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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 06.04.2004

Marlene im Renaissance-Theater
Anne Winkel

Vom 10. - 24. April 2004 schl├╝pft Judy Winter noch einmal in die Rolle der gro├čen Diva. Am 12. April 2004 findet die 500. Vorstellung statt. Ein St├╝ck von Pam Germs und Volker K├╝hn



"Verrucht-mond├Ąn", "glamour├Âs", "unabh├Ąngig und selbstbewusst". Das ist der Mythos Marlene Dietrich. Seit Juni 1998 widmet das Berliner Renaissance-Theater der international anerkannten Diva ein eigenes St├╝ck.
"Marlene" ist die bislang "erfolgreichste Produktion des Renaissance-Theaters und f├╝r Judy Winter die Rolle ihres Lebens".

Seit ihrer Ausreise hatte Marlene Dietrich ein ebenso gespaltenes Verh├Ąltnis zu Deutschland, wie die Deutschen zu ihr. Man warf dem Star vor, sich des Landesverrats schuldig gemacht zu haben. Marlene Dietrich lehnte auch nach Entmachtung der Nationalsozialisten eine R├╝ckkehr in ihr Heimatland ab. Zu b├╝rgerlich-brav erschien ihr die neue Adenauer-Regierung. Statt dessen behielt sie die 1939 angenommene amerikanische Staatsb├╝rgerschaft. W├Ąhrend des Dritten Reichs hatte Marlene sich strikt gegen eine Instrumentalisierung als nationalsozialistisch-deutsches Aush├Ąngeschild zur Wehr gesetzt. Angebote Goebbels, f├╝r jeden Film 200.000 Reichsmark einzustreichen und au├čerdem v├Âllige Freiheit bei Themen-, ProduzentInnen- und RegisseurInnenwahl zu erhalten, lehnte sie ab.

Dennoch blieb Marlene Dietrichs Liebe zur Stadt Berlin ungebrochen - wehm├╝tig sang sie "Ich hab┬┤ noch einen Koffer in Berlin". Im Fr├╝hjahr 1960 trat sie im Titania-Palast erstmals wieder auf. Lange hat es gedauert bis die 1992 verstorbene Marlene Dietrich die ihr zustehende (posthume) Ehrung erh├Ąlt. Erst 1997 wurde in Mitte ein Platz nach ihr benannt. Im gleichen Jahr brachte die Post eine Briefmarke mit ihrem Bildnis heraus. Als f├╝nfte Frau wurde die Dietrich 2002 in den Kreis der 111 Ehrenb├╝rgerInnen von Berlin aufgenommen (ein Status, der sonst nur noch lebenden Pers├Ânlichkeiten zusteht).

"Was ist Glamour" fragte sich der erfolgreiche Film- und Showstar. Die Antwort formulierte sie selbst: "Niemand hat dieses Wort erkl├Ąrt. Es ist ein Begriff von Pers├Ânlichkeit, oft Sch├Ânheit, auf alle F├Ąlle von Autorit├Ąt". Im Renaissance-Theater wird der Glamour des "Blauen Engels" auf die B├╝hne zur├╝ckgeholt. Judy Winter kost├╝miert sich unter anderem mit jenem modischen Wagnis, das in der ganzen Welt f├╝r Aufregung sorgte: ein perlenbesetztes, hautfarbendes Kleid vermittelt den Eindruck, Marlene (oder Judy) trage nur Perlen auf ihrer nackten Haut.

Das Publikum jedenfalls ist ├╝berzeugt von Judy Winters 95min├╝tiger Interpretation der Ikone Marlene. Nicht nur in Berlin, sondern auch im deutschsprachigen Ausland und sogar in Japan feiert man die Auff├╝hrung mit einem frenetischen Schlussapplaus. Pam Germs "historisch-musikdramatische Revue" wurde 1997 in London uraufgef├╝hrt.


Marlene
von: Pam Gems/Volker K├╝hn
mit: Judy Winter, Ulrike Jackwerth
am Fl├╝gel: Adam Benzwi
Regie: Dietmar Pflegerl
B├╝hnenbild und Kost├╝me: Dieter Kla├č
Spieldauer: ca. 1 Stunde 45 Minuten

10. bis 24. April 2004
12. April: 500. Vorstellung

Renaissance-Theater Berlin
Knesebeckstra├če 100
10623 Berlin
Kartentelefon: +49 (30) 312 42 02
Karten und Informationen unter www.renaissance-theater.de


Kultur Beitrag vom 06.04.2004 AVIVA-Redaktion 





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