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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 08.11.2009


Gliss - Devotion Implosion
Tatjana Zilg

Eine Dänin geht nach Los Angeles und trifft auf zwei musikbegabte Jungs, mit denen sie sich zu einem Glam-Rock-Trio zusammenschließt. Fortan bringen sie einen Vulkan aus von Echo und Hall ...




... umrankten Gesängen, leidenschafts-trunkenen E-Gitarren und einem Lava-Fontainen-artigen Schlagwerk zum Ausbruch.

Als Bandnamen legten sich Victoria Cecilia, Martin Klingman und David Reiss das Phantasiewort Gliss zu. Das klingt wie das Zischen einer Schlange oder wie ein Feuerwerkskörper, der sich seinen Weg zum Himmel sucht, und passt perfekt zu ihren Songs. Diese haben eine verführerische Kraft und schlängeln sich laut und in leuchtenden Schichten ihren Weg in die Sinne empfangswilliger HörerInnen. Dabei stehen Gliss fest auf dem Boden, den glorreiche Musik-HeldInnen wie The Gun Club, Cramps und die All-Danish-Band Raveonettes vorbereitet haben, und können aus dieser Position auch luftige Sphären erkunden. Beweisen konnten sie ihr Talent bereits als Support von Billy Corgan, Editors, We Are Scientists, Black Rebel Motorcycle Club und den Raveonettes. Im Herbst und Winter 2009/2010 sind sie als Hauptact durch Europa unterwegs und dokumentieren ihre Tourerlebnisse online auf ihrem Blog.

Ihr zweites Album trägt den verheißungsvollen Titel "Devotion Implosion". Die drei musikalischen SeelengefährtInnen geben sich mit ganzem Herzen ihrem glamourösen Sound hin, der liebevoll der Dunkelheit huldigt und in dieser erstaunlich facettenreiche Klangfarbspiele aufleuchten lässt. Dafür wechseln die Drei ständig ihre Rolle. Bei Gliss steht nie die selbe Person hinter dem Mikrofon, den E-Gitarren, Bass und dem Schlagzeug. So wirbelt Victoria mal die Sticks ("Lovers In The Bathroom"), entlockt der Gitarre feuriges Esprit ("Morning Light") oder singt im magisch betörenden Timbre ("Sleep").

Das Zehnerpack an Songs kommt ausgeglichen temperamentvoll und sehr in sich stimmig herüber. Kein Wunder, denn dieses Mal überzeugten sie einen bestens bewährten Produzenten zur Mitarbeit: Gareth Jones nahm unter anderem die erste Madness-Single auf, führte Depeche Mode und die Einstürzenden Neubauten in die Welt des digitalen Samplings ein und werkelte an Alben von Nick Cave und Wire mit.

Weiterhören: Raveonettes und The Duke Spirit

Gliss im Netz: www.gliss.tv und www.myspace.com/gliss

AVIVA-Tipp: Wenn sich die kalte Jahreszeit draußen immer deutlicher bemerkbar macht, ist dieses Album genau das richtige Rezept, um Vertrauen in die Dunkelheit zu fassen und ihre schönen Seiten zu erkennen. Mit einem wilden Charisma verführen Gliss zur Hingabe an ihr Song-Feuerwerk, das mitreißende Melodien mit schillernden Gesängen und einer überbrodelnden Twin Peaks-Atmosphäre vereint.

Gliss
Devotion Implosion

Label: Cordless Recordings, ADA, Warner, VÖ Oktober 2009



Kunst + Kultur

Beitrag vom 08.11.2009

AVIVA-Redaktion 






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