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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 19.09.2007

Regina von Pock - Verwundete Zeit
Annegret Oehme

Vom 24. September bis zum 23. November 2007 zeigt die Stiftung SPI Fotocollagen Regina von Pocks, die auf Fotos der ehemaligen j├╝dischen M├Ądchenschule in Berlin-Mitte basieren.



Die ehemalige j├╝dische M├Ądchenschule in der Auguststra├če ist ein Denkmal, ein Museum. Sie ist Zeugin sich ├╝berlagernder Zeiten.
In den Collagen der K├╝nstlerin sind die Spuren selbst ├╝berlagert und gleichzeitig erhalten. Den Geheimnissen sind andere hinzugef├╝gt.
Aus ├╝ber 100 dokumentarischen Fotos sind Collagen entstanden, die den Zusammenhang von Sichtbarem und Unsichtbarem suchen, in dem sich Geschichte fragmentarisch zeigt.

Das Geb├Ąude in der Auguststra├če 11-13 wurde 1930 auf dem bis zur Oranienburger Stra├če ausgedehnten Grundst├╝ck der J├╝dischen Gemeinde von Alexander Beer errichtet. Der Architekt baute f├╝r die Berliner J├╝dische Gemeinde auch das Waisenhaus in Pankow, die Synagoge am Fraenkelufer und noch weitere, heute nicht mehr erhaltene Synagogen, bevor er 1944 im KZ Theresienstadt ermordet wurde.
1942 wurde, wie alle j├╝dischen Schulen, auch die j├╝dische M├Ądchenschule in der Auguststra├če geschlossen. In den folgenden drei Jahren diente sie als Quartier der Hitlerjugend. Nach Kriegsende wurden ausgebombte Gymnasien in dem Geb├Ąude einquartiert, die sich schlie├člich in den 50er Jahren zur Bertolt Brecht Schule vereinigten. 1989 wurde das ganze Areal in der Auguststra├če an die J├╝dische Gemeinde zur├╝ckgeben, die bis zur Schlie├čung der Brecht Schule 1997, an diese vermietete. Danach verfiel der Geb├Ąudekomplex und wurde erst 2006 als R├Ąumlichkeit f├╝r die Biennale wieder neu entdeckt.
├ťber Restauration und neue Nutzungsm├Âglichkeiten wird derzeit debattiert.

Dauer der Ausstellung: 24. September bis 23. November 2007
Vernissage: Montag, 24. September, 17 Uhr

Veranstaltungsort:
Stiftung SPI
Sozialp├Ądagogisches Institut Berlin
Fachschulen, Qualifizierung & Professionalisierung
Hallesches Ufer 32-38
10963 Berlin

Informationen im Netz finden Sie unter: www.stiftung-spi.de


Kultur Beitrag vom 19.09.2007 AVIVA-Redaktion 





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