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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 03.12.2003

Ausgewählt aus 4 Jahrzehnten. Alt und Neu
Sabine Grunwald

Gemeinsam mit 8 K√ľnstlerInnen und der Girls Art Club Lounge feiert das Haus am L√ľtzowplatz sein 40j√§hriges Bestehen mit einer Ausstellung vom 30.11.2003 - 15.02.2004



F√ľr die Jubil√§umsausstellung wurden 8 K√ľnstlerInnen ausgew√§hlt, die mindestens ein Mal im Haus am L√ľtzowplatz ausgestellt haben.
Elvira Bach, William N. Copley, Dorothy Iannone, Konrad Klapheck, Bernd Koberling, Mario Merz, Katharina Sieverding und Emmett Williams stehen exemplarisch f√ľr eine vier Jahrzehnte w√§hrende Ausstellungst√§tigkeit, da sie unterschiedliche Aspekte und Str√∂mungen des Hauses am L√ľtzowplatz verk√∂rpern.

Was die K√ľnstlerInnen eint, ist eine lange, teilweise bis heute anhaltende Verbindung zu dem Kulturzentrum. Pro K√ľnstlerIn wurden je 2 Arbeiten, eine √§ltere und eine neueren Datums, ausgew√§hlt, die einerseits die langj√§hrige Zusammenarbeit dokumentieren und andererseits den Fokus auf die aktuelle Arbeit des Vereins lenken soll.

Elvira Bach, bekannt f√ľr ihre volumin√∂sen Frauenbilder, pr√§sentiert sich mit ihren Arbeiten "La Noire de.." (1990) und Grazie (2003).
Ihr Gem√§lde von 1990 zeigt einen beinahe bildf√ľllenden, braunen Frauenk√∂rper vor dunklem Hintergrund. Die locker herabfallenden Arme halten einen kahlen Zweig, an dessen Ende ein zartes Blatt hervorsprie√üt. Auf den Schultern von Bachs "G√∂ttin" sitzen 2 V√∂gel, die an eine Taube und einen Falken erinnern. Sie k√∂nnten als Symbole widerstreitender Kr√§fte, kriegerischer Lust und friedlichem Streben, verstanden werden.
"Elvira Bachs Bilder handelten schon immer vom Aufbegehren des Lebendigen gegen die gesellschaftliche Abnutzung, gegen die gedankenlose Zerstörung, gegen den Tod." (Rainer B. Schossig).

Dorothy Iannone und ihr Beitrag zur Emanzipation der Frau und der K√ľnstlerin, mit der furchtlosen Verteidigung der sexuellen Selbstbestimmung, kann nicht hoch genug eingesch√§tzt werden. Mit ihrer ¬ī68/¬ī69 entstandenen Arbeit Ta(rot) Pack, eine Liebeserkl√§rung an ihren damaligen Lebensgef√§hrten Dieter Roth, verbindet sie malerische und comichafte Elemente, die eine beeindruckende Frische und Vitalit√§t ausstrahlen. Ihre Arbeit l√∂ste bei dem damaligen Publikum, den staatlichen Institutionen und sogar unter K√ľnstlerkollegInnen skandaltr√§chtige Reaktionen hervor. Bis heute hat sie ihr Werk konsistent und stimmig weiterentwickelt. Das beweist ihr in diesem Jahr entstandene Roulette-Tisch: "Love is my Inspiration".

Katharina Sieverding arbeitet mit fotografischen Techniken. F√ľr ihre gro√üformatigen Bilder verwendet sie Vorlagen aus den Massenmedien und eigene Aufnahmen, die sie einem technischen Transformationsprozess unterzieht und ihnen somit den Charakter von Unikaten verleiht. Neben den Medienbildern, die gesellschaftliche und soziale Missst√§nde reflektieren, hat sie sich immer wieder mit dem Selbstportrait besch√§ftigt. Ihre Portraits beeindrucken durch ihre ausdrucksstarke Pr√§senz und scheinen dem Blick der BetrachterIn mit souver√§ner √úberlegenheit und sp√∂ttischer Ironie zu begegnen.

Die "girls art club lounge" in der Studiogalerie, stellt mit den Arbeiten von Danielle de Picciotto, Betty St√ľrmer, Astrid K√ľver und Maria-Leena R√§ih√§l√§ einen reinen Gegenwartsbezug dar.

Die 4 K√ľnstlerinnen sind wichtige Protagonistinnen der Berliner Clubkultur
, die sie f√ľr ihre Events und Aktionen nutzen. Gleichzeitig sind sie aber auch in den etablierten Kulturinstitutionen und im kommerziellen Kulturbetrieb der Galerien pr√§sent.
Club art, urspr√ľnglich aus Versatzst√ľcken von Mode, Techno, Comic, Style, Nightlife, Groove entstanden, ist auf dem besten Weg, eine anerkannte Kunstrichtung zu werden.

AVIVA-Tipp: Etabliertes und Nachwuchskunst: Ein interessanter Mix f√ľr die BesucherInnen.




Veranstaltungsort/√Ėffnungszeiten:
Haus am L√ľtzowplatz

Förderkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
L√ľtzowplatz 9
10785 Berlin
Ausstellungsdauer: 30.11.03 - 15.02.04
freier Eintritt
√Ėffnungszeiten: Di - So. 11.00 - 18.00 Uhr
Mehr Infos im Netz unter: www.hausamluetzowplatz-berlin.de


Kultur Beitrag vom 03.12.2003 Sabine Grunwald 





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