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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 10.05.2005

Jena Paradies
Christiane Sanaa

In der idyllischen Landschaft Th├╝ringens l├Ąuft das Leben der allein erziehenden Jeanette und ihrem Sohn trostlos vor sich hin. Unerf├╝llte Sehns├╝chte und Unzul├Ąnglichkeiten treiben seltsame Bl├╝ten.



Jeanette lebt allein mit ihrem Sohn Louis in Jena. Ihr Leben wird von ihren Pflichten als Mutter und ihrer Arbeit bestimmt, die ihr wenig Freiraum f├╝r eigene W├╝nsche lassen. Vom Vater fehlt jede Spur und zu ihrer eigenen Familie hat sie den Kontakt abgebrochen. Weder sie noch ihr Sohn haben FreundInnen, die ihre isolierte Lebenssituation ein wenig auflockern w├╝rden. Die Stadt hat zudem an kulturellen Aktivit├Ąten nicht mehr zu bieten als den Fu├čballplatz.

Hier arbeitet Harry, ebenfalls eine trostlose Figur. Er ist ein ├Ąu├čerst gewissenhafter Platzwart, der nur f├╝r seine Faszination vom Fu├čball lebt. Er will eigentlich Trainer sein, wird aber von den jungen Spielern nicht anerkannt. Sie machen sich ├╝ber sein Engagement lustig, schlie├člich ist der Fu├čball f├╝r sie nur ein Hobby und nicht der Sinn des Lebens. Als sie Harry bei einem entscheidenden Spiel h├Ąngen lassen, bricht sein fragiles Weltbild zusammen.
Jeanettes Sohn Louis mag Harry, der so alt ist wie sein Opa. Er liebt seine Mutter und doch st├Ârt ihn die Einsamkeit ihres Zusammenlebens. Er vermisst einen famili├Ąren Rahmen und eine m├Ąnnliche Figur in seinem Leben und pocht bei der Mutter auf sein Recht, Kontakt zu ihrer Familie zu haben.
Jeanettes Hauptinteresse gilt zun├Ąchst ihrem Sohn, dem sie alles sein will: Mutter, Vater, Familie und Freunde. Da dies unm├Âglich ist, kommt es immer wieder zu mittelschweren Katastrophen mit folgendem schlechten Gewissen - typisch f├╝r die Situation von Alleinerziehenden. Ihre Sehns├╝chte nach einem eigenen Anteil in ihrem Leben werden geweckt, als sie sich in den neuen Nachbarn Philipp verliebt. Diese Beziehung kann zwar die Fixierung auf ihren Sohn l├Âsen, bleibt aber wieder hoffnungslos, denn Philipp ist verheiratet, hat eine Tochter und seine Frau ist schwanger.

Der Deb├╝tfilm von Marco Mittelstaedt taucht in den Mikrokosmos eines an sich beschaulichen Lebens am Rande der th├╝ringischen Stadt Jena ein. Er erz├Ąhlt von Menschen, die aus der Trostlosigkeit der Alltagsroutine ausbrechen wollen, dabei aber immer wieder an ihre eigenen Grenzen sto├čen.

AVIVA-Tipp: Jena Paradies hat kein Happy End und doch entl├Ą├čt er die Zuschauerin nicht v├Âllig frustriert, denn die Figuren kommen in Bewegung und versuchen, sich Perspektiven auf ein erf├╝llteres Leben zu schaffen.


Jena Paradies
Regie: Marco Mittelstaedt
Drehbuch: Karen Matting, Marco Mittelstaedt
DarstellerInnen: Stefanie Stappenbeck, Luca de Michieli, Bruno F. Apitz, Hans-Jochen Wagner, Gitta Schweigh├Âfer
Deutschland 2004, 83 Min.
Dauer: 83 min
Kinostart: 12. Mai 2005
www.jenaparadies.de


Kultur Beitrag vom 10.05.2005 AVIVA-Redaktion 





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