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AVIVA-BERLIN.de im November 2020 - Beitrag vom 14.11.2020


Neuerscheinungen von und über Susan Sontag im Herbst 2020: Benjamin Moser – Sontag. Die Biografie. Sigrid Nunez – Sempre Susan. Erinnerungen an Susan Sontag. Susan Sontag – Wie wir jetzt leben. Erzählungen
Silvy Pommerenke

Die jüdisch-amerikanische Intellektuelle und Publizistin Susan Sontag war zu Lebzeiten eine Ikone, und auch nach ihrem Tod vor 16 Jahren ist sie nie ganz aus dem Blick des öffentlichen Interesses verschwunden. Benjamin Moser hat eine beeindruckende Biografie über sie geschrieben, die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde und Sigrid Nunez erinnert sich gefühlvoll in "Sempre Susan" an ihre gemeinsame Zeit. Und schließlich die Erzählungen von Susan Sontag selbst, erstmalig aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt von Kathrin Razum.




Benjamin Moser – Sontag – Die Biografie

Susan Sontag wurde am 16. Januar 1933 in New York als Susan Rosenblatt als Tochter polnischer Einwanderer*innen, des Exportkaufmanns Jack Rosenblatt und der Lehrerin Mildred Jacobson, in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Sie und ihre jüngere Schwester Judith wurden zunächst von den Großeltern und dem Kindermädchen aufgezogen, während die Eltern geschäftlich in China zu tun hatten.
Schon als Kind verfasste sie, die sich später als ruhelos beschrieb, Dramen, Gedichte und Geschichten, lernte als Dreijährige lesen und liebte es als Zehnjährige, sich in Enzyklopädien zu vertiefen: "Ich entschied, dass ich sie alle lesen würde."

Als Susan sechs Jahre alt war, starb ihr Vater an Tuberkulose, was ein Tabu-Thema in der Familie war. Die alkoholkranke und schwer depressive Mutter heiratete erneut, der Name des Stiefvaters war Sontag, den Susan nur allzu gern annahm, da sie in der Schule mehrmals als "schmutzige Jüdin" beschimpft worden war. Von der Mutter allein gelassen, die es Susan untersagte, sie "Mutter" zu nennen, da es ihr peinlich war, zu altern, suchte sie sich ihre Vorbilder außerhalb der Familie. So hat sie Jahre später in einem Interview die Biographie von Marie Curie, die von ihrer Tochter Eve verfasst wurde, als "eine der einflussreichsten Lektüren ihrer Kindheit bezeichnet." Auch mit der Rolle der Jo in "Little Women", dargestellt von der jugendlichen und unangepassten Katherine Hepburn konnte sie sich identifizieren.)

Die Kritiken über "Sontag – Die Biografie" sind überschwänglich, und für seine Fleißarbeit (der Wälzer hat mehr als 900 Seiten und bringt stolze 1,3 Kilo auf die Waage) wurde der Biograf mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Seine Herangehensweise und sein Blick auf Susan Sontag ist vielfach psychoanalytisch, und er untermauert seine Interpretation Sontags mit ihren Schriften, ihren Tagebuchaufzeichnungen, denen anderer und Interviews. Unweigerlich ergibt sich so ein vielfältiger, aber auch ungeschönter Blick auf die Schriftstellerin, Kritikerin und Regisseurin. Das könnte ganz im Sinne Susan Sontags gewesen sein, die sich immer dagegen wehrte, von anderen nur aufgrund von Äußerlichkeiten beurteilt oder interpretiert zu werden, ihr ging es immer um den Intellekt.

Moser demontiert das schillernde Image der Intellektuellen, zeigt aber auch, wie schöpferisch, klug und unfassbar belesen sie war. Vor allem offenbart Moser die tiefe Unsicherheit Sontags, die sie in ihren Tagebüchern niedergeschrieben hat. Niemand hätte das je von ihr vermutet, und selbst langjährige Freund*innen waren über ihre Selbstzweifel schockiert, als sie davon erfuhren. Das passte so gar nicht zu dem Außenbild, was sich die Welt von ihr gemacht hatte. Nach außen hin eilte sie scheinbar von Erfolg zu Erfolg.

