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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2019 - Beitrag vom 08.09.2019


It Must Schwing! – The Blue Note Story. Ab 9. August 2019 auf Blu-ray und DVD
AVIVA-Redaktion

1939 gründeten Alfred Lion (Alfred Löw) und Jakob Franz Wolff (auch "Franny" oder "Francis"), zwei mittellose junge jüdische Emigranten aus Berlin, in New York das legendäre Jazz-Label Blue Note Records. Der Film zeichnet deren Geschichte und die der zahlreichen Künstler*innen nach, die das Label groß gemacht hat, zu einer Zeit, in der afro-amerikanische Musiker*innen in den USA diskriminiert wurden. Zum 80. Geburtstag des legendären Jazz-Labels Blue Note Records veröffentlicht …



… Studio Hamburg Enterprises den mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm in einer 2-Disc Special Edition auf Blu-ray und DVD.

Regie führte der Dokumentarfilmer und Grimmepreisträger Eric Friedler (u.a. "Aghet – Ein Völkermord", " The Voice of Peace – Der Traum des Abie Nathan", "Eskimo Limon - Von Siegern und Verlierern"): "Ich war immer fasziniert von der Geschichte dieser zwei jungen Deutschen, die nach Amerika gingen und 1939 eine Plattenfirma gründen, die später zur Legende wurde."

Friedler interessierte neben der persönlichen Geschichte der beiden Gründer und der Musik auch der gesellschaftspolitisch-historische Moment:

"Das Besondere bei Blue Note war, dass das Label über seine zweifelsfreie Bedeutung für die Jazz-Musik auch eine politische Relevanz besaß. Während afro-amerikanische Künstler in den USA unter Diskriminierung und Ausgrenzung litten, sahen die Deutschen Alfred Lion und Frank Wolff in den von ihnen engagierten Musikern bewundernswerte, ungemein talentierte Menschen. Sie zollten den Künstlern Respekt und pflegten mit ihnen einen würdevollen, mitmenschlichen Umgang. Bevor die Bürgerrechtsbewegung in den 1950er und 1960er Jahren ihren Höhepunkt erreichte und Martin Luther King, Jr. seine berühmte Rede ´I have a dream´ in Washington hielt, lebte man bei Blue Note diese Utopie schon lange."

1939 gründeten Alfred Lion (Alfred Löw) und Francis (Frank) Wolff, zwei junge jüdische Emigranten aus Berlin, in New York das legendäre Jazz-Label Blue Note Records. Die beiden kannten sich aus Berlin, wo sie erstmals mit Jazz und Swing in Berührung kamen. Der Legende nach hatten sie sich bei einem Konzert von Sam Wooding and his Chocolate Dandies im Admiralspalast kennen gelernt.

Alfred Lion emigrierte 1937 nach New York und Francis Wolff gelang seine Flucht aus Nazideutschland nach New York auf einem der letzten nicht von der Gestapo kontrollierten Schiffe im Jahr 1939.

Alfred Lion gründete Blue Note Records 1939 zunächst mit Max Margulis und Emanuel Eisenberg, bis auch sein Jugendfreund Francis Wolff dazu stoß. Das Label konzentrierte sich ausschließlich auf US-amerikanische Jazzmusik und entwickelte einen unverwechselbaren Aufnahmestil und Sound, aber auch eine unverwechselbar Bildsprache, geschaffen von Francis Wolff, der in Berlin als Werbefotograf gearbeitet hatte. Grafiker Reid Miles sorgte mit seinen Ideen für die Covergestaltung für den einzigartigen Look der Blue Note-Platten.

Blue Note Records entdeckte und produzierte Weltstars der Jazz-Musik wie Miles Davis, Herbie Hancock, John Coltrane, Anita Baker, Sonny Rollins, Sheila Jordan, Wayne Shorter, Thelonious Monk und Quincy Jones. In einer Zeit, in der afro-amerikanische Musiker*innen in den USA immer noch unter Diskriminierung und Ausgrenzung litten, wurden sie bei Blue Note Records als gleichberechtigte Künstler*innen respektiert. Hier wertschätzte man nicht nur ihre Begabung, sondern gab ihnen eine dringend benötigte Plattform. "It Must Schwing! - The Blue Note Story" erzählt die bewegende Geschichte von zwei Freunden, die verbunden waren durch ihre leidenschaftliche Liebe zur Jazz-Musik und den tiefen Glauben an menschliche und künstlerische Freiheit.

"Es ging ihnen nicht darum, viel Geld mit den Platten zu verdienen. Sie wollten wichtige Platten produzieren. Wichtige Platten von wichtigen Künstlern." (Kenny Burrell über Alfred Lion und Francis Wolff).

