Somersault - Paper Walls - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Music



AVIVA-BERLIN.de im Juli 2021 - Beitrag vom 30.05.2006


Somersault - Paper Walls
Tatjana Zilg

Nach dem Duett mit Xavier Nadoo "Way To Mars" und dem Debüt "By Your Side" ein würdiges Follow-Up von der luftigen Romantikerin, die auch die dunklen Seiten einbezieht in ihre filigrane Popkunst




Gudrun Mittermeier wählte sich einen treffenden Künstlernamen: Somersault bedeutet übersetzt "Purzelbaum", "Salto". Zwei verwandte und doch entgegengesetzte Dinge vereinen sich in dem Ausdruck: Spiel und Ernst, Spaß und Risiko. In Somersault’s Musik erklingt vordergründig das schöne leichte Spiel mit Melodien, dahinter jedoch suchen Ängste und Dämonen die menschliche Seele heim.

Mit ihrer Arbeit am neuen, zweiten Album "Paper Walls" ist Somersault in die oberste Liga der SongwriterInnen aufgestiegen. In Stockholm schrieb sie vier der Songs mit dem Komponisten Magnus Fridh, in London entstanden aus Somersault’s Begegnung mit Damian LeGassick, dem langjährigen Partner von William Orbit, Produzent von K. D. Lang und Autor von Madonnas Schlusslied "Music", die zwei Songs "Like One" und "White Flowers". In London lernte sie auch Dave Rowntree kennen, Drummer der englischen Pop-Band Blur. Aus dieser Begegnung entsprang der Song "Ghosts", der mit indischen Tabla- und Sitar-Sounds bereichert wurde und so eine sehr fließend-energiegeladene Dynamik entwickelt. Die übrigen Songs wurden in München aufgenommen, zum Teil in enger Zusammenarbeit mit Martin Kursawe, ihrem wichtigsten musikalischen Vertrauten. Er ist auch der Gitarrist, der sie bei ihren monatlichen Akustik-Sessions im Café Ringelnatz in München Schwabing begleitet.

Angenehm flauschig wie eine Samtdecke schmiegen sich die Songs von "Paper Walls" in die Ohren der HörerInnen, dann versetzen sie plötzlich wieder in eine Gewitterstimmung, bei der aber stets die Lichtstrahlen durch die Regenwolken scheinen.

Die leichte Widersprüchlichkeit zwischen mädchenhaft anmutender Zartheit und melancholischer, düster angehauchter Lyrik spiegelt besonders "Low Motion Suicide" wieder, das mit Akustikgitarren und messerscharf klaren Gesang eine fesselnde Kombination aus bizarren Countrysong und anmutiger Pop-Ballade bildet.

AVIVA-Tipp: Streicheleinheiten für die Seele - Mit viel Sorgfalt und Hingabe kreiert von einer Pop-Poetin, die ihr Publikum mit einer reichhaltigen Auswahl an ausgefeilten, sanft dahin fließenden Soundtexturen verwöhnt.

Die Musikerin im Web: www.somersault.info/index_01.htm


Somersault
Paper Walls

Label: Sony BMG, VÖ 26.05.2006
EAN: 0828767969824
12,99 Euro90008115&artiId=5414507&nav=5247"




Music

Beitrag vom 30.05.2006

AVIVA-Redaktion 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter




Kooperationen

Begine