EDEN SUCHT EDEN - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 WOHNE LIEBER UNGEW├ľHNLICH
AVIVA-Berlin > Kultur AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.05.2006

EDEN SUCHT EDEN
AVIVA-Redaktion

Die sieben j├╝dischen K├╝nstlerinnen und K├╝nstler der Gruppe Meshulash ("Dreieck") zeigen Arbeiten, die das Thema Paradies ausloten. Vom 5.- 28.Mai 2006 im Stadtbad Oderberger Stra├če.



Die Gruppe Meshulash ("Dreieck") besteht mehrheitlich aus j├╝dischen (Wahl-) BerlinerInnen, die aus Deutschland und aus verschiedenen ost- und westeurop├Ąischen L├Ąndern, aus Nordamerika und Israel stammen. Seit 1993 zeigt und produziert die ├╝berwiegend aus j├╝dischen K├╝nstlern bestehende Gruppe Meshulash aktuelle und sich stets in politische und gesellschaftliche Zusammenh├Ąnge einbindende Ausstellungen, Kunstaktionen oder Happenings.
Die Projekte von Meshulash sind zukunftsorientiert, ohne falsches Pathos oder erhobenen Zeigefinger. Die K├╝nstlerInnen m├Âchten der Vielfalt und Heterogenit├Ąt j├╝dischen Lebens, wie sie auch innerhalb der Gruppe existiert, Ausdruck verleihen und ein offenes und facettenreiches Verst├Ąndnis vom J├╝dischsein nach au├čen tragen.

Die Gruppe Meshulash arbeitet im Kontext von Zeitbez├╝gen und gesellschaftlichen Erfahrungen. So setzte sie sich bereits in der Ausstellung "Nachtschatten und andere Gew├Ąchse" mit dem Ideengut dieser "Paradiessehnsucht" der Zwanziger Jahre und der Gegenwart auseinander.

Ronnie Golz, `Das j├╝dische Paradies`, Installation mit Honigt├Âpfen und Milchkartons auf Holz, 2006
Der Austausch mit einer Stadt, deren kosmopolitischer Ausstrahlung in den 30er Jahren der Garaus gemacht wurde, die selbstbewusste Ankn├╝pfung an eine pr├Ąsente, j├╝dische Kultur in Berlin sowie die Interpretation von Kunst als Teil der Geschichte steht f├╝r sie im Mittelpunkt der k├╝nstlerischen Auseinandersetzung. Unterschiedliche kulturelle Pr├Ągungen sowie verschiedenste Medien - Malerei, Installation, Fotografie, Collage, Comic, Skulptur - bilden den Hintergrund f├╝r eine pluralistische Perspektive, mit der Meshulash sich mit Mitteln der Kunst innnerhalb der Gesellschaft positioniert.

Die aktuelle Ausstellung EDEN SUCHT EDEN thematisiert ein zeittypisches Moment der Sucht nach dem `Paradiesischen`, dessen Vorstellung verf├╝hren, binden und s├╝chtig machen kann. EDEN kann so im Sinne des Garten Eden` die rauschhafte Suche nach dem Gl├╝ck sein, gleichzeitig ist `Suche` aber im forschenden Sinne gemeint: ein Anfang, ein St├╝ck Erkenntnis, vor dem Bewusstsein liegend.

Sigurd Wendland, `Deckung`, ├ľl auf Leinwand, 2006
Mit diesem Leitmotiv bewaffnet, bewegt sich etwa Ronnie Golz` drastisch-ironische Installation eines skizzierten Staates Israel, der von Milch und Honig-Beh├Ąltern eingegrenzt wird und einen fr├Âhlich leuchtenden Lego-Tempel birgt, Gabriel Heimlers Engel liegt unter einer Leiter, w├Ąhrend Sigurd Wendlands Figuren sich k├Âstlich um die ikonografischen Embleme des Konsumgl├╝cks winden. Salean Maiwalds Collagen spielen poetisch mit dem Tor zum Paradies, Norma Drimmers Videoinstallation entlarvt den Begriff `Paradies` als Konstrukt, als eine gedankliche Baustelle, so wie Lisa Doveris Comic-Strip eine `katholisch` anmutende Kamerafahrt durch den Garten Eden zeigt. Schlie├člich zeigen die poppigen Portraits von Anna Adam in ihrer Mitte eine technisch ├Ąu├čerst aufw├Ąndig holografierte Figur, die im ├ťberdruss der Reize buchst├Ąblich `zu schwimmen` scheint.
Meshulashs Kunst ist erfrischend, gerade durch die offensiven narrativen Strategien der Arbeiten... und sieht sich so ganz bewusst als Gegensatz zum hyper-├Ąsthetisierten oder reduzierten Mainstream.(siehe auch Interview mit Gabriel Heimler und Sigurd Wendland auf www.berlin-art-info.de, MESHULASH)

Es stellen aus: Salean Maiwald (Mischtechnik), Anna Adam (Malerei/Installation), Gabriel Heimler (Malerei/Installation), Norma Drimmer, (Video/Fotografie), Sigurd Wendland (Malerei), Ronnie Golz (Installation) und Lisa Doveri (Zeichnung/Comic)

MESHULASH EDEN SUCHT EDEN
Er├Âffnung am Do, 4. Mai 2006, 18h - Eintritt frei
Dauer der Ausstellung: 5.- 28. Mai 2006
├ľffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 19h
Eintritt: 4 Euro/erm├Ą├čigt 2 Euro
Stadtbad Oderberger Stra├če
Oderberger Str. 57-59, 10435 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie von Andreas Engler. Fon: 030-25 01 49 68


Kultur Beitrag vom 02.05.2006 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken