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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 27.01.2016


Family Business – ein Dokumentarfilm von Christiane Büchner, Kinostart: 28.01.2016
Helga Egetenmeier

Betreuerinnen aus Osteuropa sind bereits seit längerem Pflege-Realität in vielen Familien Deutschlands. Christiane Brückner begleitet in ihrer Dokumentation zurückgenommen, jedoch eng an deren Emotionen, eine Haushaltshilfe und ihre Kundin...




... vom Stadium der Entscheidung füreinander, dem gemeinsamen Leben, bis hin zur Frage über die Zukunft ihres Arbeitsverhältnisses.

Wie auch in ihrem Film "pereSTROIKA - umBAU einer Wohnung", folgt die Regisseurin der Spur der ökonomischen Entscheidungen in ihre intimsten Familienbeziehungen hinein. Dafür erfasst Christiane Büchner ihre Protagonistinnen zuerst unabhängig voneinander in ihrem Alltag. Dort ist Jowita Hausherrin, die sich dafür entscheidet, in Deutschland als Pflegerin zu arbeiten, um endlich mit dem Ausbau ihres Hauses weiterzukommen. Schweren Herzens verlässt sie dafür ihre 13-jährige Tochter und ihren Mann für zwei Monate.

Die Töchter der 88-jährigen Anne wenden sich an die deutsch-polnische Agentur CareWork, da ihre Mutter nach dem Tod ihres Mannes eine Dauerbetreuung benötigt. Sie selbst sind berufstätig sind und haben ihre eigenen Familien. So können sie sich nicht rund um die Uhr um ihre Mutter kümmern, die in der eigenen Wohnung ihr vertrautes Leben weiterführen möchte.

Als Jowita die Betreuung der 88-jährigen Anna aufnimmt, wird die fremde Wohnung zu ihrem zeitweisen Zuhause, das Anna, hilfsbedürftig und gleichzeitig Arbeitgeberin, mit ihr teilt. Neben dem ökonomischen Aspekt definiert sich ihr Arbeitsverhältnis auch über hauswirtschaftliches Können und persönliche Sympathie. Einfühlsam nah kommt die Regisseurin an das gemeinsame, wie auch an das in getrennten Zimmern stattfindende Leben der beiden Frauen.

Da Christine Büchner den Aspekt der Schwarzarbeit nicht in den Mittelpunkt rücken wollte, hat sie sich auf der Suche nach ihren Protagonistinnen an eine Vermittlungsagentur gewandt. Trotzdem wird auch in der legalen Beschäftigung die Relevanz des ökonomischen Aspekts - besonders für Jowita - immer wieder deutlich. In deutschen Familien werden nur 10 % der ausländischen Betreuerinnen legal beschäftigt, ein Faktor, den die Dokumentarfilmerin Anne Frisius in den Mittelpunkt ihres Filmes "Dringend gesucht - Anerkennung nicht vorgesehen. Hausangestellte erstreiten sich ihre Rechte" stellt.

AVIVA-Tipp: Immer sehr nah an den beobachteten Menschen, lässt die Regisseurin ihnen trotzdem den Raum, ihre Gefühle zu entfalten und sie zu äußern. Dass dies trotz Anwesenheit der Kamera so nachvollziehbar und aufrichtig gelingt, wenn auch manchmal etwas scheu, ist bemerkenswert und lässt die ZuschauerInnen beeindruckt über soviel Einblick in diese Vermischung aus Privat- und Arbeitsleben zurück.

Zur Regisseurin: Christiane Büchner studierte Bildhauerei und Experimentalfilm an der HdK Berlin, war Stipendiatin des Berliner Senats am Institut für zeitgenössische Kunst in Moskau, absolvierte ein Aufbaustudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln und erhielt das Gerd Ruge Stipendium 2005 für den Film "pereSTROIKA - umBAU einer Wohnung". Lehrtätigkeit und Gast-Professur an verschiedenen deutschen Hochschulen, sowie freie Filmemacherin für WDR, MDR, 3sat und arte. Ihre Themen findet sie vorwiegend in Mittel- und Osteuropa. Christiane Büchner lebt und arbeitet in Köln.
Mehr Infos unter: www.buechner-filmproduktion.de

Family Business
Dokumentarfilm 2016, Deutsch und Polnisch mit UT
Buch und Regie: Christiane Büchner
Kamera: Thomas Plenert, Justyna Feucht
Verleih: Real Fiction
Lauflänge: 89 Minuten
Kinostart: 28.01.2016

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter:
www.familybusiness-film.de

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Unzählige qualifizierte Frauen verlassen ihre Heimat, um deutsche Wohnungen zu putzen. Maria Rerrich schildert eindrucksvoll einzelne Schicksale der globalisierten häuslichen Dienstleistung.

Weitere Informationen

Die Dokumentarfilmerin Anne Frisius beschäftigt sich in Dringend gesucht - Anerkennung nicht vorgesehen. Hausangestellte erstreiten sich ihre Rechte mit den Aspekten illegaler Beschäftigung von nichtdeutschen Hausangestellten.

CareWork, deutsch-polnische Vermittlungsagentur für Betreuungskräfte





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Beitrag vom 27.01.2016

Helga Egetenmeier 






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KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

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KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Zuhurs Töchter
Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/ zuhurstoechter

Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris

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Unda Hörner - Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen in Paris
Biografische Porträts der Fotokünstlerinnen, Porträtfotografinnen und Fotoreporterinnen Marianne Breslauer, Gisèle Freund, Dora Maar und Lee Miller im Paris der 1920er und 1930er Jahre.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.ebersbach-simon.de

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Roamers – Follow your Likes, Kinostart: 22. Juli 2021

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 Roamers – Follow your Likes
Der Dokumentarfilm ROAMERS erzählt von der Suche "Digitaler Nomaden" auf der Jagd nach dem nächsten, perfekten Moment nach Sinn und Halt in einer neuen, digitalen Welt unzähliger Möglichkeiten.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt unter: www.camino-film.com/filme/roamers

Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
Mehr zum Film und Termine der Kinotour unter: www.camino-film.com/filme/dearfuturechildren

Iris Schürmann-Mock – Frauen sind komisch. Kabarettistinnen in Porträt

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Iris Schürmann-Mock - Frauen sind komisch
Liesl Karlstadt, Valeska Gert, Maren Kroymann, Carolin Kebekus ... In zehn ausführlichen und fünfzig kurzen Porträts stellt die Journalistin und Autorin die Königinnen der Kleinkunst vor. Ihre Disziplinen: Comedy, Poetry Slam, Tanz, Pantomime, Chanson, Rap.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.aviva-verlag.de

fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de


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