Jane¬īs Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Kultur Kino - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de"> - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de" />
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Frauensommer 2018 - Mythos 68 WOHNE LIEBER UNGEW√ĖHNLICH
AVIVA-Berlin > Kultur > Kino AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J√ľdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 27.08.2010

Jane¬īs Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall
Elina Ioschpa

Oft hört man das Sprichwort: Wir haben diese Welt nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. Doch so ganz stimmt es nicht: "Wir haben uns nichts geliehen. Was man...



...sich ausleiht, gibt man zur√ľck. Wir haben gestohlen und tun es immer noch."

Ernst blickt Jane Goodall in die Kamera und f√ľgt hinzu, "Das m√ľssen wir √§ndern." Mit ihrem beachtlichen Engagement versucht die heute 76-J√§hrige Primatenforscherin und Umweltaktivistin genau das zu bewirken. Routiniert packt sie in ihrem Haus in London einen Koffer und nimmt uns mit auf ihre Reise. Eine Reise auf der sie uns vom Menschen unber√ľhrte, fast magische Orte zeigt und uns gleichzeitig bewusst macht, wie gef√§hrdet diese Idylle ist. Von einem Schiff aus schaut sie auf einen der gr√∂√üten Eisberge Gr√∂nlands, seine Oberfl√§che ist tief zerkl√ľftet. Ihr guter Freund Angaangaq, erkl√§rt wie sich die erw√§rmende Erdatmosph√§re auf das Leben der Inuit auswirkt. Noch w√§hrend er von dem immer rasanter steigenden Meeresspiegel berichtet, bricht aus der "Wand aus Eis" eine riesige Platte und st√ľrzt donnernd in die Tiefe. Doch angesichts dieser dramatischen Folgen des Klimawandels resigniert Goodall nicht. Seit den 1980er Jahren versucht sie mit ihren Projekten √ľber globale √∂kologische und humanit√§re Probleme zu informieren und Menschen zum Handeln anzuregen. Besonderen Schwerpunkt legt sie dabei auf Jugendarbeit. Mit ihrem globalen Programm Roots&Shoots animiert sie Jugendliche dazu, eigene Projekte zu entwickeln und auf diese Art einen Beitrag f√ľr Umwelt oder Artenschutz zu leisten.

Wie alles begann

Der Regisseur Lorenz Knauer zeichnet in dem Dokumentarfilm "Jane¬īs Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" ein umfassendes Portrait von Goodalls faszinierender Pers√∂nlichkeit und macht ihre Entwicklung von einer naiven jungen Frau zu einer weltweit anerkannten Primaten-Expertin, UN-Friedensbotschafterin und unerm√ľdlichen Umwelt-Aktivistin sichtbar. Doch zuerst sehen wir eine eigensinnige 23-J√§hrige, die zwar auf Wunsch ihrer Eltern die Sekret√§rinnenschule abschlie√üt, aber vor einer Zukunft an der Schreibmaschine flieht. Sie folgt im Jahr 1957 der Einladung eines Schulfreundes, Afrika zu entdecken. Als sie in Kenia ankommt und das Land kennen lernt, steht f√ľr sie bald fest, dass eine R√ľckkehr nach England ausgeschlossen ist. Im Kenya National Museum findet Jane Goodall einen Job und lernt dort den Pal√§ontologen Louis Leakey kennen. Schon bald assistiert sie bei seinen Studien zu Menschenaffen und wird schlie√ülich selbst eine Forscherin, die auf ihrem Gebiet Pionierarbeit leistet.

F√ľr die Dokumentation stellte Jane Goodall dem Regisseur Lorenz Knauer bisher unver√∂ffentlichtes 8mm-Filmmaterial aus den 1960er Jahren zur Verf√ľgung. Die Aufnahmen zeigen ein verliebtes Paar: Jane Goodall und den Dokumentarfilmer Hugo van Lawick. Sie zeigen eine Ehefrau und Mutter, die mit Mann und Kind √ľber einen wei√üen Sandstrand l√§uft. Auch geben die Aufnahmen einen Einblick in Jane Goodalls Leben im Urwald und ihre Arbeit mit den Schimpansen. Die Kamera beobachtet Goodall, wie sie die Affen aus unmittelbarer N√§he beobachtet und mit den Tieren einf√ľhlsam in Kontakt tritt. W√§hrend dieser faszinierenden Szenen liest Goodall aus dem Off Ausschnitte aus privaten Briefen. Diese pers√∂nliche Eindr√ľcken vervollst√§ndigen die beeindruckenden Bilder. So erfahren wir aus einem Schreiben an ihre Familie, dass Goodall schon fr√ľh fest davon √ľberzeugt war, sich f√ľr den richtigen Beruf entschieden zu haben.

"Liebste Familie! Manchmal wird mir klar, wie seltsam das alles ist. Ich bin ein ganz normaler Mensch und tue hier, was ich immer tun wollte. Ich bin nicht in einem schrecklichen B√ľro ohne Sonne eingesperrt, sondern bin im Freien, schlafe unter den Sternen, klettere auf Berge und beobachte die vielen Tiere..."

