Gedächtnis, Konzentration und Motivation. Aus der Reihe Leichter lernen mit FOCUS SCHULE - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Literatur Sachbuch



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 14.12.2008


Gedächtnis, Konzentration und Motivation. Aus der Reihe Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Alexandra Kasjan

Wie können Eltern ihre Kindern unterstützen, damit diese in der Schule erfolgreich lernen? Drei Bücher geben Tipps und Tricks, wie man das Wichtigste im Kopf behält und dem Unterricht aufmerksam...




...und zielstrebig folgen kann.

Drei Autorinnnen, Claudia Tebel-Nagy, Petra Thorbrietz und Ischta Lehmann, haben sich mit den Ursachen der Lernschwächen befasst. Jede von ihnen hat ein Sachbuch zum Thema geschrieben mit dem Ziel, Eltern dabei zu unterstützen, die schulischen Leistungen ihrer Kinder zu verbessern. Jedes der drei Bücher verweist im Anhang auf Kontaktadressen und Internetseiten: Bildungseinrichtungen, Therapiezentren, Verbände, Magazine und weiterführende Informationen geben die Möglichkeit, sich noch ausführlicher mit dem Problem der Lernschwäche zu beschäftigen und notfalls Kontaktpersonen zu finden, die professionelle Behandlungen und Beratungen anbieten.

In "Gedächtnis" veranschaulicht Claudia Thebel-Nagy komprimiert, wie Kinder sich die Fülle an Vokabeln, Formeln und Daten, die im Schulstoff behandelt werden, auf einfache Art und Weise merken können. Kann es sich womöglich um eine Aufmerksamkeitsstörung handeln oder werden Kinder einfach zu sehr von ihrer Umgebung abgelenkt? Konzentrationstests zeigen, wie konzentriert oder unkonzentriert Kinder wirklich sind. Wichtige Ernährungstipps und andere Anleitungen wie die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden kann, liefern Hilfestellungen.

In "Konzentration" geht Petra Thorbrietz den Ursachen der mangelnden Konzentrationsfähigkeit bei Kindern auf den Grund. Häufig wird die Aufmerksamkeit der Kinder durch deren Umfeld gestört. Sie lassen sich viel zu leicht von den Medien wie Fernseher und Computer, aber auch vom Lärm in unmittelbarer Umgebung ablenken. Auch psychische Ursachen sind nicht zu unterschätzen. Sorgen und die Angst vor dem Versagen durch schlechte Schulleistungen sind charakteristische Probleme.

In "Motivation" erklärt Ischta Lehmann die psychischen Gründe für die oftmals lustlose Haltung der Kinder. Leiden diese möglicherweise unter Stress und unter zu großem Druck? Oder ist sogar ein mangelndes Selbstbewusstsein die Ursache? Gibt es innerhalb der Familie oder Klassengemeinschaft Spannungen? Lehmann gibt Aufschluss darüber, was Eltern tun können, um das Verhalten ihrer Kinder besser zu verstehen und bietet neben Motivationstests auch gute Ratschläge dafür, die Neugier bei Kindern zu steigern und wie diese sich selbst motivieren können, statt negative Gedankenmuster aufzubauen. Wie Kinder ihren gesamten Schulstoff meistern können, ohne sich zu überfordern, sind weitere unverzichtbare Tipps im Buch.

Claudia Tebel-Nagy: Gedächtnis. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.



Die Journalistin und Autorin untersucht Zusammenhänge zwischen der Gedächtnisleistung eines Kindes und dem damit verbundenen Lernerfolg. Sie informiert zunächst über die physiologischen Prozesse im Gehirn und erklärt, wie Kinder die Fähigkeit, sich den Schulstoff dauerhaft einzuprägen, trainieren können.

Wie arbeitet das Gedächtnis?

Das Gedächtnis speichert vor allem wichtige emotionale Erlebnisse längerfristig oder sogar ein Leben lang. Verantwortlich hierfür ist das limbische System, das direkt unter der Großhirnrinde liegt und das Gefühlszentrum des Gehirns bildet.

Welche Störfaktoren bremsen die Gedächtnisleistung?

Fernsehen und Computerspiele sind bei zu häufigem Konsum eindeutig die schlechtesten und gefährlichsten Freizeitbeschäftigungen, so das Fazit der Autorin. Beide Medien lassen das gerade Erlernte schnell in Vergessenheit geraten.

Test: Wie gut ist das Gedächtnis meines Kindes?

Dies hängt von verschiedenen Einflüssen ab. Selbst hochbegabte Kinder müssen ihr Potenzial trainieren, sonst folgt eine Abstumpfung. Die Gedächtnisleistung eines jeden Kindes kann verbessert werden, selbst wenn es genetisch nicht mit einer Hochbegabung gesegnet ist.

-Wie kann man das Gedächtnis trainieren?

Verschiedene Übungen im Buch sollen hierbei helfen, wie etwa: bekannte Objekte einprägen, Gesichter wiedererkennen, unbekannte Bilder merken, Buchstaben wiederholen, Ziffern und Zahlen merken, Anweisungen behalten, Ortsschilder einprägen und eine Geschichte wiedergeben.

Was können Eltern tun?

Eltern müssen ihre Kinder in jedem Fall unterstützen. Kinder sollen weder über-, noch unterfordert werden. Sowohl Musik als auch Sportaktivitäten können die Lernfähigkeit steigern. Besonders wichtig ist auch eine gesunde Ernährung.

Übungen zur Steigerung der Gedächtnisleistung

In ihrem Buch "Ein Gummibärchen im Spinat" erklärt die Gedächtnissportlerin Christiane Stenger, wie Kinder ihre Gedächtnisleistung verbessern können.

