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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.12.2008

Gedächtnis, Konzentration und Motivation. Aus der Reihe Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Alexandra Kasjan

Wie k√∂nnen Eltern ihre Kindern unterst√ľtzen, damit diese in der Schule erfolgreich lernen? Drei B√ľcher geben Tipps und Tricks, wie man das Wichtigste im Kopf beh√§lt und dem Unterricht aufmerksam...



...und zielstrebig folgen kann.

Drei Autorinnnen, Claudia Tebel-Nagy, Petra Thorbrietz und Ischta Lehmann, haben sich mit den Ursachen der Lernschw√§chen befasst. Jede von ihnen hat ein Sachbuch zum Thema geschrieben mit dem Ziel, Eltern dabei zu unterst√ľtzen, die schulischen Leistungen ihrer Kinder zu verbessern. Jedes der drei B√ľcher verweist im Anhang auf Kontaktadressen und Internetseiten: Bildungseinrichtungen, Therapiezentren, Verb√§nde, Magazine und weiterf√ľhrende Informationen geben die M√∂glichkeit, sich noch ausf√ľhrlicher mit dem Problem der Lernschw√§che zu besch√§ftigen und notfalls Kontaktpersonen zu finden, die professionelle Behandlungen und Beratungen anbieten.

In "Ged√§chtnis" veranschaulicht Claudia Thebel-Nagy komprimiert, wie Kinder sich die F√ľlle an Vokabeln, Formeln und Daten, die im Schulstoff behandelt werden, auf einfache Art und Weise merken k√∂nnen. Kann es sich wom√∂glich um eine Aufmerksamkeitsst√∂rung handeln oder werden Kinder einfach zu sehr von ihrer Umgebung abgelenkt? Konzentrationstests zeigen, wie konzentriert oder unkonzentriert Kinder wirklich sind. Wichtige Ern√§hrungstipps und andere Anleitungen wie die Konzentrationsf√§higkeit gesteigert werden kann, liefern Hilfestellungen.

In "Konzentration" geht Petra Thorbrietz den Ursachen der mangelnden Konzentrationsfähigkeit bei Kindern auf den Grund. Häufig wird die Aufmerksamkeit der Kinder durch deren Umfeld gestört. Sie lassen sich viel zu leicht von den Medien wie Fernseher und Computer, aber auch vom Lärm in unmittelbarer Umgebung ablenken. Auch psychische Ursachen sind nicht zu unterschätzen. Sorgen und die Angst vor dem Versagen durch schlechte Schulleistungen sind charakteristische Probleme.

In "Motivation" erkl√§rt Ischta Lehmann die psychischen Gr√ľnde f√ľr die oftmals lustlose Haltung der Kinder. Leiden diese m√∂glicherweise unter Stress und unter zu gro√üem Druck? Oder ist sogar ein mangelndes Selbstbewusstsein die Ursache? Gibt es innerhalb der Familie oder Klassengemeinschaft Spannungen? Lehmann gibt Aufschluss dar√ľber, was Eltern tun k√∂nnen, um das Verhalten ihrer Kinder besser zu verstehen und bietet neben Motivationstests auch gute Ratschl√§ge daf√ľr, die Neugier bei Kindern zu steigern und wie diese sich selbst motivieren k√∂nnen, statt negative Gedankenmuster aufzubauen. Wie Kinder ihren gesamten Schulstoff meistern k√∂nnen, ohne sich zu √ľberfordern, sind weitere unverzichtbare Tipps im Buch.

Claudia Tebel-Nagy: Ged√§chtnis. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.



Die Journalistin und Autorin untersucht Zusammenh√§nge zwischen der Ged√§chtnisleistung eines Kindes und dem damit verbundenen Lernerfolg. Sie informiert zun√§chst √ľber die physiologischen Prozesse im Gehirn und erkl√§rt, wie Kinder die F√§higkeit, sich den Schulstoff dauerhaft einzupr√§gen, trainieren k√∂nnen.

Wie arbeitet das Gedächtnis?

