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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 18.05.2006

Y Move - Y Move
Silvy Pommerenke

Den SerbInnen sei Dank - dass sie dieses musikalische Stimmwunder zu uns haben gehen lassen! Das Berliner-Quartett Y-Move ist ein deutsch-serbisches Kooperationsprojekt, das sich...



...aus der Hanns-Eisler-Hochschule entwickelt hat und Vocal-Jazz auf höchstem Niveau präsentiert. Yelena K klingt wie Al Jarreaus kleine Schwester. Sie lässt die Stimmbänder schwingen, dass der alte Herr des Jazz sich gehörig anstrengen müsste, um ihr eine ernsthafte Konkurrenz zu bieten. Gerade mal im sechsten Semester studiert die sympathische Serbin Jazz an der Berliner Universität bei Judy Niemack, die ihre Stimme mit "Ich-hab-schon-alles-erlebt" umschreibt. Bei den gefühlvollen, aber vor allem super professionell vorgetragenen Liedern fragt man sich besorgt - dies aber im positiven Sinne - wo das mit Yelena noch hinführen soll. Denn ein paar Semester des Studiums liegen noch vor ihr, und wenn sie jetzt schon nahezu perfekt ist, was soll dann erst nach Abschluss des Studiums werden? Da verzeiht man ihr auch gerne kleidungstechnische Stilblüten wie das Tragen von Doc Martens zum Cocktailkleid, oder weiße Kniestrümpfe zu schwarzen Lackschuhen. Vielleicht aber, und diese Möglichkeit ist doch sehr wahrscheinlich, ist dieser Stilbruch gewollt, um dem Jazz die Ernsthaftigkeit und Elitisierung zu nehmen.

Der Kopf des Quartetts, gleichzeitig Klavierlehrer Yelenas, ist Andreas Schmidt. Er trägt die Verantwortung für die Arrangements, und diese zeichnen sich durch fantasievollen, spannenden und extrem kreativen Einsatz der Instrumente aus. Was der Mann mit seinem Klavier anstellt ist nicht nur Ohrenschmaus, sondern vor allem auch Bühnenshow. Auf stille aber intensiv charmante Art versteht es der Kahlrasierte, das Publikum auf eine Reise für die Ohren mitzunehmen.

Die weiteren zwei Mitglieder der Jazzgruppe sind - zumindest noch auf der Studio CD - Anne Lieberwirth am Bass und Rainer Winch an den Drums. Lieberwirth ist in der Zwischenzeit nach New York gegangen, hat aber ihre Stelle einem altbekannten Bassisten überlassen: Andreas Henze, der auch schon, aber nicht nur, für Susanne Betancor die Saiten zupfte. Die Norddeutsche Zeitung resümierte über ihn in der Vergangenheit: "Andreas Henze, der mehr als einmal seinen Kontrabaß streichelt, Themen aufgreift, zurückfindet zum Rhythmus, dann mit dem Fuß einen der zahlreich eingestöpselten Effekte aktiviert, beinahe wie Jimi Hendrix sein Instrument aufjaulen läßt, um dann schnell wieder zurückzufinden zu den leisen Tönen, zu gehauchten Rhythmen und auf unterschiedlichste Art dezente Vibrationen erzeugt."

Der smarte Kopf der Band Andreas Schmidt antwortet auf die Frage, warum sie den Bandnamen Y move gewählt haben: "Irgendwann sind wir in Verbindung mit dem Bild an einer Art von Bewegungslosigkeit hängengeblieben". Also steht der Name der Gruppe für das Innehalten und Verharren im Moment. Auf dem Booklet sind die MusikerInnen mit geschlossenen Augen und fast wie schlafend wirkend photographiert, und da stellt sich tatsächlich die Frage why move, wenn es in der Stille und Reglosigkeit so schön sein kann!

Erwähnenswert ist des Weiteren die Mitarbeit von Katja Riemann bei diesem Quartett. Sie schrieb den Text zu "Velvet Hills", das mit Abstand großartigste Lied der CD. Aber auch die Cover-Version von John Lennons "Imagine" überflutet uns mit ungewohnt harmonischer Reinheit. Ach John, könntest Du das doch hören!

Weiterhören: Rebekka Bakken und Caecilie Norby.

AVIVA-Tipp: Für JazzliebhaberInnen mit hohen Ansprüchen! Die Schmidt´schen Arrangements, kombiniert mit der Stimmenvielfalt Yelenas, sind eine angenehme Überraschung in der allseits eintönigen und oftmals gleichklingenden Musiklandschaft. Kaufen, hören und nicht mehr bewegen!

Y Move im Netz: www.ymove.de

Y Move
Y Move

Label: Minor Music, VÖ: März 2006
EAN: 0033585512422
19,49 Euro
90008115&artiId=5322574&nav=5247" .


Music Beitrag vom 18.05.2006 Silvy Pommerenke 





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