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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 03.06.2015


lùisa - Never Own
Clarissa Lempp

Sanfte Töne - ein bisschen elektronisch, ein wenig verträumt und ein bisschen dancy - bringt das Album der Musikerin lùisa aus Hamburg mit. Ein schönes Musikpaket, das Ohr und Herz trifft




Lùisa ist noch ziemlich jung mit ihren 22 Jahren, was sie da aber auf NEVER OWN abliefert, kann mit den "Grandes Dames" des Indie-Electro-Pop, wie Karin Park, Florence and the Machine und Co., problemlos mithalten. Das Album plätschert dahin wie ein kleiner Gebirgsbach. Frisch, fröhlich und das Sonnenlicht reflektierend. Alles klingt ganz leicht und ohne Kraftanstrengung. Als könnte es nur fließen, von der Quelle ins grüne Tal, wo sich alle daran erfrischen und erlaben dürfen.

Spitze Zungen bezeichnen diese Musikform gerne als "Mädchenmusik" oder "Feen-Electro". Lùisa kann aber mehr, als süßlichen Gesang über Samples aus dem Laptop arrangieren. Mühelos gleitet sie zwischen einer glockenklaren Singstimme und den tiefen Tönen, wie sie einer Hildegard Knef entsprangen, wie im Song "Vision". Dann haucht sie dem französischen Chanson neues Leben ein ("L´hiver en juillet") oder erinnert mit schrammeligen Gitarren-Riffs an Velvet Underground und Nico ("Lover").

NEVER OWN arbeitet mit Loops, Samples und Einflüssen aus dem Singer/Songwriting Genre. Lùisa singt mal Englisch, mal Französisch oder Italienisch. Das macht es für weniger sprachbegabte Menschen manchmal etwas schwierig, den Inhalten zu folgen. Denn auch die Texte von lùisa sind durchaus hörenswert. Generationsübergreifende Fragen von Identität ("Belong"), Sehnsucht und dem Gefühl, in dieser immer schnelleren Welt einen Ruhepol zu finden ("Mothertree"), sind ihre Themen.

AVIVA-Tipp: NEVER OWN passt in den Zeitgeist, ohne sich anzubiedern. Ein großartig leichtes und doch vielfältiges Album. Was lùisa mit ihrem jungen MusikerInnen-Leben noch anfängt, bleibt mit Spannung zu erwarten!


lùisa
Never Own

Label: Nettwerk Music Group
ASIN: B00UJULOZQ. VÖ: 22. Mai 2015

www.listentoluisa.com


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Beitrag vom 03.06.2015

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