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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.07.2006

Metric - Live It Out
Tatjana Zilg

Die New York - Toronto - Connection von Emily Haines und Jimmy Shaw beweist AuthentizitÀt und musikalische Brillanz mit dem lange erwarteten Follow-Up ihres mit Gold ausgezeichneten Debut



Mit einer variationsreichen MedienprĂ€senz beamten sich Metric wĂ€hrend der letzten Monate zurĂŒck in die Erinnerung der Indie-HörerInnen. Auf MTV, im Kommerz-Rock-Radio, live in der Conan O`Brian Late Night Show und auf französischen Filmfestivals waren sie zu hören und zu sehen. Im kanadischen Heimspiel gelang es ihnen, das Mod Club Theatre/Toronto an drei Abenden in Folge ausverkauft zu bespielen. Die Kontraste prĂ€gen ohnehin ihre Live-Tourneen: Im Januar spielten sie als Support der Rolling Stones im Madison Square Garden, an anderen Tagen sah man sie in winzigen Clubs, wo sie alles gaben, um den Abend fĂŒr ihr Publikum unvergesslich zu machen. Emily Haines fand zusĂ€tzlich Zeit, um in einer Kirche mit intimen Solokonzerten an Piano zu verzaubern oder eine Filmrolle in Oliver Assayas` Junkiedrama "Clean" zu spielen.

Emily Haines, die charismatische SĂ€ngerin mit der markant-verruchten Stimme und der LaszivitĂ€t einer Debbie Harry, setzte 1998 gemeinsam mit dem Gitarristen und Studenten der klassischen Trompete Jimmy Shaw den Startschuß fĂŒr Metric. Kein Ort wĂ€re dafĂŒr besser geeignet gewesen als New York, die Metropole der unzĂ€hligen Möglichkeiten. Metric fanden zu ihrem ganz eigenen Schmelzpunkt von Kunst und Kommerz, Nische und Masse. 3 Jahre spĂ€ter verließen sie nach dem Studienende die Stadt, um sich in Emilys Heimat Toronto in der Musikszene anzusiedeln. Josh und Joules kamen als Rhythmussektion dazu, 2001 erschien eine erste EP. Aber erst mit "Old World Underground. Where Are You Now?" (2003) entfalteten sie ihre wahre GrĂ¶ĂŸe - Das Album erlangte Gold und Metric wurden schnell zu Lieblingen der Kritik, der Presse und des Publikums.

Nach zwei Jahren Erfolg und gleichzeitig harter Arbeit - Touren, Festivals, ÖffentlichkeitsprĂ€senz - entschlossen sich Metric im Herbst 2004 zu einem Cut:
Im East End von Toronto bezogen sie ein Loft mit erschwinglicher Miete, in das sie sich zurĂŒckziehen konnten, um "Live It Out" aufzunehmen - in kompletter Eigenregie, ohne einen externen Produzenten, der versucht hĂ€tte, ihnen reinzureden. NatĂŒrlich waren da auch BefĂŒrchtungen und Selbstzweifel, ob es tatsĂ€chlich gelingen wird, den eigenen AnsprĂŒchen und denen der Fans auf diese Weise genĂŒgen zu können.

Das Gegenteil passierte: Ihnen gelang ein sehr hörenswertes Album, das sich mit seiner organischen Offenheit und den rockigen AnklĂ€ngen, die New Wave-Wurzeln der Band perfekt ergĂ€nzend, schnell zum neuen Liebling der Musik-HörerInnenschaft katapultierte. Im Februar 2006 wurden sie fĂŒr den Juno Award (eine dem Grammy vergleichbare kanadische Auszeichnung) nominiert.

Einen der rockigsten Tracks haben Metric als Opener gleich an den Anfang der CD gestellt: Zart und einschmeichelnd singt Emily die dĂŒster-melancholischen Lyriks von "Empty" zu leise-melodiösen Gitarre-Tönen, die sich in bewĂ€hrter RockattitĂŒde in temporeiche Akkorde wandeln. E-Gitarren-Soli, an Dominanz gewinnende Drums und der ebenfalls lauter werdende, ausdrucksstarke Gesang begeistern schnell und machen Lust auf mehr. Auch "Glass Ceiling" kombiniert Rockelemente und Avantgarde-Experimentelles zu einem groovigen Erlebnis. Schnellere Beats ĂĄ la B 52s finden sich in "Handshakes", EinflĂŒsse an die Punk-Helden The Clash in Lyrik und Sound von "Monster Hospital", das auch als Single erhĂ€ltlich ist und zu dem Micah Meisner ein Video gedreht hat, das in Viereinhalb Minuten einen psychotischen Traum im Horror-Spatter-Movie-Style inszeniert - perfekt umgesetzt in Schwarz-Weiß mit Addition von Rot - sehenswert, aber nichts fĂŒr schwache Nerven. Auch das surreale Discoflair von "Poster Of A Girl" wurde in einem Video eingefangen, ein Minishoot, an dem Altmeister Luis Bunuel sicher seine Freude gehabt hĂ€tte.
Das Metric-spezifische Wechselspiel zwischen Sehnsucht und Coolness schlĂ€gt sich besonders in "Ending Start" wieder, das mit Pianotönen pur und einem Gesangsduett beginnt, sich mit sphĂ€rischen KeyboardklĂ€ngen erweitert und schließlich in orchestralen Edelpop-KlĂ€ngen auflöst.

AVIVA-Tipp: Schnell, rasant, temperamentvoll - keine Minute der Langeweile muss befĂŒrchten, wer dem CD-Player "Live It Out" anvertraut. Auch ein Besuch der mit Infos und Goodies voll gepackten Website www.ilovemetric.com lohnt. Allein sieben Videos stehen dort zum Anschauen bereit!


Metric
Live It Out

Label: Last Gang Records, Lado, VÖ Mai 2006
EAN: 4021187718225
17,49 Euro90008115&artiId=5361237&nav=5247" .


Music Beitrag vom 02.07.2006 AVIVA-Redaktion 





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