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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 20.06.2007

1933-45 Verfolgt - Verfemt - Entartet
AVIVA-Redaktion

Unter diesem Titel pr√§sentiert das Willy-Brandt-Haus vom 28. Juni - 9. September 07 in einer Ausstellung 130 Werke von K√ľnstlerInnen, die w√§hrend der Nazi-Herrschaft verfolgt wurden. Eintritt frei!



Am 19. Juli 1937 wurde in M√ľnchen die Ausstellung "Entartete Kunst" er√∂ffnet. Vorausgegangen waren dieser Pr√§sentation bereits Jahre der Verfolgung j√ľdischer, sozialistischer und kommunistischer K√ľnstlerInnen, was im Einzelnen Entlassung, Berufsverbot, Beschlagnahmung und Vernichtung der Kunstwerke, Vertreibung und im schlimmsten Fall Ermordung der K√ľnstlerInnen bedeuten konnte.

Die als "entartet" stigmatisierten K√ľnstlerInnen waren von nun an ausgeschlossen von der Teilhabe am offiziellen k√ľnstlerischen Leben in Deutschland, sie mussten Strategien entwickeln, wie sie ihre Existenz sichern und der t√§glichen Bedrohung durch SS und Gestapo entgehen konnten. Die Lebensgeschichten dieser K√ľnstlerInnen zeigen sp√§testens ab 1933 Br√ľche und Verletzungen, die sich auch in den k√ľnstlerischen Arbeiten widerspiegeln. Viele von denen, die die Zeit der Verfolgung und Verfemung √ľberlebten, hatten nach dem 2. Weltkrieg Schwierigkeiten, wieder zu ihrem k√ľnstlerischen Ausdruck zu finden. So hat die nationalsozialistische Kunstpolitik noch weit nach ihrer Zeit Spuren hinterlassen.

In Gedenken an die Verfolgung und Verfemung "entarteter" K√ľnstlerInnen pr√§sentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Werke, u.a. von Elfriede Lohse-W√§chtler und Lea Grundig, aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus. Gezeigt werden insgesamt 130 Arbeiten von 85 verschiedenen K√ľnstlerinnen und K√ľnstlern.

Einige der ausgestellten K√ľnstlerInnen waren vor 70 Jahren mit ihren Arbeiten in der Wanderausstellung "Entartete Kunst" vertreten. Neben den heute immer noch bekannten Namen der Kunstgeschichte gibt es auch viele weniger bekannte K√ľnstlerInnen zu entdecken, die im gleichen Ma√ü unter den Auswirkungen des nationalsozialistischen Terrors gelitten haben.
Es sind die Schicksale Einzelner, die verschiedene Facetten der Unterdr√ľckung dokumentieren: die teils tragischen Versuche, durch Anpassung weiteren Repressalien zu entgehen, die Flucht in den Untergrund und in ein Leben im Verborgenen, die Suche nach einem Ausweg in der Emigration, die Verzweiflung, die oft ein Ende im Selbstmord findet und die Zeugnisse von Verhaftung und Ermordung einzelner K√ľnstlerinnen und K√ľnstler.


Verfolgt - Verfemt - "Entartet"
Ausstellung vom 28. Juni bis 9. September 2007
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei, Ausweis erforderlich

Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

Weitere Informationen:
Willy-Brandt-Haus: www.willy-brandt-haus.de


Kultur Beitrag vom 20.06.2007 AVIVA-Redaktion 





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