Zehn Jahre Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Public Affairs
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor
AVIVA-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   JĂŒdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 03.05.2010

Zehn Jahre Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
AVIVA-Redaktion

Vor zehn Jahren, am 06. Juli 2000, verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz zur GrĂŒndung der Stiftung. Am 31. August 2000 nahm die Stiftung EVZ ihre Arbeit auf.



"Die Stiftung EVZ ist Ausdruck der dauerhaften historischen Verantwortung Deutschlands. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, national und international dafĂŒr zu wirken, an die Opfer von Zwangsarbeit und Holocaust zu erinnern. Sie stĂ€rkt das Engagement zugunsten der Überlebenden und fĂŒr ein Europa der Menschenrechte. Die Stiftung EVZ leistete in den vergangenen Jahren mit ĂŒber 2.000 geförderten Projekten einen wichtigen Beitrag zur VerstĂ€ndigung und Versöhnung mit den LĂ€ndern Mittel- und Osteuropas und Israel. Die Erinnerung an die Verbrechen des 20. Jahrhunderts ist schmerzlich, aber sie ist notwendig fĂŒr freundschaftliche Beziehungen in der Gegenwart. Sie kann einen Beitrag fĂŒr die Sicherung der Menschenrechte, fĂŒr die BekĂ€mpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsradikalismus in Europa leisten.", so Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ.

Seit Bestehen der Stiftung wurden 56,5 Mio. Euro fĂŒr die Förderung von 2.103 Projekten in den drei Handlungsfeldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln fĂŒr Menschenrechte und Engagement fĂŒr die NS-Opfer bewilligt.

Das bislang grĂ¶ĂŸte geförderte Projekt ist die Ausstellung "Zwangsarbeit – Die Deutschen, ihre Zwangsarbeiter und der Krieg", die am 27. September 2010 unter der Schirmherrschaft des BundesprĂ€sidenten im JĂŒdischen Museum Berlin eröffnet wird. Konzipiert wird sie von der Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau-Dora. FĂŒr die internationale Wanderausstellung und 13 Forschungsprojekte in elf LĂ€ndern zur Zwangsarbeit in den besetzten Gebieten stellte die Stiftung EVZ seit 2007 fĂŒr Recherchen insgesamt 4,9 Mio. Euro bereit: "Die Stiftung hat im Jahre 2007 die Auszahlungen an 1,7 Millionen Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer beendet. Unsere Aufgabe muss es sein, das Thema NS-Zwangsarbeit dauerhaft in der europĂ€ischen Erinnerung zu verankern. Wir mĂŒssen den jĂŒngeren Generationen das Thema vermitteln und ihr Engagement heute stĂ€rken." sagt GĂŒnter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ.

"Uns ist besonders wichtig, dass die Ausstellung auch international gezeigt wird. Die zweite Station wird im Jahr 2011 Warschau sein. Das BemĂŒhen Deutschlands, dieses unheilvolle Kapitel heute sichtbar zu machen, ist zugleich ein wichtiges Zeichen der Versöhnung gegenĂŒber unseren Nachbarn", so GĂŒnter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ.

Seit 2007 recherchiert ein wissenschaftliches Team der Stiftung GedenkstĂ€tten Buchenwald und Mittelbau-Dora Fakten, historische Exponate und Fotografien, die das Ausmaß dieses Verbrechens dokumentieren. "Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nahezu auf jeder Baustelle, jedem Bauernhof, in jeder Fabrik und in vielen privaten Haushalten Zwangsarbeiter ausgebeutet. Über 20 Millionen Menschen mussten im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten Zwangsarbeit fĂŒr die Deutschen leisten, viele ĂŒberlebten das nicht", so einer der Kuratoren der Ausstellung und Leiter der KZ-GedenkstĂ€tte Mittelbau-Dora, Dr. Jens-Christian Wagner.

AnlÀsslich der Jahres-Pressekonferenz wurde der TÀtigkeitsbericht 2009 der Stiftung EVZ vorgestellt, der die wichtigsten Förderergebnisse dokumentiert und einen Finanzbericht enthÀlt. Trotz der schwierigen Lage an den FinanzmÀrkten kann die Stiftung in diesem wie auch in den folgenden Jahren ein jÀhrliches Förderbudget in Höhe von 6,7 Mio. Euro sicherstellen. Das Stiftungskapital betrÀgt mit Stand Jahresende 2009 insgesamt 411 Mio. Euro.

Zudem liegt eine BroschĂŒre zum Thema 10 Jahre Stiftung EVZ vor, die die wichtigsten Meilensteine der StiftungsgrĂŒndung, der Auszahlungen an ehemalige ZwangsarbeiterInnen und andere NS-Opfer sowie der FördertĂ€tigkeit dokumentiert.
Diese finden Sie unter: www.stiftung-evz.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Stiftung EVZ fördert Projekte fĂŒr NS-Opfer in 2010

NS-ZwangsarbeiterInnenentschÀdigung

Public Affairs Beitrag vom 03.05.2010 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken