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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 26.11.2009


Aura Dione - Columbine
Lisa Erdmann

Der neueste dänische Musikexport hält gleich mehrere Überraschungen bereit. Nicht nur die unkonventionellen Texte der zarten Sängerin und ihre eher kräftige, Pop-fremde Stimme, auch die bunten...




...Outfits im Stil der Commedia dell´arte verzaubern die Hörerin auf ungewohnte Weise. Ein Debüt, mit dem Aura Dione ihrem Publikum einiges bietet, noch mehr verspricht und jede Menge Leichtigkeit und Ausgelassenheit versprüht.

Skandinavien und Pop-Musik, das passt einfach zusammen. Nach der Norwegerin Marit Larsen präsentiert sich nun Ende 2009 auch die 23-jährige dänische Schönheit Aura Dione aus Kopenhagen dem europäischen Publikum. In ihrem Heimatland ist die Singer-Songwirterin allerdings schon seit 2008 eine Berühmtheit. Mit der Single "Something From Nothing" erklomm sie die nordischen Charts, legte mit ihrem "Song For Sophie" noch eins drauf und brachte im gleichen Atemzug ihr Debütalbum "Columbine" auf den skandinavischen Markt. Die LP schaffte schnell den Sprung in die Hitlisten und Diones "Song For Sophie" avancierte zur Nummer 1 Single.

Beim Betrachten des Bonbon-bunten Covers stellt sich die Hörerin schon mal mental auf quietschigen Girlie-Britpop und viele elektronische Klänge ein. Was dann kommt, ist alles, nur nicht das Erwartete. Mit einem weichen, aber eher tiefem Gesangsorgan und einer ausgezeichneten Instrumentalisierung verschafft die Sängerin ihrer HörerInnenschaft mehrere Aha-Momente und große Ohren. Ihr Debüt versteht sich neben musikalischer Selbstverwirklichung auch als eine Hommage an die komischen Figuren der klassischen Commedia dell´arte, die sich auch in der Gestaltung des Covers wiederfindet.

Aura Dione sehnte sich ihr Leben lang nach einer Musikkarriere und schrieb schon früh ihre eigenen Texte. Durch ihre Eltern kam sie mit Gitarren- und Folkmusik in Berührung, denn ihr Vater sammelte die Instrumente und ihre Mutter lehrte sie die ersten drei Beatles-Akkorde. Bereits als Teenagerin arbeitete Dione mit verschiedenen Plattenfirmen zusammen und bereiste den Globus, vor allem Australien und Japan. Doch erst jetzt, im Alter von 23 Jahren, zeigt sich die junge Frau auch musikalisch der Welt und kann sich durchaus sehen lassen.

Nach dem balladesken Opener "Glass bone Crash" legt Aura Dione bereits im dritten Titel "Something From Nothing" einige Takte zu und stellt ihre warme Singstimme noch stärker unter Beweis. Das Ergebnis: Spätestens beim dritten Song des Albums "Columbine" erinnert das starke Stimmchen der zarten Frau unüberhörbar an die junge Tracy Chapman, weist aber auch Parallelen zu Feist und Gwen Stefani auf. Der Mutmacher und vierte Track "Stay The Same" erinnert ein bisschen an Sommer, Sonne und Sorgenfreiheit. Herausragend ist jedoch ohne Zweifel der siebente Titel "Song For Sophie" bei dem die Newcomerin auch mit ihrem lyrischen Talent mehr als überzeugt. Der Chartstürmer "I Will Love You Monday (365)" kommt dann wieder als leicht bekömmlicher Popsong daher. Ein weiteres Glanzstück ist der Indie-Folk-Track "Anthony", eine Ode an die Ikone Antony Hegarty, den die Sängerin anbetet. Aura Dione versteht es, die verschiedenartigsten Geschichten über das Leben, die Liebe und Beziehungen zu erzählen ohne dabei plump, eindimensional oder vorhersehbar zu werden.

Die Singer-Songwirterin mixt in ihrem farbenfrohen Musikkessel mit Elektroklängen, gibt hier und da eine Prise Country, Pop und Dub hinzu und unterlegt dies alles mit einer opulenten bis eigenwilligen Instrumentensammlung. In Aura Diones "Columbine"-Orchester sitzen: ein Spielzeug-Klavier, mehrere wilde bis haltlose StreicherInnen und BläserInnen, ein kleines aber feines Glockenspiel und für die besonderen Momente darf es auch mal ein Banjo sein.

Aura Dione im Netz: www.aura-dione.de und www.myspace.com/auradione

AVIVA-Tipp: Es ist ein Stern geboren. Die dänische Sängerin und Gitarristin Aura Dione wird sicherlich auch über ihr Debüt "Columbine" hinaus ihre ZuhörerInnen mit immer neuen Kreationen begeistern können und als ambitionierte junge Frau die Welt im Sturm einnehmen. Einfach weil sie es muss: "Ich denke, ich bin bereit, bereit, bereit, bereit, bereit, los, los!"

Aura Dione
Columbine

Label: Universal Music, November 2009

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Marit Larsen

Tracy Chapman


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Beitrag vom 26.11.2009

Lisa Erdmann 






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