Der Black Atlantic
Haus der Kulturen der Welt
Texte in Deutsch
Broschur, ca. 440 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 3-9808851-5-1
23 Euro, im Shop des Hauses während der Ausstellung 20 Euro
Erscheint Mitte September 2004
www.hkw.de/de/shop/kataloge

Black Atlantic
Im Haus der Kulturen der Welt

17. September bis 15. November 2004
John-Forster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin-Tiergarten
www.hkw.de

Eröffnung: 16. September, 19 Uhr
Festivalpass 60 Euro, ermäßigt 50 Euro www.hkw.de/de/programm

Kultur Beitrag vom 09.09.2004 AVIVA-Redaktion 





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