Neben zahlreichen persönlichen Interviews mit Musiker*innen und Zeitzeug*innen vor der Kamera vertreten ist der New Yorker Autor Barry Singer, ein Kenner der New Yorker Musikszene und Biograph von Lorraine, Alfred Lions erster Ehefrau. Außerdem: Der Historiker, Archivar, Autor und Dozent Dan Morgenstern, der sich seit mehr als 60 Jahren einem einzigen Thema widmet: Jazz. Für den ehemaligen Präsidenten des Berliner Landgerichts Peter-Joachim von Drenkmann bestimmte der Jazz die Freundschaft zwischen seinem Vater Günter von Drenkmann und Francis Wolff. Schließlich Michael Cuscuna, in der Szene "Archäologe des Jazz" genannt, ließ mit seinen wieder aufgelegten Blue Note-Platten das Label eine Renaissance erfahren.

1965 verkauften Alfred Lion und Francis Wolff Blue Note und Alfred ging in den Ruhestand. Der am 6. April 1907 als Jakob Franz Wolff in Berlin-Schöneberg geborene Francis Wolff, der noch eine Weile für das Label gearbeitet hatte, starb 1971. Auf seinem Grabstein steht: "Friend of Alfred Lion". An den 1987 in San Diego, Kalifornien, verstorbenen Alfred Lion erinnert der 2012 eröffnete Alfred-Lion-Steg in Berlin-Schöneberg, wo er am 21. April 1908 als Alfred Löw in der Gotenstraße 7 geboren worden war.
Das Label Blue Note Records feiert 2019 seinen 80. Geburtstag.

"It Must Schwing! - The Blue Note Story" kombiniert mitreißende Musik-Aufnahmen, exklusive Interviews und erstmals gezeigtes Archivmaterial mit künstlerisch gestalteten Animationssequenzen. Seine Kinopremiere feierte der umjubelte Dokumentarfilm des preisgekrönten Regisseurs Eric Friedler und Executive Producer Wim Wenders 2018 auf dem Filmfest München.

"Ein einzigartiger und bewegender Dokumentarfilm, der von einer tiefen Freundschaft, von der Liebe zur Musik und dem Glauben an die Gleichberechtigung und Freiheit eines jeden Menschen erzählt."
(Wim Wenders)

Zum Regisseur: Eric Friedler, 1971 geboren in Sydney, Australien, ist Dokumentarfilmregisseur und lebt in Hamburg, Deutschland. Für seine Filme wurde er vielfach international und national ausgezeichnet, u.a. mehrfach mit dem Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis.

AVIVA-Tipp: "It Must Schwing! – The Blue Note Story" setzt seinen beiden Gründern und all den Musiker*innen ein Denkmal, die das Label zu dem gemacht haben, als was es bis heute erinnert wird: Kult. Daneben erzählt der sorgfältig recherchierte Dokumentarfilm mit künstlerisch angelegten Sequenzen das bis heute vielen sicher unbekannte Schicksal zweier jüdischer Berliner Emigranten und ihre Vertreibung aus Nazi-Deutschland.

It Must Schwing! – The Blue Note Story
Buch & Regie: Eric Friedler
Buch Animation: Silke Schütze, Eric Friedler
Executive Producer: Wim Wenders
Associate Producer: Uwe Kiefer
Schnitt: Berndt Burghardt
Kamera: Thomas Schäfer
Tonmischung: Sascha Heiny
Animation: Rainer Ludwigs, Tetyana Chernyavska
Fachberatung: Rainer Placke
Produktionsleitung: Daniel Buresch
Lizenzen: Iris Paterna, Daniel Albrecht
PBL Drama & Entertainment: Thomas Schreiber
Assistenz: Andrea Dams, Sarah Richter, Susann Knießner
Redaktion: Christoph Bungartz
Producer USA: Renée Silverman
Associate Producers: Thomas Beyer, Thore Vollert, Stefan Gerdes, Sohar Solomon
Producer: Silke Schütze

DVD INFO:
2 DVDs
Genre: Musik-Doku
Produktionsjahr: 2018
Laufzeit: 108 Min.
Bildformat: 16:9, Tonformat: Dolby Digital 2.0 (deutsch) / Bonus 5.1 (englisch), Sprache: Deutsch, Englisch
FSK: ab 12 Jahren
UVP: 24,95€,
EAN: 4052912971042
Verleih:Studio Hamburg Enterprises
VERTRIEB INTERNATIONAL Studio Hamburg Enterprises GmbH

BLU-RAY INFO:
Produktionsjahr: 2018
2 BLU-RAYs
Genre: Musik-Doku
Laufzeit: 108 Min.
Bildformat: 16:9, Tonformat: Dolby Digital 2.0 (deutsch) / Bonus 5.1 (englisch), Sprache: Deutsch, Englisch
FSK: ab 12 Jahren
EAN: 4052912971059
UVP: 24,95 €
Verleih: Studio Hamburg Enterprises
VERTRIEB INTERNATIONAL Studio Hamburg Enterprises GmbH

Mehr Informationen zur Geschichte von Jazz-Label Blue Note Records, den Musiker*innen und zu Alfred Lion und Francis Wolff sowie der Trailer und ein Interview mit Regisseur: Eric Friedler unter:
www.itmustschwing.com






Quelle: Studio Hamburg Enterprises



Kultur > DVDs Beitrag vom 08.09.2019 AVIVA-Redaktion 





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