Ein Freund Susans schildert das Dilemma, in dem sie sich zu ihrer Umwelt befand: "Ich liebte Susan, aber ich mochte sie nicht". Viele Freund*innen wandten sich von ihr ab. Dennoch hatte sie eine magische Außenwirkung, verkehrte in Hollywood und im Weißen Haus, hatte zahllose Affären sowohl zu Männern als auch zu Frauen (ihre lesbische Seite hat sie nie öffentlich zugegeben, die langjährige Beziehung zur Fotografin Annie Leibovitz dementiert), und wurde über Nacht berühmt, als sie 1964 das Essay "Camp" verfasste, in dem sie sich mit der Art der Wahrnehmung von Kunst und Homosexualität auseinandersetzte.

Sie war eine intellektuelle Überfliegerin, mit 20 Jahren die jüngste College-Dozentin der Vereinigten Staaten, und es gab kaum jemand, die/der ihrem Geist ebenbürtig war. Sie hatte viel zu sagen, mischte sich später auch in das politische Geschehen ein (und zieht nebenbei ihren Sohn David Rieff groß, zu dem sie eine symbiotische aber auch schwierige Verbindung hatte), der aus der stürmischen, aber kurzen Ehe mit dem Soziologen Philip Rieff hervorging. Ihre jüdische Identität nahm sie zwiespältig wahr. Einerseits betonte sie sie, andererseits spielte sie sie herunter.

Susan Sontag packte in 24 Stunden so viel hinein, wofür andere Menschen Wochen oder gar Monate benötigen. Sie schrieb Essays, Romane, Theaterstücke und drehte Filme. Während des Bürgerkrieges ging sie 1993 nach Sarajevo und inszenierte dort das Beckett´sche Drama "Warten auf Godot". Dabei setzte sie ihr Leben aufs Spiel und war mittendrin im Kriegsgeschehen. Auch Annie Leibovitz kam nach Sarajevo und machte eindrucksvolle und verstörende Fotos von den kriegsgebeutelten Menschen und der zerstörten Stadt. 2000 wurde Susan Sontag für ihren Roman "In Amerika" mit dem National Book Award ausgezeichnet – auch wenn ihr der Nobelpreis lieber gewesen wäre. Zweimal bekämpfte sie erfolgreich eine Krebserkrankung, beim dritten Mal siegte der Tod.

Moser lässt seine Biografie mit den Worten enden: "Sontag zeigte auf, wie Metaphern das Ich formen und wie sie es dann verformen können; wie Sprache trösten und wie sie zerstören kann … Und sie warnte vor den Mystifizierungen von Fotografien und Porträts – auch denen von Biografen". Vor Mosers Biografie kann tatsächlich gewarnt werden: es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen!

Sigrid Nunez - Sempre Susan: Erinnerungen an Susan Sontag

Sigrid Nunez war 25 Jahre alt, als sie 1976 Susan Sontag kennen lernte. Eigentlich sollte es eine reine Arbeitsbeziehung werden, wurde aber mehr, als sie sich in deren Sohn David Rieff verliebte, und sie für ein Jahr gemeinsam zu dritt in Susans Penthouse lebten. Dies lässt einen ungewohnt privaten Einblick zu, der in der Mammut-Biografie von Benjamin Moser fehlt, da er ihr Leben nur aus zweiter Hand beschreiben kann (bis auf die Tagebuchaufzeichnungen Sontags).

Nunez schildert Sontag in etwas milderen Tönen, als es Moser macht ("Sie konnte nicht kritisieren, sie konnte nur loben", und sie beschreibt sie sinnlicher (beispielsweise, dass Susan Sontag das Eau de Cologne "Dior Homme" benutzte). Nichtsdestotrotz berichtet auch Nunez von der unversöhnlichen und strengen Sontag, die wenig Nachsicht mit ihrer Umwelt hatte und jede*n zurechtwies. Sie erlebte aus nächster Nähe, dass Sontag mürrisch, reizbar und streitlustig war und spürte deren "intensive Unzufriedenheit mit der Welt im Allgemeinen".