Das Ged√§chtnis speichert vor allem wichtige emotionale Erlebnisse l√§ngerfristig oder sogar ein Leben lang. Verantwortlich hierf√ľr ist das limbische System, das direkt unter der Gro√ühirnrinde liegt und das Gef√ľhlszentrum des Gehirns bildet.

Welche Störfaktoren bremsen die Gedächtnisleistung?

Fernsehen und Computerspiele sind bei zu häufigem Konsum eindeutig die schlechtesten und gefährlichsten Freizeitbeschäftigungen, so das Fazit der Autorin. Beide Medien lassen das gerade Erlernte schnell in Vergessenheit geraten.

Test: Wie gut ist das Gedächtnis meines Kindes?

Dies h√§ngt von verschiedenen Einfl√ľssen ab. Selbst hochbegabte Kinder m√ľssen ihr Potenzial trainieren, sonst folgt eine Abstumpfung. Die Ged√§chtnisleistung eines jeden Kindes kann verbessert werden, selbst wenn es genetisch nicht mit einer Hochbegabung gesegnet ist.

-Wie kann man das Gedächtnis trainieren?

Verschiedene Übungen im Buch sollen hierbei helfen, wie etwa: bekannte Objekte einprägen, Gesichter wiedererkennen, unbekannte Bilder merken, Buchstaben wiederholen, Ziffern und Zahlen merken, Anweisungen behalten, Ortsschilder einprägen und eine Geschichte wiedergeben.

Was können Eltern tun?

Eltern m√ľssen ihre Kinder in jedem Fall unterst√ľtzen. Kinder sollen weder √ľber-, noch unterfordert werden. Sowohl Musik als auch Sportaktivit√§ten k√∂nnen die Lernf√§higkeit steigern. Besonders wichtig ist auch eine gesunde Ern√§hrung.

Übungen zur Steigerung der Gedächtnisleistung

In ihrem Buch "Ein Gummibärchen im Spinat" erklärt die Gedächtnissportlerin Christiane Stenger, wie Kinder ihre Gedächtnisleistung verbessern können.

Zur Autorin: Claudia Tebel-Nagy wurde 1957 geboren und lebt in Wien.
Die Journalistin und Autorin arbeitet f√ľr Zeitungen, den Rundfunk und verschiedene TV-Sender.

Petra Thorbrietz: Konzentration. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.



Der Lernerfolg von Kindern ist maßgeblich von deren Konzentrationsfähigkeit abhängig. Doch wie können Eltern ihren Kindern helfen, wenn diese gestört ist?
Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb Kinder unkonzentriert sind. Interessieren sich die Kinder f√ľr bestimmte Situationen oder Themen, sind sie durchaus in der Lage, sich zu konzentrieren und dauernd zuzuh√∂ren beziehungsweise mitzuarbeiten. Konzentrationsschw√§chen k√∂nnen jedoch auch durch Funktionsschw√§chen im Gehirn verursacht werden. Es lassen sich zwei Krankheitsbilder feststellen: ADS (das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) und ADHS (das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit√§ts-Syndrom). Eventuell weisen diese Kinder eine Lese-Rechtschreib-Schw√§che (Legasthenie) oder eine Rechenschw√§che (Dyskalkulie) auf. In jedem Fall k√∂nnen bestimmte Therapien helfen.

Wichtige Hilfsmittel zur Steigerung der Konzentrationsf√§higkeit bei Kindern sind etwa ausreichender Schlaf, viel Trinken, abwechslungsreiche Kost, viel Bewegung, eine ruhige Lernumgebung, ein klar strukturierter Tagesablauf mit klaren Regeln und zeitlichen Grenzen, das Vorlesen von Geschichten, Konzentrations√ľbungen, wie etwa Mandalas ausmalen, Yoga, Denksportaufgaben, ausreichende Pausen bei den Hausaufgaben, Entspannung durch wohltuende Ger√ľche wie Lavendel, richtiges Sitzen, um die Wirbels√§ule nicht zu belasten, aufbauende Farben, gen√ľgend Licht und geeignete M√∂bel, die dem Kind entsprechen.

