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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 06.11.2014

Aktionswochen gegen Antisemitismus 2014
AVIVA-Redaktion

Bis Mitte Dezember finden in diesem Jahr finden √ľber 350 Veranstaltungen, Theater- und Filmauff√ľhrungen, ZeitzeugInnengespr√§chen und Lesungen in allen Teilen Deutschlands statt.



Bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus gestartet

Die Amadeu Antonio Stiftung er√∂ffnete am 6. November 2014 mit einer Pressekonferenz die Aktionswochen gegen Antisemitismus 2014. Bis Mitte Dezember finden in diesem Jahr finden √ľber 350 Veranstaltungen, Theater- und Filmauff√ľhrungen, ZeitzeugInnengespr√§chen und Lesungen in allen Teilen Deutschlands statt, die sich mit Antisemitismus besch√§ftigen. Die Aktionswochen sind die gr√∂√üte bundesweite Kampagne gegen Antisemitismus.

Die Schirmherrin und Ministerin Manuela Schwesig betonte in ihrem Gru√üwort, dass die Bek√§mpfung von Antisemitismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Aber auch die Bundesregierung sieht die Ministerin in der Verantwortung: "Ich sehe es daher als eine wichtige Aufgabe der Politik, stabile Grundlagen zu schaffen, um dem Antisemitismus in der Gesellschaft wirkungsvoll zu begegnen." Schwesig dankte ausdr√ľcklich allen Initiativen, Projekten und Einzelpersonen, die sich in den "Aktionswochen gegen Antisemitismus" 2014 engagieren. Sie betonte: "Jede und jeder einzelne ist aufgefordert, etwas zu tun. Antisemitismus darf in unserem Land keine Chance haben!" Thomas Heppener, Referatsleiter des Ressorts "Demokratie und Vielfalt", verlas ihr Gru√üwort auf der Pressekonferenz.

Auch die Schauspielerin Iris Berben unterst√ľtzt die Aktionswochen in diesem Jahr: "Die Angriffe auf J√ľdinnen und Juden in diesem Sommer erschrecken mich zutiefst. Es ist besch√§mend, dass antisemitische √Ąu√üerungen in Deutschland wieder auf die Stra√üe getragen werden. Und doch leben wir in einem Land in dem sich die Mehrheit der Menschen klar von Antisemitismus abgrenzt."

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, stellte anl√§sslich des Beginns der Aktionswochen gegen Antisemitismus fest: "Es ist noch nicht lange her, als eine neue Welle von Antisemitismus √ľber das Land rollte. Die teils offen antisemitischen Demonstrationen im Zuge des Gaza Krieges, die Hetzjagden und √úbergriffe auf J√ľdinnen und Juden stellen eine lang √ľberwundene Qualit√§t des Judenhasses in Deutschland dar. In diesem Zusammenhang stehen auch die aktuellen Vorf√§lle in Berlin und K√∂ln." Laut Kahane werde sich auch im √∂ffentlichen Raum zunehmend wieder antisemitischer Argumentationen bedient. "Auf den so genannten Montagsdemonstrationen zeigte sich, dass antisemitische Welterkl√§rungen auch gegeneinander agierende politische Spektren zusammenbringen."

Auch Sergey Lagodinsky, Mitglied der Repr√§sentantenversammlung der J√ľdischen Gemeinde zu Berlin betonte: "Das Ausma√ü der aggressiven antisemitischen Stimmung hat die j√ľdische Gemeinschaft und alle demokratisch denkenden Menschen entsetzt. Wir d√ľrfen keine ‚ÄöKonjunkturprogramme gegen Antisemitismus‚Äė haben, die nur dann funktionieren, wenn besonders h√§ssliche Vorf√§lle in den Medien stehen."

Dass der Nahostkonflikt h√§ufig als Anlass genommen wird, antisemitische Ressentiments zu bedienen sieht die Antisemitismusexpertin Beate K√ľpper von der Hochschule Niederrhein durch ihre Untersuchungen best√§tigt: "Der Antisemitismus wird in Deutschland mehr noch als in unseren westeurop√§ischen Nachbarl√§ndern √ľber den Umweg des Holocaust und √ľber israelbezogenen Antisemitismus kommuniziert". Der Aussage "Juden versuchen heute Vorteile daraus zu ziehen, dass sie w√§hrend der Nazi Zeit die Opfer gewesen sind" stimmen in Deutschland 48,9% zu. In Gro√übritannien liegt die Zustimmungsrate nur bei 21,8%, in den Niederlanden bei 17,3%. K√ľpper weiter: "Die Gaza Demonstrationen boten einen opportunen Anlass, den eigenen antisemitischen Einstellungen freien Lauf zu lassen."

Diese Positionierung gegen Antisemitismus spiegelt sich in den Aktionswochen gegen Antisemitismus wider. Seit 2003 organisiert die Amadeu Antonio Stiftung rund um den 9. November die bundesweiten Aktionswochen. Sie verbindet damit das Gedenken an die Novemberpogrome, die sich diese Tage zum 76. Mal jähren, mit der Thematisierung von aktuellem Antisemitismus.

√úber 130 KooperationspartnerInnen setzen die Aktionswochen regional um: In Nordrhein Westfalen finden lokale Aktionswochen in mehr als 15 St√§dten statt. H√∂hepunkt ist ein Kongress am 20.11. in der Alten Synagoge Essen zur Welle des Antisemitismus im Sommer 2014. In Sachsen arbeiten Jugendliche in einem Medienprojekt zu den Stolpersteinen in der Stadt. In Berlin setzen sich Sch√ľlerInnen und Auszubildende auf Workshops des Anne Frank Zentrums mit der Frage "Antisemitismus heute noch?" auseinander.
Auch das von AVIVA-Berlin initiierte Projekt "Schalom Aleikum - Als Freundin hinzuf√ľgen" setzt ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus. Die Abschlussveranstaltung und Pr√§sentation der einzelnen Projekte findet am 25. November 2014 im Bildungswerk Berlin der Heinrich-B√∂ll-Stiftung statt.

Der gesamte Veranstaltungskalender - nach Bundesländern geordnet - und alle Information zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus finden sich unter:
www.aktionswochen-gegen-antisemitismus.de


Die Koordination der Aktionswochen gegen Antisemitismus sowie ausgew√§hlte Veranstaltungen werden im Rahmen des Bundesprogramms "Initiative Demokratie St√§rken" durch das Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend gef√∂rdert.

Gerne werden auch Kontakte zu den PartnerInnen vor Ort vermittelt.
R√ľckfragen:

Janna Petersen: Tel.: 030/240 886 15, Mail: janna.petersen@amadeu-antonio-stiftung.de


Quelle: Pressemitteilung der Amadeu Antonio Stiftung, 06.11.2014

Public Affairs Beitrag vom 06.11.2014 AVIVA-Redaktion 





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