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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 13.11.2005

Die besten Subnotebooks fĂŒr den X-mas-Wunschzettel - Teil III
Ilka Fleischer

Ob Frauen bei der Auswahl ihres mobilen WeggefĂ€hrten andere MaßstĂ€be anlegen und welche sie berĂŒcksichtigen sollten, erlĂ€uterte die Gender-Marketing-Expertin Diana JaffĂ© im E-Interview.



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"Ladies like it ladylike!", so kĂŒndigt der ECON-Verlag Ihr Buch "Der Kunde ist weiblich" an. Gehen Sie davon aus, dass es Frauen auch bei der Wahl eines Notebooks "ladylike" halten?


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Nun, tatsĂ€chlich ist "Ladies like it ladylike" der Titel eines Vortrags gewesen, den ich auf der Popkomm 2004 gehalten habe. Der Verlag wĂŒnschte sich den Untertitel "Was Frauen wĂŒnschen und wie Sie bekommen was sie wollen".

Aber ja, Frauen stellen durchaus andere AnsprĂŒche an viele technische GerĂ€te als die meisten MĂ€nner, so auch generell an Notebooks. Ein besonderes Beispiel ist Apple Computer. Apple verdankt sein Überleben - selbst bei einem seit vielen Jahren geringen Marktanteil von 4 bis 5 Prozent bei den Computern - ihren vielen "weiblichen" Konzepten.

Wenn ein technisches Produkt Frauen ansprechen soll, wird oft mit Design und Bedienungsfreundlichkeit geworben. Sind das aus Ihrer Sicht tatsĂ€chlich die Kriterien, die fĂŒr Frauen bei der Produktwahl im Vordergrund stehen?
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Bei Apple hat es jedenfalls gewirkt. Und die allerbesten Konzepte, die einst bei dieser Firma entstanden, gelten heute als selbstverstÀndlicher Standard: die Maus, eine grafische OberflÀche, Namen mit einer LÀnge von mehr als 8 Zeichen und - heute mehr denn je - ein gutes Design.

In den meisten Unternehmen ist heute weniger denn je bekannt, was Frauen wĂŒnschen. Viele Marketingleiter und Produktentwickler ĂŒberschĂ€tzen ihr Wissen ĂŒber diese Zielgruppe. Tatsache ist, dass derzeit das erste Forschungsprojekt in Deutschland lĂ€uft, das sich mit Geschlechtsspezifika in der Technik auseinandersetzt. Aus Veröffentlichungen in den USA und Produkten aus global agierenden Unternehmen wissen wir allerdings, dass auch weitere Kriterien eine Rolle spielen.

    In welchem VerhÀltnis stehen bei der Notebook-Kaufentscheidung von Frauen und MÀnnern nach Ihrer Meinung folgende Faktoren:
  • Kosten
  • Gewicht
  • Display
  • Akkulaufzeit
  • Usability
  • Design
  • Ergonomie
  • Innovationsstandard
  • Leistung
  • Sicherheit
  • QualitĂ€t
  • Service
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Gerade bei Notebooks hĂ€ngt die Kaufentscheidung sehr stark von den individuellen Faktoren wie den Nutzungsgewohnheiten und dem Bedarf ab. Wenn wir das ganz klassische Notebook betrachten, dann haben internationale Studien gezeigt, dass Frauen einen besonders großen Wert auf neueste Technik, original große Tastaturen und ein geringes Gewicht legen.

Wenn dann auch noch das Design stimmt, dann sind sie auch gerne bereit, etwas mehr dafĂŒr hinzublĂ€ttern, sofern sie es sich leisten können. Bei der Usability gibt es ja leider keine wirkliche Auswahl. So gesehen, ist die Auswahl, die diese Kriterien erfĂŒllt, sehr klein. Samsungs Q30 gibt es in silber fĂŒr ca. 3800 Euro und rubinrot fĂŒr 4300 Euro.

MÀnner achten dagegen viel mehr auf den Statusfaktor, wenn sie sich das Notebook selbst aussuchen können. Wenn das Notebook auch zum Spielen benutzt werden soll, sind Leistungsdaten wichtig.

Welche Kriterien sollten bei einem gender-affinen Testverfahren fĂŒr Subnotebooks unbedingt berĂŒcksichtigt werden?
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Ich bin mir nicht sicher, ob Subnotebooks sich hinsichtlich der Produktentwicklung fĂŒr eine tief gehende geschlechtsspezifische Auseinandersetzung eignen. Immerhin handelt es sich dabei um professionelle GerĂ€te, die sich fĂŒr einige Berufsgruppen mehr eignen als fĂŒr andere. Die Usability ist ĂŒberwiegend eine Frage der Software. Hier wĂŒrde ich mir viele Verbesserungen wĂŒnschen, auch hinsichtlich der so genannten Logik.