Dennoch versprühte sie ihren unwiderstehlichen Reiz auch auf Nunez, allem voran das "große schöne Lächeln, das die Menschen am meisten beeindruckte". Der Einfluss von Sontag auf Nunez war tiefgreifend, und einer der größten Glücksfälle ihres Lebens, wie sie bemerkt. Susan "war von Natur aus didaktisch und moralistisch; sie wollte beeinflussen, ein Vorbild sein, beispielhaft, Sie wollte das Denken anderer Menschen verbessern und ihren Geschmack verfeinern". Diesen didaktischen Auftrag konnte Susan Sontag nur durch ihr exorbitantes Lesepensum erreichen: mindestens ein Buch pro Tag, dazu unzählige Kino- oder Opernbesuche, Partys, Veranstaltungen, Reisen und natürlich das Schreiben. Das schaffte sie nur, indem sie sich mit Amphetaminen (Speed) vom Schlafen abhielt, wie Moser verrät. Nunez erwähnt diese Drogensucht in einem Nebensatz, aber auch, dass Sontag so gut wie keinen Alkohol trank.

Einer der größten Punkte ist wohl der Umstand, dass Sontag nicht allein sein konnte. Selbst beim Schreiben wollte sie, dass jemand bei ihr war. Das führte sogar soweit, dass sie in das gemeinsame Schlafzimmer von David und Sigrid hereinplatzte und den beiden ein Gespräch aufnötigte. Allein zu sein bedeutete für Sontag eine Strafe. Das hatte auch Auswirkungen auf Sigrid. Völlig okkupiert von Susan "war es eine Zeit großen Unbehagens, großer Verwirrung und Einschränkung". Als der Druck zu groß wurde, zog Nunez aus der Penthouse-Wohnung aus, führte aber weiterhin die Beziehung zu David. Allen Bemühungen zum Trotz scheiterte dieser Versuch. Während der Kontakt zu David abbrach, hielt sie ihn zu Susan Sontag, bekam ihre Depressionen mit (David hatte mittlerweile eine eigene Wohnung, und sie fühlte sich im Stich gelassen), ihre Besuche bei der Psychotherapeutin und ihre zunehmende Wut. "Sie war eine Masochistin und eine Sadistin", die ihren Jähzorn ungefiltert an anderen ausließ.

Die Erinnerungen "Sempre Susan" sind bereits 2014 auf Englisch erschienen. Nun, 2020 auf Deutsch und zeitgleich mit Benjamin Mosers Biografie, ergeben sie nur ein minimal anderes Bild der amerikanischen Intellektuellen. Es empfiehlt sich, beide Bücher zu lesen, und dadurch einen (noch) umfassenderen Blick auf Susan Sontag zu erhalten.

Susan Sontag – Wie wir jetzt leben - Erzählungen

Der schmale Band "Wie wir jetzt leben" enthält fünf Erzählungen Sontags, die zwischen 1984 und 1992 erschienen sind. Die erste und titelgebende Geschichte ist 1986 entstanden, als das HI-Virus und AIDS wild um sich zu greifen begannen. In atemlosem Tempo und hypotaktischem Schreibstil stellt Sontag die Ohnmacht eines Freundeskreises dar, der einem Freund und Geliebten während DER Krankheit beisteht. Nicht einmal fällt der Begriff AIDS, aber es ist klar, worum es sich handelt. Das Unaussprechliche trotzdem benennen, das ist Susan Sontags Stärke und findet sich bereits in ihren Essays "Krankheit als Metapher" bzw. "AIDS und seine Metaphern" aus den Jahren 1978 und 1989 wieder. Sontag hat diese verklausulierte Form benutzt, um Kranke nicht zu stigmatisieren.

Damit zählt "Wie wir jetzt leben" neben dem autobiografischen Text "Wallfahrt" zu den eindrucksvollsten Stücken dieses Erzählbandes. Legendär ist der Besuch als 16-Jährige bei Thomas Mann (Sontag macht sich in ihrer Erzählung zwei Jahre jünger), den sie in "Wallfahrt" beschreibt, und den sie in schamvoller Erinnerung behält, weil sie die Diskrepanz zwischen Autor und Werk außerordentlich stark wahrnahm. Und dass sie ihre Kindheit als lange Freiheitsstrafe bezeichnete, ist nicht minder legendär, sowie ihre Lesewut, die sie von klein auf hatte, und die sie ihr Leben lang nicht verlassen sollte ("Mein Sinn für das, was möglich war, erweiterte sich mit jedem Buch, wie ein Zollstock, der Glied für Glied aufgeklappt wird").

