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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2018 - Beitrag vom 21.08.2006

Joy Denalane - Born & Raised
Silvy Pommerenke

Miss Denalanes zweieinhalbter Streich. Endlich wieder eine R&B und Soulperle von der neu frisierten und gestylten zweifachen Mutter. Ein Segen, denn...



...Mama Joy hat uns mit ihrem zweiten Album viel zu lange warten lassen.
Nun gut, drei sind es genau genommen, weil das gigantische Album von 2002 "Mamani" zwei Jahre später als Live-Album herausgebracht wurde, und deswegen nichts wirklich Neues gebracht hat. Außer dem tollen Prince Klassiker "Sign o the times" oder Jimmy Somervilles "Lover Man". Und wie sehnte man sich nach mehr! Denalane stampfte vor vier Jahren etwas aus dem Boden, das einfach der Hammer war. Den Einstieg schaffte sie mit dem damaligen Kopf von Freundeskreis, Max Herre, ihrem heutigen Ehemann. Viele werden sich noch an das wunderbare Liebeslied "Mit Dir" erinnern. Diesen deutschen Soul führte Joy mit tiefsinnigen politischen Texten weiter, die vor allem ihre Roots als Afrodeutsche und den auch heute noch existierenden Rassismus im Blickpunkt hatten.
Eines der absoluten Highlights war "Im Ghetto Von Soweto (Auntie`s House)". Dass man zu Politsongs auch tanzen kann, wurde hier exemplarisch vorgeführt. Übrigens gibt es dieses Lied als englische Version auch auf dem neuen Album.

Was die neue Joy uns bringt, ist eine Musik, die internationaler ausgerichtet ist.
Nicht nur, dass sie einen Großteil der Produktion im berühmten "The Studio" in Philadelphia eingespielt hat, sondern sie singt nun auch durchgehend auf Englisch. Dies ist auf der einen Seite bedauerlich, weil eben genau die deutschsprachigen Songs besondere Intensität vermittelten, andererseits geht man gerne den Weg von "Born & raised" mit - wer will sich schon gegen Denalanes musikalische Weiterentwicklung stellen? Und mit der Änderung der Sprache hat sich auch ein Stück weit ihre Musik verändert. Sie ist immer noch großartig, kann nun sicherlich auch besser im internationalen Musikgeschehen mithalten, aber sie verliert dadurch ein bisschen an Individualität. Trotz alledem ist auch dieses Album bemerkenswert - Joy ist gewachsen, worauf sie auch mit ihrem Albumtitel anspielt.

Eines jedoch bleibt immer wieder ein Erlebnis: Mama Joy auf der Bühne zu sehen. Selten gab es eine Musikerin, die soviel große Gesten beherrscht, die die Bühne zum Abenteuerspielplatz macht. Dies mitzuerleben ist eine wahre Freude, und das sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Einen ersten Eindruck kann man sich verschaffen, indem man die Clips auf ihrer Homepage unter BLOG & NEWS ansieht.

Anspieltipps: "Let go" - die Aufforderung an alle Ladys, ihren Typen, mit dem es schon lange nicht mehr läuft, endlich gehen zu lassen. Nach "Fifty ways to leave your lover" von Simon & Garfunkel eine der smartesten Aufforderungen, im Beziehungsleben rigoros aufzuräumen. "Sometimes love" so soulful & also soulfood! In bester R&B-Manier eingespielt, mag man kaum glauben, dass da eine Berlinerin am Start ist. Und bei "Stranger in this land" kommt ganz die alte Joy durch: Eindringlichkeit pur!

Konzerthinweis: Donnerstag den 21.09.2006, 20.30 Uhr.
JOY DENALANE & SPECIAL GUESTS
Preis: 21,60 Euro.
Veranstaltungsort: Columbiaclub, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin
www.columbiaclub.de

Weiterhören: Corinne Bailey Rae und Jill Scott.

AVIVA-Tipp: Auch wenn Joy nur noch auf Englisch singt, so tut das ihren Songs keinen Abbruch an Intensität. Ihre Stimme bleibt einmalig, egal in welcher Sprache sie nun singt.

Joy im Netz: www.joydenalane.com


Joy Denalane
Born & Raised

Label: Sony BMG, VÖ: August 2006.
EAN: 0828768466322
16,99 Euro90008115&artiId=5773912&nav=5247"


Music Beitrag vom 21.08.2006 Silvy Pommerenke 





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