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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 24.06.2003

Mode im Museum
Kirsten Eisenberg

Noch bis zum 13. Juli sind edle Stoffe und elegante Schnitte in der Ausstellung Giorgio Armani in der Neuen Nationalgalerie zu bestaunen



Das Licht ist gedämpft, exotische, leise Klänge sind im Hintergrund zu hören, die Kulisse der Ausstellung kommt in dezentem Graubraun daher. So kommen die Meisterwerke des italienischen Star-Designers Armani voll zur Geltung. Geschickt beleuchtet und in einer einzigen, elegant geschwungenen Linie angeordnet, warten Entwürfe aus den letzten 25 Jahren der Schaffensperiode Armanis auf die BesucherInnen der Ausstellung.

Präsentiert wird männliche und noch mehr weibliche elegante Abend- sowie lässige Tagesgarderobe.

Armani steht vor allem für moderne und dennoch zeitlose Kleidung, die ohne übermäßige Verzierungen, ohne "Schnickschnack" auskommt.
Die persönliche Note ergibt sich aus seinen Inspirationsquellen: der Modeschöpfer liebt Einflüsse aus fremden, orientalischen Kulturen, so dass oft ein Hauch Nordafrika, China oder Indien durchschimmert und in vielen Entwürfen unter anderem der Kimono oder die Pluderhose zu erkennen sind.
Weitere Charakteristika der Mode Armanis sind der androgyne Touch und eher neutrale Farbtöne, vorwiegend Sand, Erdfarben oder "Greige", eine ganz eigene Mischung aus Grau und Beige.

Die Größe der Ausstellung ist angenehm und erlaubt ein gemütliches Vorbeischlendern an den ausgestellten Kreationen, die nur selten von einigen Texttafeln zur Arbeitsweise Armanis unterbrochen sind. An zwei Stellen ermöglichen Modenschau-Filme es, die Kleider nicht nur starr an Kleiderständern hängend, sondern in Bewegung an Models zu sehen.

Julia Roberts, George Clooney, Richard Gere, Winona Ryder - unter den Hollywood-Stars und -Sternchen ist Armani mittlerweile ein Muß geworden, so dass die jährlich Oscarverleihung zum Armani-Laufsteg avanciert ist. Dieser Tatsache wird die Ausstellung mit Filmausschnitten, in denen SchauspielerInnen Armani tragen und mit von Stars getragenen Originalkleidern gerecht.



GIORGIO ARMANI
8.Mai bis 13. Juli 2003

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50, 10785 Berlin
Tel.: 030-2662902
kgm@smb.spk-berlin.de
www.smpk.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr
Montags geschlossen
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro

Kultur Beitrag vom 24.06.2003 AVIVA-Redaktion 





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