Neben klugen, durchdachten und wohlfeil konzipierten Texten gibt sich Sontag bisweilen auch poetisch, und der Erzählband gibt einen Einblick in die Denk- und Schaffenswelt Susan Sontags, die sich der Welt auf distanzierter und intellektueller Weise annäherte, ohne jedoch Emotionen außen vor gelassen zu haben.

AVIVA-Tipp: Die drei Neuerscheinungen von und über Susan Sontag geben ein umfassendes Bild der streitbaren Intellektuellen wieder. Benjamin Moser hat mit seiner Biografie ein wahres Mammutwerk geschaffen, das in seiner Komplexität die Vielschichtigkeit Susan Sontags beleuchtet. Dafür wurde er zurecht mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Etwas persönlicher gehalten ist der Erinnerungsband von Sigrid Nunez, die als junge Frau mit dem Sohn Sontags liiert war, und die gemeinsam das Penthouse von Susan Sontag bewohnten. Trotz der Kritik an ihr wahrt Nunez eine wohlwollende Distanz gegenüber der Intellektuellen und ergänzt die Biografie von Moser um einige Details. Um sich nicht nur über Susan Sontag zu informieren, sondern auch Texte von ihr zu lesen, bietet sich "Wie wir jetzt leben" als Einstieg an.

Zum Autor: Benjamin Moser, geboren 1976 in Houston/Texas, lebt in den Niederlanden, wo er an der Universität Utrecht promovierte. Er verfasst regelmäßig Beiträge für Harper´s Magazine und The New York Review of Books und fand bereits mit seiner Biografie über Clarice Lispector viel Anerkennung. Für "Sontag – Die Biografie" wurde Moser mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie Biografie ausgezeichnet.
Benjamin Moser im Netz: www.benmoser.com

Zur Autorin: Sigrid Nunez wurde 1951 in New York City geboren. Die Tochter einer deutschen Mutter und eines chinesisch-panamaischen Vaters studierte am Barnard College und an der Columbia University. Sie unterrichtete u.a. am Amherst College, an der Columbia und an der Princeton Universität. 1995 erschien ihr erster Roman A Feather on the Breath of God (Deutsch u.d.T. Wie eine Feder auf dem Atem Gottes), der Finalist für den PEN/Hemingway Award for First Fiction war. Es folgten u.a. der Virginia-Woolf-Roman Mitz: The Marmoset of Bloomsbury (Deutsch u.d.T. Das Krallenäffchen) und 2011 das Memoir Sempre Susan. Der 2018 erschienene Roman The Friend erhielt den National Book Award, war Finalist des Simpson/Joyce Carol Oates Preises und ein New York Times Bestseller. In Irland stand er auf der Longlist des International Dublin Literary Awards, in Frankreich auf der Longlist des renommierten Prix Femina.
Im Jahr 2020 wurde ihr ein Guggenheim-Stipendium zuerkannt.
Sigrid Nunez lebt in New York City.
Sigrid Nunez im Netz:
www.sigridnunez.com

Susan Sontag
wurde am 16. Januar 1933 in New York als Susan Rosenblatt als Tochter jüdisch-polnischer Einwanderer*innen, des Exportkaufmanns Jack Rosenblatt und der Lehrerin Mildred Jacobson geboren.
Die Schriftstellerin, Kritikerin und Regisseurin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Jerusalem Book Prize 2001, den National Book Award und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu ihren Romanen zählen unter anderem "Der Wohltäter", "Der Liebhaber des Vulkans" oder "In Amerika". Berühmt wurde sie 1964 mit dem Essay "Notes on Camp" und "Against Interpretation", später folgten ebenso aufsehenerregende Essays wie "Krankheit als Metapher" oder "Aids und seine Metaphern". Sie war bekannt für ihren Einsatz für Menschenrechte sowie als Kritikerin der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Von 1988 bis zu ihrem Tod lebte sie mit der Fotografin Annie Leibovitz zusammen. Susan Sontag starb 2004 in New York. Über ihr letztes Lebensjahr berichtet ihr Sohn David Rieff in "Tod einer Untröstlichen".
Mehr Infos unter: www.susansontag.com und www.jwa.org/people/sontag-susan und jwa.org/encyclopedia/article/sontag-susan



