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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 14.09.2007


Christina Lux – Pure and live
Silvy Pommerenke

Mit legerem Gitarrenspiel, das irgendwo zwischen Funk und Blues liegt, und einer Stimme, die sich locker einschmiegt in die Akustiksaiten, gibt sich die deutsche Sängerin extrem puristisch...




...auf ihrem neuen Album.

Andere Plattenlabels hätten das ganze mit unplugged unterschrieben, aber gemeint ist letztendlich das Gleiche: Lux hat ihr Konzert vom November letzten Jahres in Witten mitschneiden lassen und präsentiert es nun für eine größere HörerInnenschaft auf CD. Aber für einen stimmungsvollen und emotional-tiefsinnigen Abend allein zu Hause braucht man eigentlich auch nicht mehr als eine ausdrucksstarke Stimme und lazy gezupfte Saiten aus den Boxen.

Schon seit Anfang der achtziger Jahre beschäftigt sie sich intensiv mit Musik. Die alte Gitarre ihres Vaters muss herhalten, und sie spielt die Klassiker von Bob Dylan, Leonard Cohen und Neil Young rauf und runter. Der Hobbycharakter des Musizierens schlägt schnell in Richtung Vollblutmusikerin um. Erst nur auf Straßen und Stadtfesten, bald schon singt sie im Backgroundchor der Jule Neigel Band (jetzt unter dem Namen Julia Neigel) und tritt als Special Guest bei Fury in the Slaughterhouse auf, was ihr den ersehnten Plattenvertrag und ihr erstes Soloalbum "Little luxuries" 1999 einbrachte.

Die vielzitierten Vergleiche mit Joni Mitchell, Sara K. oder Eva Cassidy sind durchaus stimmig, auch wenn sie – vor allem auf dem aktuellen Album – stärker den Blues im Blut hat. Dies ist durchaus doppeldeutig gemeint, denn der 42-jährigen Hessin wird ein grüblerisches Naturell unterstellt. Allerdings differenziert sie ihre Form des Nachdenklichseins, denn es sei für sie "ein genaues Hingucken und dabei nicht bitter werden, die Arme weit machen". Wie auch immer man Grübeln definiert, für die einen ist es Lebensphilosophie, für die anderen unerträglicher Bremsschuh. Entscheiden Sie selbst, ob Sie zur philosophischen Kategorie gehören, denn dann wird schnell klar, dass Sie dieses Album lieben werden!

Weiterhören: Katja Werker und Ane Brun

Christina Lux im Netz: www.christinalux.de

AVIVA-Tipp: Der neue Silberling von Christina Lux präsentiert ein akustisches Folk-Jazz-Pop Konzert, das von ihrer Gitarre und vor allem ihrer sehnsuchtsvollen und schwermütigen Stimme getragen wird. Super passend für kuschelige Abende vor dem Kamin, mit einem Single-Malt in der Hand!

Christina Lux
Pure and live

Label: Bsc Music (rough trade), VÖ September 2007


Kunst + Kultur

Beitrag vom 14.09.2007

Silvy Pommerenke 






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