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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 08.08.2008


Cyndi Lauper – Bring Ya To The Brink
Tatjana Zilg

Zieht Eure roten Tanzschuhe an, das Girl, das in den dunklen Achtzigern den Pop-HörerInnen einen Lichttunnel zum größtmöglichen Spaß eröffnete, ist wieder da! Sie präsentiert sich als Disco Lady...




... und gesellt sich zu den Grandes Dames der Pop-Geschichte Madonna und Donna Summer.

1983 erschien ihr erstes Album "She´s So Unusual". Wie ein Komet schlug das Debut der gerade erst 20 gewordenen New Yorkerin auf der Musik-Erde ein. Nicht nur "Girls Just Wanna Have Fun" wurde zum bleibenden Inventar der Popkultur - unzählige Male gecovert und mit einem Meer an Referenzen in TV-Serien, Filmen und Gegenwartsliteratur. Auch die Single-Auskoppelungen "Time After Time", "She Bop", "All Through The Night", "True Colors" und "I Drove All Night" kehren noch heute schnell wieder in die Erinnerung zurück, wenn ihre Hooklines erklingen.
Der Blitzstart in die Musikkarriere wurde mit einer Grammy-Auszeichnung in der Kategorie "Best New Artist" gekrönt. Es folgten zwölf Alben und über vierzig Singles, für die sie mit dreizehn Grammy-Nominierungen, zwei Emmy Awards, zwei American Music Awards, sieben American Video Awards und achtzehn MTV Awards belohnt wurde.

Vor zwei Jahren entschied das Temperamentbündel, ihre großen Erfolge neu zu arrangieren und veröffentlichte das Remake-Album "The Body Acoustic", an dem hochkarätige GastmusikerInnen (unter anderem Shaggy, Jeff Beck, Ani Di Franco) beteiligt waren. Nach einem Ausflug ans Broadway, wo sie in der "Dreigroschenoper" zu sehen war, begann sie mit der Konzeption von "Bring Ya To The Brink", ihrem ersten Studioalbum seit "Sisters of Avalon" von 1997.

In enger Zusammenarbeit mit einigen angesehenen Dance-ProduzentInnen, darunter Basement Jaxx, Kleerup, Axwell und Dragonette, entwickelte sie 12 Stücke, die untereinander enorm an Tempo und Temperament konkurrieren. Aussichtsreiche Kandidaten für den Gewinner sind "Same Ol´Story", "Lay Me Down", das fantastisch dahinblubbernde "Echo", der Opener "High And Mighty" und natürlich die Singleauskoppelung "Into The Nightlife".

"Man kann sich dem Album auf zwei völlig unterschiedliche Arten nähern", erklärt Cyndi Lauper. "Ganz oberflächlich betrachtet ist es ein Dance-Album, zu dem man sich gerne bewegt. Macht man sich aber die Mühe, etwas genauer hinzuhören, wird man feststellen, dass es da einiges zu entdecken gibt. Die Songs haben Tiefe."

Kontraste zu den peitschenden, sich spiralförmig ins Hirn tänzelnden Beats setzen das jazzig angehauchte "Set Your Heart", das auch melancholische Momente enthält, und das soulige "Lyfe".

Auch als Gallionsfigur für die schwul-lesbische Community machte sich die Pop Ikone einen Namen. Bei der Pride Parade in San Francisco saß sie mit wehender Regenbohne auf einem feuerroten Cadillac. Aber dem ist lange nicht genug: Sie organisierte und wirkte selbst mit an einer großen Konzertreise, deren Erlös der "Human Rights Campaign", die sich für die Rechte von Homosexuellen und Transgender einsetzt, gespendet wurde. Auf den Bühnen standen neben ihr Erasure, Debbie Harry, The Dresden Dolls und The Gossip. 2008 findet eine neue Auflage in 25 nordamerikanischen Städten statt. Zum Line-Up gehören diesmal die B 52´s, Tegan And Sara und Regina Spektor.

Cyndi Lauper im Netz: www.cyndilauper.com

Weiterhören: Martina Topley Bird und Donna Summer.

AVIVA-Tipp: Die Beats mit dem Gesang zwischen Zuckerwattensüße und erwachsener Reife springen in Lichtgeschwindigkeit ins Ohr und treiben die Beine auf die Suche nach der nächsten Tanzfläche. Ein sehr eigenständiges Album, das nicht versucht, frühere Erfolgsgaranten einfach nur zu reproduzieren, sondern mit neuem, zeitgemäßen Material punktet.

Cyndi Lauper
Bring Ya To The Brink

Label: Sony, VÖ August 2008



Kunst + Kultur

Beitrag vom 08.08.2008

AVIVA-Redaktion 






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