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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 23.05.2006

The Da Vinci Code - Sakrileg
Tatjana Zilg

Ein grausamer Mord initiiert eine atemberaubende Suche nach den Drahtziehern einer jahrtausend-alten Verschwörung. Die IdentitÀt von Maria Magdalena wird provokant hinterfragt. Romanautor: Dan Brown




Brisante Themen sind es, die das Filmteam Brian Grazer - Ko-Vorsitzender der Imagine Entertainment - und der Regisseur Ron Howard nach dem Erfolg des Melodrams um einen genialen Mathematiker „A Beautiful Mind“ (2001) in ihrem neuen Werk aufgreifen:
Sie wagen sich an den heiß umstrittenen und fĂŒr emotionale Diskussionen sorgenden Bestseller „Sakrileg“ von Dan Brown - nicht weniger als 40 Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. Seine Vorliebe fĂŒr Codes und Verschwörungstheorien begeisterten schon in seinem Erstlingsroman „Diabolus“ die LeserInnenschaft. In den Folgewerken „Illuminati“ und „Sakrileg“ ergrĂŒndet er die dunklen Seiten des Christentums und der GeheimbĂŒnde. Im Mittelpunkt der komplexen Handlungsstrukturen steht der Wissenschaftler Robert Langdon, ein Experte fĂŒr christliche und heidnische Symbole. Die Vermischung von fiktiven Inhalten mit sorgfĂ€ltig recherchierten, religionswissenschaftlichen und historischen Fakten in Verbindung mit der starken Anlehnung der Handlung an bestehende alternative Hypothesen zur Geschichtsschreibung brachte dem Autor viele Angriffe und starke Ablehnung von Kirchenvertretern ein, insbesondere aus dem Vatikan. Kein Wunder, dass die aufwĂ€ndige Filmadaption schon jetzt mindestens genauso umstritten ist.

Dabei sind die Fragen, die der Film aufwirft, welche, die sich fast JedeR schon gestellt haben wird und die von den Kirchenvertretern nicht befriedigend beantwortet werden können. Zum Beispiel ist es kaum nachvollziehbar, warum Frauen erst seit kurzem Bischöfin werden können und lange Zeit von den wichtigen Ämtern in der Kirche ausgeschlossen blieben. Schwerwiegender noch die Frage, warum im Mittelalter die Hexenverfolgung erschreckende Ausmaße annehmen konnte.

„FĂŒr mich bietet Sakrileg nicht nur grandiose, spannende Unterhaltung, vielmehr waren es die hintergrĂŒndigen Fakten, die meine Aufmerksamkeit weckten, wie z.B. die Diskrepanz zwischen historischen Fakten und der Geschichtsschreibung. Dieses Thema fand ich sehr aufregend“ erzĂ€hlt Filmproduzent Brian Grazer.

Regisseur Ron Howard sieht in Sophie Neveu, einer jungen Polizistin mit rÀtselhafter Herkunft, den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und betont die Thematisierung der Verleugnung des Göttlich-Weiblichen durch die Praxis des Christentums:
„Ein Aspekt, der mich beim Lesen besonders beschĂ€ftigt hat und der unbedingt auch im Zentrum des Filmes stehen sollte, war das Prinzip des Göttlich-Weiblichen. Dass eine so starke Frauenfigur im Mittelpunkt steht und wir gemeinsam herausfinden, wer sie wirklich ist - das macht die Geschichte erst richtig spannend.“

Als der Symbologe Robert Langdon (Tom Hanks) um die UnterstĂŒtzung bei der AufklĂ€rung des spektakulĂ€ren Mordes am Museumsdirektor des Louvre gebeten wird, offenbart sich ihm Sophie Neveu (Audrey Tautou) - die Assistentin des ermittelnden Kommissars Bezu Fache (Jean Reno) - plötzlich als Enkelin des Tatopfers und warnt ihn vor unmittelbarer Bedrohung. Ein Run gegen eine mysteriöse Verfolgung durch die strenge Sekte Opus Dei beginnt, personifiziert in der innerlich zerrissenen, nach außen eiskalt agierenden Gestalt des Mönches Silas (Paul Bettany) und seinem rational-vĂ€terlichen FĂŒrsprecher Bischof Aringarosa (Alfred Molina).

Sophies Großvater scheint dem Geheimnis um den Heiligen Gral auf den Grund gekommen zu sein. Die beiden FlĂŒchtenden gelangen zu der Villa von Sir Leigh Teabing (Ian McKellen), von dem sich Robert Langdon wichtige Hinweise erhofft. Er weiht sie in seine Hypothesen um die GemĂ€lde von Leonardo Da Vinci ein. Anhand des legendĂ€ren Kunstwerk „Das letzte Abendmahl“ versucht er darzulegen, dass Jesus Christus eine offizielle GefĂ€hrtin hatte, was in dieser Epoche gleichbedeutend mit dem Verheirateten-Status sei. Auf dem Bild ist zur rechten Seite Jesus eine sehr feminin geprĂ€gte Gestalt abgebildet, die stark Maria Magdalena Ă€hnelt, die in der Bibel als Prostituierte beschrieben worden ist - als SĂŒnderin, der Jesus zur Vergebung half. Sir Leigh Teabing stellt die Hypothese auf, dass dies ein Konstrukt der Kirche gewesen sei, um die Position der Frau im Volksglauben stark zu schwĂ€chen. Wenn der Heilige Gral aufgefunden werden könne, ließe sich Klarheit um dieses uralte RĂ€tsel der Menschheit schaffen. Die dĂŒstere Macht von Opus Dei im RĂŒcken versuchen der intellektuelle Symbologe und die clevere Französin die FĂ€den der Verschleierung zu entwirren. Ihre Nachforschungen fĂŒhren sie durch beeindruckende SchauplĂ€tze der Religions- und Kunstgeschichte: Die Temple Church in London, die Lincoln Kathedrale im Norden, die Rosslyn Chapel in Schottland und das Louvre in Paris. Opulente RĂŒckblicke in die Zeit der Tempelritter wurden auf Malta gedreht.

AVIVA-Tipp: Ein Thriller, nicht nur mit Action, spannenden Verfolgungsjagden und Nervenkitzel durch die schleichende Bedrohung eines ferngesteuerten Mörders, sondern auch voller RĂ€tsel, Geheimnis, Mysterien und viel Stoff fĂŒr Diskussionen um die Grundlagen des Christentums.

The Da Vinci Code - Sakrileg
USA, 2006, 148 Minuten, FSK ab 12
Regie: Ron Howard
Drehbuch: Akiva Goldsman
Nach dem Roman von Dan Brown
DarstellerInnen: Tom Hanks, Audrey Tautou, Jean Reno, Ian McKellen, Alfred Molina, Paul Bettany, JĂŒrgen Prochnow, Etienne Chicot, Jean Yves Berteloot
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 18. Mai 2006

Der Film im Netz unter www.davincicode-derfilm.de

Kultur Beitrag vom 23.05.2006 AVIVA-Redaktion 





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