Zur Autorin: Claudia Tebel-Nagy wurde 1957 geboren und lebt in Wien.
Die Journalistin und Autorin arbeitet für Zeitungen, den Rundfunk und verschiedene TV-Sender.

Petra Thorbrietz: Konzentration. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.



Der Lernerfolg von Kindern ist maßgeblich von deren Konzentrationsfähigkeit abhängig. Doch wie können Eltern ihren Kindern helfen, wenn diese gestört ist?
Es gibt verschiedene Ursachen, weshalb Kinder unkonzentriert sind. Interessieren sich die Kinder für bestimmte Situationen oder Themen, sind sie durchaus in der Lage, sich zu konzentrieren und dauernd zuzuhören beziehungsweise mitzuarbeiten. Konzentrationsschwächen können jedoch auch durch Funktionsschwächen im Gehirn verursacht werden. Es lassen sich zwei Krankheitsbilder feststellen: ADS (das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) und ADHS (das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom). Eventuell weisen diese Kinder eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) oder eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) auf. In jedem Fall können bestimmte Therapien helfen.

Wichtige Hilfsmittel zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bei Kindern sind etwa ausreichender Schlaf, viel Trinken, abwechslungsreiche Kost, viel Bewegung, eine ruhige Lernumgebung, ein klar strukturierter Tagesablauf mit klaren Regeln und zeitlichen Grenzen, das Vorlesen von Geschichten, Konzentrationsübungen, wie etwa Mandalas ausmalen, Yoga, Denksportaufgaben, ausreichende Pausen bei den Hausaufgaben, Entspannung durch wohltuende Gerüche wie Lavendel, richtiges Sitzen, um die Wirbelsäule nicht zu belasten, aufbauende Farben, genügend Licht und geeignete Möbel, die dem Kind entsprechen.

Zur Autorin: Petra Thorbrietz, Journalistin und Publizstin, geboren 1954, lebt als freie Autorin in München.

Ischta Lehmann: Motivation. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.



Motivation ist ein wichtiger Faktor, der bestimmt, ob sich ein Kind für die Schule anstrengt oder nicht. Je motivierter ein Kind ist, desto bessere Schulleistungen erreicht es. Doch wie wird man motiviert? Entscheidend sind oftmals die inneren Einstellungen und das Selbstbild. Hält sich ein Kind für dumm, sinken seine Leistungen. Allgemein sind selbstbewusste Kinder motivierter als ihre unsicheren Altersgenossen. Eltern sollten sich jedoch davor hüten, ihre Kinder als Wunderkinder zu bezeichnen oder in übertriebenem Maße zu loben, da Kinder sonst resignieren, wenn sie feststellen müssen, dass sie diesem Bild nicht entsprechen. Die Folge ist, dass Noten wichtiger werden, als die Inhalte des zu lernenden Schulstoffs. Ein Kind muss lernen, sich selbst zu motivieren, auch wenn in der Schule nicht alles glatt läuft. Aufbauende Sätze, wie etwa "Alles halb so schlimm!" sollen helfen, dass Kindern die Angst genommen wird, zu versagen.

Kinder können auch motivationslos sein, weil sie unter Stress leiden. Vielleicht sind sie überfordert, weil sie mit dem Schulstoff nicht zurecht kommen. Die Eltern sollten in diesem Fall mit ihren Kindern reden und nachfragen, ob sie ihnen helfen können. Um Stress entgegenzuwirken, helfen bestimmte Entspannungsübungen wie etwa autogenes Training. Vermutlich sind die Kinder auch durch Probleme im schulischen Alltag belastet. Häufig werden sie Opfer von Schüler-Mobbing, werden von anderen SchülerInnen schikaniert und manchmal sogar verletzt. Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.schueler-mobbing.de.

Angeborene Intelligenz reicht nicht aus, um in der Schule gute Noten zu bekommen. Daher gibt Ischta Lehmann in ihrem Buch praktische Tipps, wie ein Kind Geduld und Ausdauer lernt, um erfolgreich zu sein. Ein weiterer wichtiger Schritt zum Erfolg ist die Neugier. Um diese bei Kindern zu wecken, sind kulturelle Anregungen seitens der Eltern von großer Bedeutung. Gemeinsame Besuche wie etwa in Museen oder Tierparks leisten einen großen Beitrag in der Entwicklung der Kinder.

Zur Autorin: Ischta Lehmann, geboren1976, arbeitete nach Absolvierung der Jornalistenschule für verschiedene Zeitschriften. Sie lebt als Redakteurin in München.

AVIVA-Tipp:
Drei Bücher aus der Reihe "Leichter lernen mit Focus Schule" geben Hilfestellung, wie Kinder ihre Schulleistungen verbessern können. Die vielfältigen im Buch enthaltenen Tests sind pädagogisch wertvoll, um dem Ziel, erfolgreich zu lernen, ein Stück näher zu kommen. Alles in allem sind die Sachbücher, deren Inhalte aufeinander aufbauen, sehr empfehlenswerte erziehungsgerechte Ratgeber, die verständlich erklärt sind.

Claudia Tebel-Nagy
Gedächtnis. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 125 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (September 2008)
ISBN: 978-3-423-34506-4

Petra Thorbrietz
Konzentration. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 109 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (Oktober 2007)
ISBN: 978-3-423-34445-6

Ischta Lehmann
Motivation. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können.

Leichter lernen mit FOCUS SCHULE
Gebundene Ausgabe, 126 Seiten
Preis: 10,00 Euro
Verlag: dtv (April 2008)
ISBN: 978-3-423-34475-3

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.focus.de/schule

www.focus.de/schule/testcenter

www.legasthenietherapie-info.de


Literatur > Sachbuch

Beitrag vom 14.12.2008

AVIVA-Redaktion 






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