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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.09.2011

Oh Land - Oh Land
Lisa Erdmann

Von der "Königlich DĂ€nischen Ballettschule" auf die Electro-Pop-BĂŒhnen der Welt. Nanna Øland Fabricius hat aus ihrer Not eine Tugend gemacht, die sich eindeutig hören lassen kann. Bereits ...



..."Sun Of A Gun", die erste Singleauskopplung ihres selbstbetitelten Longplayers, avancierte zum Ohrwurm und auch die restlichen Songs des DebĂŒtalbums haben erhöhtes Suchtpotential.

SpĂ€testens seit Aronofskys "Black Swan" kennt frau die Schattenseiten einer Ballettkarriere. Auch fĂŒr Nanna Øland Fabricius endete der Traum von der Prima Ballerina im Alter von 19 Jahren - jedoch nicht, weil eine Rolle sie so sehr einnahm, dass sie daran zerbrach, sondern aufgrund einer schweren RĂŒckenverletzung.

Nachdem die aus Kopenhagen stammende Tochter einer OpernsĂ€ngerin und eines klassischen Komponisten den ersten Schock ĂŒberwunden hatte, orientierte sie sich neu und entdeckte ihr musikalisches Talent. Sie zog nach New York - wo sie schnell zu den "most stylish New Yorkers" zĂ€hlte - und begann, eigene Songs zu schreiben und zu komponieren. In 2008 prĂ€sentierte sie ihre ersten Werke auf dem DebĂŒtalbum "Fauna". Diese waren so gut, dass der Musiker und Produzent Pharell Williams auf die mittlerweile 26-JĂ€hrige aufmerksam wurde.

Auf ihrem selbstbetitelten zweiten Album "Oh Land" kann sich frau nun erneut selbst von dem Talent der Elektro-Pop-Prinzessin ĂŒberzeugen und wird staunen, denn nicht nur die erste Single "Sun Of A Gun" hat dank Synthie-Beats und 4/4-Takt erhöhtes Hit- und Ohrwurmpotential, auch die anderen 10 Titel klingen Ă€ußerst vielversprechend.

Da scheppert und stampft es bei "Voodoo", wird mit "Human" und "White Nights" sogar Ă€ußerst tanzbar und trifft bei "Wolf and I", "Perfection" und "Helicopter" einen leicht mystischen Einschlag, ohne jemals das Synthie-Pop-Feld zu verlassen.

Vor allem der autobiografische Track "Break The Chain" beweist, dass hinter dem filigranen Chartgewand mehr steckt, als bloß gute Arrangements. "He said Sorry, but you`re never gonna dance again / But my feet just keep me movin" beschreibt den schrecklichen Moment der Diagnose, welche SĂ€ngerin Nanna bis heute nur schwer verarbeiten konnte. "Oh Land" prĂ€sentiert ihren Hörerinnen eben ein Popalbum mit Tiefgang.

Oh Land im Netz: www.ohlandmusic.com

AVIVA-Tipp: Zwischen SĂ€ngerinnen wie Lykke Li, Björk und La Roux findet Oh Land getrost ihren Platz und geht ĂŒberzeugend ihren eigenen Weg. Der gleichnamige Longplayer ist genau das richtige fĂŒr graue Stunden und verleiht jedem noch so fahlen Tag eine gehörige Portion Farbe.


Oh Land
Oh Land

Label: Sony Music, VÖ: August 2011


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Ellie Goulding - Lights

Sawoff Shotgun - For Our Sanity

Au Revoir Simone – The Bird Of Music

Music Beitrag vom 14.09.2011 Lisa Erdmann 





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