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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 15.06.2006

Besonderer Musikfilm
Karin Effing

Mit "Klang der Ewigkeit" setzt Bastian Clevé seinen seit 25 Jahren gehegten Wunsch, die h-moll-Messe Johann Sebastian Bachs visuell umzusetzen, in die Tat um.



Die h-moll-Messe gilt als opus magnum Johann Sebastian Bachs. Sie stellt seine einzige vollstĂ€ndige Messen-Komposition dar. Von 1733 bis 1749 arbeitete er immer wieder an diesem Werk, das von vielen MusikliebhaberInnen als eines der grĂ¶ĂŸten musikalischen Arbeiten ĂŒberhaupt angesehen wird. Wie vom Donner gerĂŒhrt sei er gewesen, sagt Bastian ClevĂ© als er die Messe zum ersten Mal hörte.

Mit Klang der Ewigkeit möchte Clevé die ZuschauerInnen und HörerInnen zur Meditation und Reflexion anregen. Der Kinobesuch soll zu einem tief beeindruckenden Erlebnis werden, möglichst mit Tiefen- und Nachwirkung. 27 eigenstÀndige Kurzfilme orientieren sich an der 27-teiligen musikalischen Struktur der Messe.

Die Filme versuchen die menschliche Existenz in der Gegenwart und in der Ewigkeit zu erfassen. Der Zyklus des einzelnen Lebens und der gesamte Menschheit soll symbolisiert werden. Johann Sebastian Bachs Leben ist da (leider) nicht ausgeschlossen. So zeigt denn auch der erste Kurzfilm eine rasante Fahrt aus dem All in ein Gemach, in dem gerade ein Kind geboren wird. Innenansichten barocker Kirchen, Pilgerschaften durch die WĂŒste, die Weltkriege, Hunger, Hochzeit und Tod sind Inhalte der Kurzfilme.

Sicherlich hat jeder Mensch seine ganz eigenen Bildwelten beim Hören von Musik, was das cineastische Unterfangen ClevĂ©s nicht vereinfacht. Trotzdem muss sagen, dass einige der Kurzfilme einfach Ă€rgerlich sind. Über die Kirchenheft-Ästhetik kann man sich noch streiten, die AnhĂ€ufung von abgeschmackten Bildern ist jedoch fast schon erschreckend und mag zur einfach großartigen Musik nicht passen.
Da tanzt ein junges weißes Paar auf seiner Hochzeit. Die blonde langhaarige Frau schwebt in ihrem weißen Kleid ĂŒber das Parkett eines Etablissements, das den Wohlstand ihres Milieus erkennen lĂ€sst. Ein sterbender Bach (unter einer weißen PerĂŒcke) am Ende des Filmes, dem die Tinte von den NotenblĂ€ttern in den Himmel und ins universelle All steigt, gibt dem Projekt den krönenden Abschluss.
Eigentlich schade.

Der Regisseur:
Bastian Clevé
ist seit 1991 Professor an der Filmakademie Baden-WĂŒrttemberg, wo er die Studienrichtung "Produktion" inhaltlich und organisatorisch aufbaute. Seine letzte Kinofilm-Produktion So weit die FĂŒsse tragen (2001) gehört zu den aufwendigsten deutschen Kinofilmproduktion der vergangenen Jahrzehnte und wurde ein weltweiter Erfolg.
DarĂŒber hinaus arbeitet Bastian ClevĂ© seit Beginn seiner Karriere als Buch- und Magazinautor und Dozent im In- und Ausland.

AVIVA-Tipp: Klang der Ewigkeit in der Regie von Bastian Clevé ist ein zwiespÀltiger Film. Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe in die KinosÀle zu bringen ist ein viel versprechendes und ehrgeiziges Unterfangen. Die Bilderwelten, die Clevé zur Musik entwirft, sind leider plump und voller Klischees.

Der Film im Netz unter www.klangderewigkeit.de



Klang der Ewigkeit

Deutschland 2005, 111 min.
Regie: Bastian Clevé
Kamera: Ch. Weber
DarstellerInnen: Axel Ganz, Barbara Stoll, Irene Kugler, Isabel Braun, Mateo Hartmann
Musik: Johann Sebastian Bach, eingespielt von der GĂ€chinger Kantorei und dem Bach-Collegium Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling
Verleih: Kinostar
FSK: ohen AltersbeschrÀnkung
Filmbewertungsstelle: Ausgezeichnet mit dem PrÀdikat "wertvoll"
Kinostart: 15. Juni 2006

Kultur Beitrag vom 15.06.2006 AVIVA-Redaktion 





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