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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 07.03.2009


Antennasia - Velo-City remixed
Tatjana Zilg

Das Duo aus Japan ist schon seit längerem ein Inbegriff für hochwertige elektronische Musik. 2006 erschien ihr sechstes Album "23 Bluebird Street, Velo-City" und wurde umgehend von allen Seiten ...




... als Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit anerkannt. Eine Anzahl von versierten DJs gestaltete jetzt aus den Songs neun anspruchsvolle Remixe.

Im Mittelpunkt steht stets die mysteriöse, eindringliche Stimme von Sängerin San. Nerve, die männliche Hälfte des Duos, unterlegt ihren Gesang mit komplexen Soundstrukturen, die auf den Remixen zu kontrastreichen Stimmungsbildern neu verwebt wurden.

Das Album teilt sich in zwei Sektionen: Die ersten fünf Stücke umwerben das sinnliche Erleben der HörerInnen auf unaufdringliche Weise, denn sie werden von sanften Downtempi getragen und schmiegen sich allmählich, aber zielsicher, dicht an die Membrane.

Das erste Stück tritt aus der klassischen Remix-Definition heraus. Das Team Ruibyat verwandelt "Mannequin" zu einem Rework, in dem es eigens eingespielte akustische Instrumente hinzufügt und eine Flamenco-inspirierte Atmosphäre entstehen lässt.
Ab dem zweiten Titel bestimmen die elektronisch erzeugten Klänge den Sound. Mal dominieren die Basslinien ("Pegasus", Rob Smith Remix), mal konkurrieren Streicher- und Piano-Essenzen mit hypnotisierenden Zeitlupenbeats und kunstvoll gesetzten Breaks ("Yojigen, Kosa, Shingo, Ikiru", Embee Remix), dann zieht unerwartet ein mit vielen Raffinessen verzierter, sich weit in den Horizont ausdehnender Synthie-Sound in den Bann und öffnet den Zugang in ein farbenprächtiges Traumreich ("Night Camel", Hybrid Leisureland Remix).

Der fünfte Remix leitet über in die zweite Sektion des Albums, die eindeutig Dancefloor-tauglich ist. Im Nerve´s Breakdown Mix werden die Songs "Blue Dress" und "Paradise Parlor" miteinander vereint. Aufgeregt technoides Pulsieren und jazzige Lebendigkeit gehen eine ungewohnte Allianz ein und fordern auf, die Traumwelt abzuschütteln und sich der bewegten Körperlichkeit des Tanzes zu widmen. Das folgende "Velowitch´s Trick" (DJ3000 Motech Remix) verstärkt diesen Effekt, was nicht erstaunt, denn es kommt aus den Händen eines angesehenen DJ der Detroiter Techno-Szene. Die visionäre Weite der vorangegangen Stücke wird hier abgelöst von einem schnellen, klaren Industrial Beat.

Mit "Blue Dress" (Hird Remix) wird das Tempo wieder variantenreicher. Am Anfang schleicht sich der Beat langsam an, steigert sich dann zu einem Herzschlag-Pochen, der die kristalline, sich im Zeitlupentempo ausdehnende Stimme Sans überholt bis er schließlich ganz die Überhand gewinnt, und der Track endgültig zum Dancefloor-Abenteuer wird. Das Outro "First Flight", ein Remix vom Label-Haus-DJ Lemongrass persönlich, entlässt die HörerInnen mit beruhigenden, aber auch sehnsuchtsvollen Sound-Sphären, die ein weiteres Mal die außerirdische Schönheit der Stimme Sans in einem leuchtenden Farbprisma aufscheinen lassen.

Weiterhören: Apparat Hase und Wrongkong

Antennasia im Netz: www.antennasia.com und Myspace

AVIVA-Tipp: Die Ton-AkrobatInnen liefern mit ihren Remixen ein vielseitig einsetzbares Sound-Paket. Nachts beim Autofahren durch urbane Lichtermeere, tagsüber zum Entspannen zwischendurch, als Motivator beim Fitness-Programm oder als auditive Delikatesse für das Party-Wochenende - die Songs schillern, genau wie das Cover - in unendlich vielen imaginativen Farbgebungen und passen dadurch fast überall hin.

Antennasia
Velo-City remixed

Label: Lemongrassmusic, VÖ März 2009



Kunst + Kultur

Beitrag vom 07.03.2009

AVIVA-Redaktion 






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