Benjamin Moser – Sontag – Die Biografie
Penguin Verlag, Erscheinungstermin 09/2020
Übersetzer Hainer Kober
Originaltitel: Sontag. Her Life and Work
Hardcover mit Schutzumschlag, 928 Seiten mit 32-seitigem Bildteil
ISBN: 978-3-328-60159-3
Euro 40,00
Mehr zum Buch unter: www.randomhouse.de

Sigrid Nunez - Sempre Susan: Erinnerungen an Susan Sontag
Originaltitel: Sempre Susan
Aufbau Verlag, Erscheinungstermin 09/2020
Übersetzt von Anette Grube
Gebunden mit Schutzumschlag, 141 Seiten
ISBN: 978-3-351-03849-6
Euro: 18,00
Mehr zum Buch unter: www.aufbau-verlag.de

Susan Sontag – Wie wir jetzt leben - Erzählungen
Hanser Verlag, Erscheinungstermin 09/2020
Übersetzt von Kathrin Razum
Mit einem Nachwort von Verena Lueken
Hardcover mit Schutzumschlag, 128 Seiten
ISBN: 978-3-446-26764-0
Euro: 20,00
Mehr zum Buch unter: www.hanser-literaturverlage.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Susan Sontag - The Doors und Dostojewski. Das Rolling-Stone-Interview mit Jonathan Cott
1978 erschien im "Rolling Stone Magazine" ein Interview mit der Filmemacherin und Essayistin Susan Sontag, das - damals stark gekürzt - jetzt erstmals in voller Länge und auf Deutsch vorliegt. (2014)

Susan Sontag - Wiedergeboren. Tagebücher 1947-1963
Die frühen Tagebücher der berühmten Intellektuellen Susan Sontag liegen seit dem Frühjahr 2010 nun erstmals auch auf Deutsch vor. Sie evozieren hohe Erwartungen in der an allergeheimsten Intimitäten interessierten Leserin, da Sontag sich immer äußerst bedeckt hielt, was ihr Privatleben anging. (2010)

David Rieff - Tod einer Untröstlichen. Die letzten Tage von Susan Sontag
Der Sohn von Susan Sontag schreibt über das Sterben seiner Mutter. Und er stellt eine interessante Frage: Was ist die Wahrheit und wie viel davon verträgt der Mensch? (2009)

Annie Leibovitz – Life Through A Lens
Sie ist die Grande Dame der Fotografie und hat unzählige Menschen - berühmte und weniger berühmte - portraitiert. Nun wurde Annie Leibovitz eine sehr individuelle Dokumentation auf DVD gewidmet. (2008)

Susan Sontag. Geist und Glamour. Die erste Biographie von Daniel Schreiber
Ein sorgfältig recherchiertes Portrait der streitbaren, charismatischen, widersprüchlichen und umstrittenen jüdischen politischen Intellektuellen und risikofreudigen Künstlerin Susan Sontag. (2007)

Annie Leibovitz - A Photographer´s Life. 1990 – 2005
C/O Berlin, International Forum For Visual Dialogues, präsentierte vom 21. Februar bis 17. Mai 2009 die Retrospektive A Photographer´s Life der jüdisch-amerikanischen Fotografin Annie Leibovitz. (2009)

Sigrid Nunez – Der Freund
Eine Frau und ein riesiger Hund trauern gemeinsam um ihren besten Freund, der sich für den Suizid entschieden hat. In dem preisgekrönten Roman "Der Freund" der US-amerikanischen Schriftstellerin Sigrid Nunez geht es um Liebe und Freundschaft, Trauer und Rückkehr ins Leben und mit spitzer Feder auch gegen den Literaturbetrieb. (2020)


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Beitrag vom 14.11.2020

Silvy Pommerenke 






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