Mambo Italiano - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

WOHNE LIEBER UNGEW├ľHNLICH Die Pariserin ÔÇô Auftrag Baskenland VOM BAUEN DER ZUKUNFT ÔÇô 100 JAHRE BAUHAUS
AVIVA-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 21.06.2004

Mambo Italiano
Tatjana Zilg

Turbulente Kom├Âdie ├╝ber eine italienische Einwandererfamilie in Kanada. Sohn Angelo ist schwul und ├╝berrascht die Familie mit dem Outing. F├╝r die konservativen Eltern ein tiefsitzender Schock



Der Sohn verl├Ąsst mit 29 Jahren die m├╝tterliche F├╝rsorglichkeit und die v├Ąterliche Autorit├Ąt, um endlich in die eigene Wohnung zu ziehen - die meisten Eltern w├Ąren gl├╝ckselig. F├╝r Maria (Ginette Reno) und Gino Barberini (Paul Sorvino) ist der Auszug ihres Spr├Âsslings Angelo (Luke Kirby) eine Katastrophe, denn sie sind Italiener. Die einzig anerkannte M├Âglichkeit, dem Elternhaus den R├╝cken zuzukehren, ist die Heirat. Doch daran denkt Angelo nicht. Als er seinen Schulfreund Nino (Peter Miller) wiedertrifft, beginnt zwischen den beiden eine innige homosexuelle Beziehung.

F├╝r die Barberinis ist das Outing von Angelo eine Ungl├╝cksbotschaft hohen Grades. Die Familie wanderte in den f├╝nfziger Jahren nach Kanada aus, wurde dort aber nie richtig heimisch. Im italienischen Viertel leben sie unter der Anteilnahme, aber auch der mi├čtrauischen Beobachtung ihrer NachbarInnen. Die Werte und Normen der Heimat bekommen st├Ąrkere Bedeutung als zuvor. Angelo und seine ├Ąltere Schwester Anna (Claudia Ferri) werden wohlbeh├╝tet, aber streng erzogen.

Aus der Perspektive von Angelo wird die kleine Welt des italienischen Viertels humorvoll und sensibel beschrieben. Ist zur Zeit des Auszuges die Erz├Ąhlung von Angelo noch ├╝berkritisch, so wird sie im Laufe der Handlung zunehmend liebevoll. Ihm wird bewu├čt, wie viel die Eltern ihm an W├Ąrme und Lebenserfahrung mitgegeben haben.

Der sanfte, aber rebellische Angelo durchbricht mit seinem radikalen Outing die Scheinheiligkeit der traditionellen Werte. Aber er muss f├╝r das Leben ohne L├╝ge einen hohen Preis zahlen: Sein Partner Nino ist nicht bereit, das Risiko, als Schwuler ausgegrenzt zu werden, auf sich zu nehmen. Er verl├Ąsst Angelo und beginnt eine Beziehung mit der rassigen Pina (Sophie Lorain), die er - auf Druck seiner Mutter - heiratet.

Der Blick auf die M├Âglichkeiten, die in Montreal f├╝r Schwule au├čerhalb des italienischen Viertels zu finden sind, hilft Angelo bei der ├ťberwindung seiner Krise. Auch wenn einige seiner Selbstfindungsversuche kl├Ąglich scheitern, wie sein ehrenamtliches Engagement bei der Gay Helpline, einer telefonischen Krisenberatung. Denn als Italiener sind ihn die Feinheiten des Aktiven Zuh├Ârens unverst├Ąndlich. Aber er lernt dort den Kanadier Peter (Tim Post) kennen und lieben. Nat├╝rlich halten es die Eltern Barberini es letztlich nicht ohne ihren Sohn aus. Als Angelo sich zum Vers├Âhnungsangebot durchringt, nehmen sie es erleichtert und froh an.

Regisseur ├ëmile Gaudreault adaptierte gemeinsam mit dem Autor Steve Galluccio dessen gleichnamiges B├╝hnenst├╝ck f├╝r die Kinoleinwand. Entstanden ist eine feinsinnige und raffinierte Kom├Âdie.

Steve Galluccio ist selbst dreisprachiger Kanadier. Seine italienischen Wurzeln sind fest im Herzen von Montreals Little Italy verankert. F├╝r sein Drehbuch griff er auf Situationen aus seinem Leben zur├╝ck, auf am├╝sante Anekdoten, Gespr├Ąche und Erinnerungen an melodramatische Tanten, Onkel und Gro├čeltern. "Und meistens waren sie sich nicht einmal bewusst, dass sie witzig waren", sagte Galluccio.
"Sie waren einfach Naturtalente."

Aviva-Tipp: In Kontinuit├Ąt zu dem Welthit "My Big Fat Greek Wedding" bietet die Kom├Âdie eine temporeiche, charmante und liebevolle Innensicht der Generationskonflikte in Einwandererfamilien.


Regie: Émile Gaudreault
Drehbuch: Steve Galluccio und Émile Gaudreault
Produktion: Denise Robert, Daniel Louis
DarstellerInnen: Luke Kirby, Ginette Reno, Paul Sorvino, Mary Walsh, Sophie Lorain, Claudia Ferri, Peter Miller, Pierrette Robitaille, Lou Vani, Tim Post, Michel Perron
Verleih: Twentieth Century Fox Of Germany
Kinostart (Deutschland):24.06.2004 Deutschland
(FSK):Freigegeben ab 6 Jahren
www.mamboitaliano-derfilm.de


Kultur Beitrag vom 21.06.2004 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken