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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 22.09.2004

In The Cut - Aufschneider
Anne Winkel

Ein beobachteter Sexualakt, ein Mord, ein undurchsichtiger Detective. Meg Ryan in einem Thriller von Jane Campion. AVIVA-Berlin verlost den Roman von Susanna Moore.



Frannie Avery (Meg Ryan) ist Dozentin für Literatur an der New York University. Ihrem sexuell unerfüllten Leben setzt die Single-Frau ihre Leidenschaft für die Poesie entgegen. Wann immer Frannie einen interessanten Vers liest oder hört, schreibt sie ihn auf und heftet die Notizen an ihre Wohnungswand. Als in ihrer Nachbarschaft eine junge Frau brutal ermordet wird, trifft Frannie auf den ermittelnden Detective Malloy (Mark Ruffalo). Angezogen von Malloys herber Männlichkeit beginnt die Mittdreißigerin eine Affäre mit dem abgehärteten Cop, obgleich sie sich sicher ist, ihn bereits zu kennen. Der Polizist hat ein Tattoo, das Frannie bereits bei dem Mann gesehen hat, den sie im Keller einer Bar mit dem späteren Mordopfer beim Oralsex beobachtet hat...

Trotz vier zwielichtiger männlicher Charaktere ist die Identität des Mörders weniger schwer zu durchschauen als Hintergrundmusik, wechselnde Einstellungsschärfen und Agieren der Schauspieler glauben lassen wollen. Neben Malloy kämpfen um Frannies Gunst der etwas exzentrische Ex-Liebhaber James Graham (Kevin Bacon), der weit überzeugender als die Hauptdarsteller Meg Ryan und Mark Ruffalo agiert), der aufdringliche Student Cornelius Webb (Sharrieff Pugh) und Detective Rodriguez (Nick Damici), Malloys Partner und Polizist im Innendienst.

"In The Cut" kontrastiert verschiedene Lebensweisen. Die sexuell introvertierte, sprachgewandte und -fixierte Literaturwissenschaftlerin taucht ein in eine Welt, die sie sonst nur als Gegenstand ihres geplanten Buches betrachtete oder durch ihre Halbschwester Pauline (Jennifer Jason Leigh) miterlebte. Der Film orientiert sich stark an der Romanvorlage, Dialoge wurden unverändert übernommen, mit Ausnahme einiger Auslassungen, bedingt durch die generell kürzere Erzählzeit eines Films. Einzig die Umgestaltung des Schlusses ist ein großer Schritt weg von der literarischen Konzeption. Es bleibt die Frage, ob diese fundamentale Abweichung auf der Eigenständigkeit und den spezifischen Kommunikationsmöglichkeiten des Mediums Film beruht (ist das Ende visuell nicht zumutbar?), eine andere Autorenintention transportiert oder schlichtweg als Mutlosigkeit zu interpretieren ist. Eine interessante Ausweitung des Romans ist das Schuhmotiv. Frannie ist zunächst nur noch auf einem Absatz, dann (wie auch im Buch) nur mit einem Schuh und schließlich barfuß zu sehen.

Der Film ist von Regisseurin Jane Campion im Stil des 1970er Jahre Film-Noir-Klassikers "Klute" (Alan J. Pakula, 1971) kunstvoll inszeniert. Wechselnde Nah- und Tiefenschärfe, disharmonische Klänge, Umschwünge von Stille, Sirenen der New Yorker Straßen und Nachtclubmusik. Wenn allerdings komisch-makabre Züge eingeflochten werden, scheint die Orientierung am Genre unpassend-befremdlich.

Jane Campion gelangte zu internationalem Ansehen mit ihrem preisgekrönten (u.a. drei Oscars und die Goldene Palme von Cannes) Film "The Piano".
Die gebürtige Neuseeländerin graduierte mit dem "Bachelor of Arts in Anthropologie" an der "Victoria University" und schloss einen Diplomstudiengang der Feinen Künste an der "Chelsea School of Arts" in London ab. Des Weiteren studierte sie Malerei an einer Kunst- und Filmhochschule. Bereits Campions Regiedebüt "Peel" wurde mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnet.

AVIVA-Tipp: Ein formal-ästhetisch ansprechendes Kunstwerk, (psycho)logisch aber weniger überzeugender Film.


AVIVA-Berlin verlost 10x den Bestseller aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag. Bitte nennen Sie uns einen weiteren Titel aus der Feder von Susanna Moore und senden uns bis zum 15.10.04 eine eMail an folgende Adresse: gewinnspiel@aviva-berlin.de





In The Cut

USA, 118 Minuten
Regie: Jane Campion
Basierend auf dem Roman von Susanna Moore
DarstellerInnen: Meg Ryan, Mark Ruffalo, Jennifer Jason Leigh, Kevin Bacon, Nick Damici, Sharrieff Pugh
Kinostart: 30. September 2004

Kultur Beitrag vom 22.09.2004 AVIVA-Redaktion 





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