Die Innenperspektive der Briefe l√§sst ein sehr pers√∂nliches Portrait der Wissenschaftlerin entstehen. Die Schreiben offenbaren, dass es Goodall erst nach monatelangen Anstrengungen gelang, sich den Schimpansen zu n√§hern. Oft wurden die Tiere aggressiv und griffen sie sogar an. Erst nach und nach gelang es ihr, die Schimpansen aus n√§chster N√§he zu beobachten. Sie fand heraus, dass Schimpansen aus √Ąsten Werkzeuge herstellen, mit denen sie Termiten aus Erdl√∂chern holen und dass sie Steine benutzen, um Nussschalen zu knacken. Diese Forschungsergebnisse, die Goodall in ihrer Promotion ver√∂ffentlichte, revolutionierten die bisherige Primatenforschung und machten sie weltber√ľhmt.

Doch eine Konferenz von Primatenforschern unter dem Motto "Understanding Chimpanzees" im Jahr 1986 ver√§nderte Jane Goodalls Leben. Neben wissenschaftlichen Themen wurden im Rahmen der Konferenz auch Seminare √ľber Natur- und Artenschutz angeboten. Durch Berichte, Dias und Filme ihrer Kollegen erfuhr Jane Goodall, dass sowohl die Schimpansen als auch ihr Lebensraum durch den Menschen stark bedroht wird. Sie erfuhr auch, dass Wilderer Jagd auf die Tiere machen und ihr Fleisch auf M√§rkten als Bushmeat anpreisen und dass Schimpansen, die diesem Schicksal entkommen, aus ihrem nat√ľrlichen Lebensraum durch die Abholzung der W√§lder verdr√§ngt werden. Dass die Best√§nde der Schimpansen kontinuierlich abnehmen, wollte sie nicht hinnehmen. Aus der Forscherin wurde eine Aktivistin. Doch Goodalls Engagement h√∂rt nicht beim Artenschutz auf, ihr liegen auch soziale Projekte und der Umweltschutz am Herzen. Mehr als 300 Tage im Jahr ist sie unterwegs und fast jeden Tag an einem anderen Ort. In Tansania besucht sie ein Fl√ľchtlingslager, wo sie mit ihrem Hilfsprojekt den Menschen Hoffnung gibt. Nur Tage sp√§ter ist sie als UN-Friedensbotschafterin in New York und erz√§hlt von den Fortschritten der Fl√ľchtlingskinder.

Angelina Jolie und Goodalls FreundInnen

In Interviews l√§sst der Regisseur Goodalls FreundInnen und KollegInnen von gemeinsamen Erlebnissen erz√§hlen. Die Geschichten von Goodalls Sohn, ihrer Schwester und ihren engsten Freunden zeigen hinter der toughen Aktivistin auch Goodalls private Seite, die der Mutter, Schwester und Freundin. Auch Stars wie Angelina Jolie kommen zu Wort. F√ľr Jolie ist Goodall, deren Leben und Werk der Schauspielerin schon seit langem vertraut sind, "eine st√§ndige Inspiration". Jolie, die von der Energie Jane Goodalls begeistert ist, sagt weiter: "Sie fesselt einen allein durch ihre Anwesenheit". √úber die Sympathiebekundungen der Schauspielerin freut sich Goodall, wie sie im Film sagt. Denn prominente Unterst√ľtzerInnen lenken die Aufmerksamkeit der √Ėffentlichkeit auf das, was ihr am wichtigsten ist, ihre humanit√§ren und √∂kologischen Projekte.

AVIVA-Tipp: Jane Goodall beeindruckt in dem Film mit ihrer Hingabe und ihrem unerm√ľdlichen Engagement. Sie versucht mit all ihrer Energie das Bewusstsein der √Ėffentlichkeit f√ľr √∂kologische und humanit√§re Probleme zu st√§rken. Der Regisseur Lorenz Knauer zeigt uns aber mehr als die Aktivistin und Forscherin, es gelingt ihm auch den Menschen hinter der √∂ffentlichen Ikone sichtbar zu machen und zu verdeutlichen, was Goodall vorantreibt und ihr Kraft gibt ihren Kampf f√ľr eine bessere Welt weiter zu verfolgen.

Jane¬ī s Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall
Deutschland 2010
Buch und Regie: Lorenz Knauer
DarstellerInnen: Jane Goodall, Pierce Brosnan, Angelina Jolie, Hugo van Lawick
Verleih: Universum Film
Lauflänge: 105 Minuten
Kinostart: 02. September 2010
www.janes-journey-film.de


Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Webseite des amerikanischen Jane Goodall Institute

Webseite des deutschen Jane Goodall Institute (Ab September 2010 online)

amerikanische Webseite von Jane Goodalls Jugendprogramm "Roots&Shoots"



Kultur > Kino Beitrag vom 27.08.2010 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken