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AVIVA-BERLIN.de im August 2020 - Beitrag vom 14.07.2020


Fragmented Narratives. Ausstellung mit Sharon Paz und Elianna Renner bei alpha nova & galerie futura. Veranstaltungen mit Performance, Panel Diskussion und Artist Talk. Kuratiert von Dr. Katharina Koch und Sylvia Sadzinski
AVIVA-Redaktion

"Fragmented Narratives" zeigt zwei neu entwickelte Werke von Sharon Paz und Elianna Renner. Beide Künstlerinnen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit Geschichte und historischen Narrativen und deren Auslassungen. In den teils biografischen Zugängen stehen jüdische Geschichte und erlebter Antisemitismus und Rassismus, wie auch die Konstruktion von Geschichte(n) und Erinnern im Allgemeinen im Fokus. Eröffnung: 25.9.2020, 19:00 Uhr, Laufzeit: 26.9.-06.11.2020. Medienpartnerinnen: AVIVA-Berlin und taz – die tageszeitung



Dare to Dream von Sharon Paz ist eine interaktive Videoinstallation. Basierend auf Recherchen zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin widmet sich die Arbeit zwei Frauen – der deutsch-jüdischen Hochspringerin Gretel Bergmann und Leni Riefenstahl, Produzentin von NS-Propagandafilmen. Paz transferiert deren Geschichten mit fiktiven Charakteren in die Gegenwart. Die Besucher*innen können an der Entwicklung verschiedener Erzählstränge, die das interaktive Video bereithält, mitwirken.

Für die Installation Pitshipoy hat sich Elianna Renner auf die Spuren des Wortes Pitshipoy begeben, das ursprünglich aus der jiddischen Folklore stammt. Während der Shoah erlebte Pitshipoy seine größte Popularität im Sammellager Drancy in Frankreich. Der Begriff beschrieb dort einen imaginären (Flucht)Ort, der das Vakuum der Hoffnung bis vor die Tore von Auschwitz füllte. Die Installation vereint Text, Film und Audioaufnahmen, die fragmentarisch die Recherche des Begriffes präsentieren.

Beide Arbeiten verbinden Reales mit Imaginärem und verweisen auf die Kraft dieser Verbindung auf unser Bewusstsein. Sie fungieren als Zeitmaschine, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenfallen. Somit schaffen sie andere Narrative, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen und die Rezeption der Arbeiten in ein aktives Erleben und Hinterfragen eigener Wahrnehmungen und hegemonialer Erzählungen verwandeln.

Programm

14.8.2020
// 16:00-17:00 Uhr. Performance: 16:20 Uhr
Pitshipoy – Eine Luftperformance von Elianna Renner

Ort: Einfahrt zum Am Flutgraben, 12435 // gegenüber vom Schlesischen Busch

Den Auftakt von Elianna Renners künstlerischer Auseinandersetzung mit dem jiddischen Wort Pitshipoy bildet eine Luftperformance bei der Pitshipoy am Himmel über Berlin erscheint. Das imaginäre Pitshipoy wird hier für einen kurzen Moment Teil der Berliner Gegenwart. Ein Moment, der sowohl Erinnerungen und Erzählungen vergegenwärtigt als auch irritiert und mit dem (Un-)Bekannten konfrontiert. Wer weiß: Vielleicht wanderte Pitshipoy als Begriff auch schon durch das Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als sich jüdische Migrant*innen aus Osteuropa, meist aus Angst vor Pogromen in der Heimat, in der Metropole niederließen?
Der Moment der Konfrontation mit dem Begriff bringt somit nicht nur die Vielstimmigkeit von Geschichte in den Alltag, sondern schafft gleichzeitig Raum für neue Interpretationen.

29.10.2020 // 19:00 Uhr
Fragmented Narratives

Panel Diskussion (TN werden noch bekannt gegeben)

Vor dem Hintergrund erstarkender rechter Strömungen und Verschwörungsmythen, die durch die Corona-Pandemie nochmals befeuert wurden und werden, möchte das Panel Stimmen und Perspektiven aus Kunst, Wissenschaft, Aktivismus und Medien zusammenbringen, die sich kritisch mit Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus sowie der Brüchigkeit hegemonialer Wahrheiten auseinandersetzen.

Die Panelist*innen diskutieren die Gratwanderung zwischen einer kritischen Auseinandersetzung mit hegemonialen Narrativen und dem sensiblen, aber auch emanzipatorischen Umgang mit den Leerstellen der Geschichtsschreibung einerseits und dem Abdriften in reaktionäre Geschichtsklitterung, die rechtem Gedankengut und Verschwörungstheorien und -mythen Vorschub leisten, auf der anderen Seite. Welche Möglichkeiten gibt es, rechten und reaktionären Strömungen entgegenzuwirken und gleichzeitig die Illusion von Wahrhaftigkeit und Wahrheit anzuerkennen?

Eröffnung: 25.9.2020, 19:00 Uhr, Laufzeit: 26.9.-6.11.2020. Mi.-Sa. 16:00-19:00 Uhr

6.11.2020 // 19:00 Uhr
Artist Talk mit Sharon Paz und Elianna Renner
Moderation: Prof Dr. Elena Zanichelli

Veranstaltungsort:

alpha nova & galerie futura
Am Flutgraben 3, 12435 Berlin
Tel: +49 30 37005547
mail@alpha-nova-kulturwerkstatt.de

Mehr Infos:

alpha nova & galerie future > www.galeriefutura.de und www.facebook.com/alphanovagaleriefutura

Sharon Paz > sharonpaz.com

Elianna Renner > eliannarenner.com/de

Mit Unterstützung von:

Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

VG Bild-Kunst

Medienpartnerinnen:

AVIVA-Berlin


taz – die tageszeitung


Kooperationspartnerin:



Kunst + Kultur > Kultur live Beitrag vom 14.07.2020 AVIVA-Redaktion 





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