Bleibt noch das Design. Frauen und MĂ€nner bevorzugen in sehr vielen Bereichen unterschiedliches Design bei denselben Produktgruppen. Dadurch unterstreichen sie nicht nur persönliche Vorlieben, sondern sehr hĂ€ufig auch ein angestrebtes Image. Machen Frauen und MĂ€nner denselben Job, fĂŒr den beide ein (Sub-)Notebook benutzen, dann ist es durchaus möglich, dass beide dem Kunden gegenĂŒber etwas Unterschiedliches darstellen wollen oder sogar mĂŒssen. Hier kann ich mir durchaus Kriterien vorstellen, die die Besitzerin oder den Besitzer kompetenter erscheinen lassen wĂŒrden.

Diana Jaffé
(c) Regina Geissler
Diana JaffĂ©, geboren 1969, arbeitete nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft seit 1990 in verschiedensten Marketingfunktionen. Als GrĂŒnderin und Vorstand der Bluestone AG berĂ€t sie heute fĂŒhrende deutsche und internationale Unternehmen in Fragen des strategischen Marketings, insbesondere des Gender Marketings. JaffĂ© ist Mitglied des Hochbegabtennetzwerkes MENSA und lebt in Berlin.

Bluestone AG
Mulackstr. 7
10119 Berlin
www.bluestone-ag.de
In Ihrem Buch unterstreichen Sie die These der belgischen Unternehmensberatung Fé.losofy, dass - zumindest in Belgien - 79 Prozent aller Kaufentscheidungen von Frauen getroffen bzw. stark beeinflusst werden. Glauben Sie, dass es bei Kaufentscheidungen rund um den Computer ein Àhnliches GefÀlle zwischen den EntscheidungsmÀchten der Geschlechter gibt?
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Insbesondere im privaten Bereich sind ĂŒberwiegend MĂ€nner die Berater. Ob sie aber auch Kaufentscheider sind, sei dahingestellt. Durchschnittlich Technik affine Frauen verstehen die typische Technik-Sprache hĂ€ufig nur mit großer MĂŒhe. Nur wenige Informationsmaterialien und VerkĂ€ufer sind eine nennenswerte Hilfe bei der Auswahl. Und die Tests von Stiftung Warentest oder den Computerzeitschriften fragen nur stereotype, hĂ€ufig mĂ€nnliche Bedarfsdaten ab. Frauen unterscheiden sich in ihrem Kaufverhalten jedoch stark von MĂ€nnern, denn es ist ihnen sehr wichtig, die tatsĂ€chlich oder vermeintlich beste Wahl aus dem gesamten Angebot zu treffen. DafĂŒr benötigen sie das selbstverstĂ€ndlich das GefĂŒhl, die Materie zu verstehen. MĂ€nner brauchen den GesamtĂŒberblick nicht, um eine Entscheidung zu treffen. Viele Frauen, die das nicht wissen, unterstellen MĂ€nnern daher nach wie vor den besseren Durchblick. Aber Fakt ist auch, dass die meisten MĂ€nner bei ihren technischen Investitionen zunĂ€chst die Genehmigungen ihrer Herzensdamen einholen.


Was wĂŒrden Sie ProduktmanagerInnen raten, damit sie frauengerechtere Subnotebooks entwickeln können? Und wie lautet Ihr Tipp fĂŒr Marketing- und WerbefachkrĂ€fte?
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ZunĂ€chst wĂŒrde ich den ProduktentwicklerInnen dringend anraten, Userinnen auf die richtige Weise zu fragen, was sie sich als Kundinnen wĂŒnschen. Ich könnte mir vorstellen, dass einige der Antworten sich auf die gute Zusatzausstattung mit Dockingstation etc. beziehen. Ich jedenfalls möchte auf gar keinen Fall darauf angewiesen sein,
mit der Subnotebook-Tastatur ernsthaft arbeiten zu mĂŒssen.

Viele der Werbeverantwortlichen von Computerfirmen sind derzeit noch völlig ratlos, wie sie die neuen "Frauen-Computer", die ihnen ihre internationalen KonzernmĂŒtter beschert haben, an die Frau bringen sollen. Einige Versuche, die mir zu Ohren gekommen sind, fand ich ausgesprochen belustigend. Ein erster Schritt wĂ€re auf jeden Fall, die Rechner endlich in den klassischen Frauenzeitschriften zu bewerben - aber bitte nicht gerade in "Frau im Spiegel".

Arbeiten Sie aktuell mit einem (Sub-)Notebook?
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Ein Subnotebook kommt fĂŒr mich nicht infrage. Ein Tablet-PC ebenso wenig. Ich bevorzuge bei meiner Arbeitsweise Notebooks mit den US-amerikanischen Kriterien. Ganz wichtig ist fĂŒr mich die große Tastatur, denn ich bin seit meiner Jugend "10-Finger-Tippse". Das spart immens viel Zeit. Und auch ganz wichtig ist viiiel RAM. Ich brauche dringend ein neues Notebook. Bei der Auswahl werde ich mich von meinem Freund beraten lassen, immerhin ist er ein diesbezĂŒglicher Profi. Aber entscheiden werde selbstverstĂ€ndlich ich. Nur eines weiß ich schon: Ein Apple wird es nicht.


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Public Affairs Beitrag vom 13.11.2005 Ilka Fleischer 





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