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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 15.01.2004

Erfolgreiche K├╝nstlerinnen - Arbeiten zwischen Eigensinn und Kulturbetrieb
Sabine Grunwald

Felix Mendelssohn Bartholdy riet seiner Schwester Fanny von der Ver├Âffentlichung ihrer St├╝cke ab. Er sah die Aufgaben einer Frau und Mutter im deutlichen Widerspruch zur k├╝nstlerischen Arbeit.



In den Museen tauchen Bildende K├╝nstlerinnen nur h├Âchst vereinzelt auf. Kaum ein Autograph einer Komponistin liegt in den Archiven der Musikbibliotheken oder auf den Dirigentenpulten namhafter Orchester. Bis weit ins 20. Jahrhundert vertritt selten ein Verleger das Werk einer Schriftstellerin. Choreografinnen finden erst Geh├Âr, als sich der moderne Tanz vom klassischen Ballett emanzipiert.

Karrieren in Kunst- und Kulturbetrieb verlaufen auch heute noch nicht unabh├Ąngig vom Geschlecht. Das k├╝nstlerische Schaffen von Frauen wird von den m├Ąnnlich dominierten Strukturen des Kunstbetriebes bestimmt.
Eine aktuelle Website des ÔÇ×Europ├Ąischen DirigentinnenreadersÔÇť pr├Ąsentiert auf www.dirigentinnen.de mehr als 90 Dirigentinnen aus dem Orchester- und B├╝hnenbereich. Verantwortlich f├╝r den Inhalt der Site ist der ÔÇ×Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V.ÔÇť.

Sch├Âpferisch t├Ątige Frauen unterliegen anderen Ausbildungs-, Produktions- und Rezeptionsbedingungen als ihre m├Ąnnlichen Kollegen.
Die Studie vom Kulturforum der Sozialdemokratie "Erfolgreiche K├╝nstlerinnen" untersucht die geschlechtsspezifische Situation von Frauen im Kunstbetrieb und f├╝hrt zu einer Neubewertung des weiblichen Verst├Ąndnisses von Kunst. F├╝r die K├╝nstlerinnen ist es wichtig, ihre Kreativit├Ąt und ├Âkonomische Existenz in einem ganzheitlichen Lebensentwurf zu verbinden.
Jeweils 5 von 20 erfolgreichen Frauen der Gegenwart auf den Gebieten Literatur, Musik, Tanz und Bildende Kunst sind ├╝ber ihre Arbeit und pers├Ânliche Entwicklung exemplarisch befragt worden.

    Die Diskussionspunkte der Studie:

  • Wer oder was hat Ihre Entwicklung ma├čgeblich beeinflusst und was bedeutet f├╝r Sie Erfolg?

  • Wie vermarkten Sie sich selbst und wie gehen Sie mit Kritik um?

  • Wie verbinden Sie ihre k├╝nstlerische Arbeit mit Ihrem Alltag?

  • Welche Erfahrungen haben Sie w├Ąhrend ihrer Ausbildung an Akademien und Hochschulen gemacht?

  • Wie wirkt sich die aktuelle Kulturpolitik f├╝r Sie aus und welche Bedeutung haben Frauenf├Ârderprogamme f├╝r Sie?
Die Auswahl dieser Fragen macht deutlich, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter auch im Kunstbetrieb noch nicht realisiert wurde. K├╝nstler haben eine anderes Selbstverst├Ąndnis und hinterfragen manches gar nicht erst.

Als Res├╝mee l├Ąsst sich zusammenfassen, dass die Kunstwelt pluralistischer geworden ist. Doch nach wie vor erfahren Frauen in Bezug auf Awards/Ehrungen/Auszeichnungen und Ausstellungen nicht die gleiche Anerkennung wie ihre m├Ąnnlichen Kollegen. Es gibt zahlreiche K├╝nstlerinnen, die sich mittlerweile erfolgreich im Kunstbetrieb behaupten, dennoch stellt dies keine Selbstverst├Ąndlichkeit dar.
Weitere Informationen zu den vielf├Ąltigen Aktivit├Ąten und F├Ârderungen der Philip Morris im Netz unter:www.philipmorris.de



Erfolgreiche K├╝nstlerinnen
Arbeiten zwischen Eigensinn und Kulturbetrieb
Susanne Binas
in Zusammenarbeit mit:
Hiltrud Ebert, Claudia Feest und Christiane Lange
Hrsg: Kulturforum der Sozialdemokratie mit Unterst├╝tzung der Philip Morris GmbH
Klartext Verlag, Juni 2003
ISBN 3 89861 189 2
15,90 Euro200760575775 .

Literatur Beitrag vom 15.01.2004 Sabine Grunwald 





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