Zur Autorin: Petra Thorbrietz, Journalistin und Publizstin, geboren 1954, lebt als freie Autorin in M√ľnchen.

Ischta Lehmann: Motivation. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.



Motivation ist ein wichtiger Faktor, der bestimmt, ob sich ein Kind f√ľr die Schule anstrengt oder nicht. Je motivierter ein Kind ist, desto bessere Schulleistungen erreicht es. Doch wie wird man motiviert? Entscheidend sind oftmals die inneren Einstellungen und das Selbstbild. H√§lt sich ein Kind f√ľr dumm, sinken seine Leistungen. Allgemein sind selbstbewusste Kinder motivierter als ihre unsicheren Altersgenossen. Eltern sollten sich jedoch davor h√ľten, ihre Kinder als Wunderkinder zu bezeichnen oder in √ľbertriebenem Ma√üe zu loben, da Kinder sonst resignieren, wenn sie feststellen m√ľssen, dass sie diesem Bild nicht entsprechen. Die Folge ist, dass Noten wichtiger werden, als die Inhalte des zu lernenden Schulstoffs. Ein Kind muss lernen, sich selbst zu motivieren, auch wenn in der Schule nicht alles glatt l√§uft. Aufbauende S√§tze, wie etwa "Alles halb so schlimm!" sollen helfen, dass Kindern die Angst genommen wird, zu versagen.

Kinder k√∂nnen auch motivationslos sein, weil sie unter Stress leiden. Vielleicht sind sie √ľberfordert, weil sie mit dem Schulstoff nicht zurecht kommen. Die Eltern sollten in diesem Fall mit ihren Kindern reden und nachfragen, ob sie ihnen helfen k√∂nnen. Um Stress entgegenzuwirken, helfen bestimmte Entspannungs√ľbungen wie etwa autogenes Training. Vermutlich sind die Kinder auch durch Probleme im schulischen Alltag belastet. H√§ufig werden sie Opfer von Sch√ľler-Mobbing, werden von anderen Sch√ľlerInnen schikaniert und manchmal sogar verletzt. Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.schueler-mobbing.de.

Angeborene Intelligenz reicht nicht aus, um in der Schule gute Noten zu bekommen. Daher gibt Ischta Lehmann in ihrem Buch praktische Tipps, wie ein Kind Geduld und Ausdauer lernt, um erfolgreich zu sein. Ein weiterer wichtiger Schritt zum Erfolg ist die Neugier. Um diese bei Kindern zu wecken, sind kulturelle Anregungen seitens der Eltern von großer Bedeutung. Gemeinsame Besuche wie etwa in Museen oder Tierparks leisten einen großen Beitrag in der Entwicklung der Kinder.

Zur Autorin: Ischta Lehmann, geboren1976, arbeitete nach Absolvierung der Jornalistenschule f√ľr verschiedene Zeitschriften. Sie lebt als Redakteurin in M√ľnchen.

AVIVA-Tipp:
Drei B√ľcher aus der Reihe "Leichter lernen mit Focus Schule" geben Hilfestellung, wie Kinder ihre Schulleistungen verbessern k√∂nnen. Die vielf√§ltigen im Buch enthaltenen Tests sind p√§dagogisch wertvoll, um dem Ziel, erfolgreich zu lernen, ein St√ľck n√§her zu kommen. Alles in allem sind die Sachb√ľcher, deren Inhalte aufeinander aufbauen, sehr empfehlenswerte erziehungsgerechte Ratgeber, die verst√§ndlich erkl√§rt sind.

Claudia Tebel-Nagy
Ged√§chtnis. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 125 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (September 2008)
ISBN: 978-3-423-34506-4

Petra Thorbrietz
Konzentration. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 109 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (Oktober 2007)
ISBN: 978-3-423-34445-6

Ischta Lehmann
Motivation. Wie Eltern ihr Kind unterst√ľtzen k√∂nnen.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 126 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (April 2008)
ISBN: 978-3-423-34475-3

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.focus.de/schule

www.focus.de/schule/testcenter

www.legasthenietherapie-info.de

Literatur Beitrag vom 14.12.2008 AVIVA-Redaktion 





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