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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 22.05.2006

In Transit 06
Tatjana Zilg

Das beliebte internationale Festival pr√§sentiert vom 24.05. bis zum 04.06.06 im Haus der Kulturen K√ľnstlerInnen aus Afrika und Asien, zus√§tzlicher Schwerpunkt: Brasilien als Teil der Copa da Cultura



Bereits zum f√ľnften Mal findet das vom Publikum sehr gut angenommene Festival statt, dessen Ziel es ist, mit Tanz- und Theaterschaffenden aus Kulturen im Um- und Aufbruch einen Ort des Dialogs zu kreieren - In Transit betont den Wandel und die Ver√§nderung. Die direkte √úbersetzung ist Durchreise, Umbruch oder Umschlag.

Dieses Jahr umfasst das qualitativ sehr hochwertige Programm 20 aktuelle zeitgenössische Tanzproduktionen und vier musikalische Ballrooms sowie zahlreiche Diskussionsforen und Lecture Demonstrations im WissensLab Sarat Maharaj.

F√ľr die Er√∂ffnungsveranstaltungen konnten besonders herausragende K√ľnstlerInnenpers√∂nlichkeiten gewonnen werden:
Nicht nur Brasilien-KennerInnen werden sich sehr dar√ľber freuen, am 25. Mai den weltber√ľhmten Popstar und Kulturminister Gilberto Gil im Konzert erleben zu k√∂nnen.
Einen Tag zuvor, am 24. Mai wird der 1. Teil von "Cursive: A Trilogy" im Haus der Berliner Festspiele aufgef√ľhrt. Die dreiteilige Produktion des Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan basiert auf der Philosophie des Kalligraphierens, einer in China √ľber Jahrtausende hinweg entwickelten, hochabstrakten Kunst zwischen Schrift und Malerei. T√§nzerInnen schreiben mit ihren K√∂rpern, K√∂rper verwandeln sich in tanzende Zeichen, die B√ľhne wird zur Leinwand der Choreographie. Konzentrierte Stille, poetisch-sch√∂ne Bilder und immerzu flie√üende Bewegungen zeichnen dieses einmalige Opus Magnum aus und zeigen den Choreographen Lin Hwai-min auf dem H√∂hepunkt seines Schaffens.

Im Zentrum der von In Transit vorgestellten St√ľcke steht der virtuose, aber auch der zerbrechliche, der verwundete K√∂rper.

Aus Brasilien wurden K√ľnstlerinnen eingeladen, die sich diesem Thema auf experimentell-radikale Weise n√§hern:
Die Choreografin Lia Rodrigues konfrontiert das Publikum mit der ambivalenten Lust am Betrachten von (inszenierter) Gewalt. Inspiriert von Susan Sontags Essay "Das Leiden anderer betrachten" (2003) steigern sich in "Incarnat" neun TänzerInnen in einen Zustand höchster körperliche Intensität. Die bewussten Anspielungen auf die victim art entblößen den ästhetischen Voyeurismus, der in jeder Betrachtung von Leid steckt.

© Foto: Marcia Charnizo
Vor 14 Jahren gr√ľndete Lia Rodrigues das "Panorama Rio Arte de Dan√ßa", eines der wichtigsten Festivals in Brasilien. Seit den 90er Jahren bekamen ihre Projekte durch die dichte Verbindung von Kunst, Gesellschaft und Politik weltweite Anerkennung. Gegenw√§rtig leitet sie das Casa de Cultura da Mar√© in Rio de Janeiro. Ihre Arbeit ist gepr√§gt von hohen sozipolitischen Engagement.

Die "Grande Dame" der Tanzszene von Belo Horizonte, Dudude Herrmann ist in "Um Solo para Uma Dan√ßa e Um Viol√£o" zu sehen - eine meisterhafte Improvisation entstehend aus der Dynamik zwischen der T√§nzerin und dem Gitarristen Renato Motha. Das St√ľck wird im Doppelprogramm mit "Palavra, a Po√©tica do Movimento" von der Cia. Nova Dan√ßa 4 aus S√£o Paulo, einer Kollektivarbeit mit 6 T√§nzerInnen und 6 MusikerInnen unter der Regie von Cristiane Paoli Quito, gezeigt.

Die Performancek√ľnstlerin Marta Soares, ebenfalls aus S√£o Paulo, widmet ihre Installation "O Banho" Dona Yay√°, einer Dame der h√∂heren brasilianischen Gesellschaft, die auf √§rztliche Anordnung fast 40 Jahre lang isoliert in ihrem Haus lebte - Diagnose "psychisch krank". Der Zustand zwischen Leben und Tod, zwischen begrenztem Raum und unbegrenzter Zeit spiegelt sich in
© Foto: Joao Caldas
den Video-Szenen, die im Haus der Dona Yayá aufgenommen wurden und nun auf großen Bildwänden zu sehen sind. Verschiedene Bilder, unterschiedliche Projektionen schieben sich ineinander, lösen die Körperlichkeit der Performerin auf: Eine fast surreale Erfahrung menschlicher Existenz am Rande des Abgrunds.

Das Festival unter der Leitung von Johannes Odenthal ist dieses Jahr Teil von Copa da Cultura, dem Kulturprogramm Brasiliens zur Fußball-WM 2006. Die weiteren Bausteine dieser umfassenden Präsentation brasilianischer Kunst und Kultur im HKW sind die Reihe "Musica Popular Brasileira" (10.06.-08.07.) und die Ausstellung "Tropicalia - A Revolution in Brazilian Culture" (11.06.-9.07.) aus London.

Ebenfalls bei In Transit 06 zu sehen sind die drei derzeit besten Produktionen junger, afrikanischer ChoreographInnen, die am 29. April bei der renommierten 6. Plattform Danse en Creations / Danse l¬īAfrique danse! (22.-30.04.) in Paris ausgezeichnet wurden. Unmittelbar im Anschluss gingen die pr√§mierten Compagnien von Andreya Ouamba (Senegal), Orchy Nzaba (Kongo Brazzaville) und Panaibra Gabriel (Mozambique) auf eine umfangreiche Tournee. In Transit zeigt die Deutschlandpremiere des Programms.

Das detaillierte Programm mit den verschiedenen Sektionen können Sie hier einsehen: www.hkw.de/de/programm2006/intransit06

Kultur Beitrag vom 22.05.2006 AVIVA-Redaktion 





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