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AVIVA-BERLIN.de im April 2024 - Beitrag vom 13.04.2024


Jüdisches Leben in Berlin
AVIVA-Redaktion

Jüdisches und Israelisches Berlin. Auf AVIVA-Berlin informieren wir über eine Auswahl aktueller Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filme, Debatten, Ausstellungen und Tagungen.




Liebe LeserInnen, an dieser Stelle finden Sie - chronologisch geordnet - ausgewählte Veranstaltungen in Berlin
Ausführlichere Informationen finden Sie auch unter unserer Rubrik Jüdisches Leben.

Darüber hinaus erhalten Sie auf den Seiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Informationen aus dem Gemeindeleben und die monatliche Gemeindezeitung zum Herunterladen, Beiträge im redaktionellen Teil, Veranstaltungen der Gemeinde und auch die anderer VeranstalterInnen sowie Termine jüdischer Feiertage unter: www.jg-berlin.org

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  • Mittwoch, 18. Januar 2024, 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr (Aktion darüberhinaus)
    "Unsilenced brushes"
    "Unsilenced brushes" - ein visueller Aufruf zur Befreiung anlässlich des ersten Geburtstags von Kfir Bibas, der noch immer als Geisel in Gaza festgehalten wird.
    Am 7. Oktober wurde die Familie Bibas – Shiri und Yarden sowie ihre Kinder, der vierjährige Ariel und der neun Monate alte Kfir – von Hamas-Terroristen brutal aus ihrem Haus entführt. Seitdem werden sie unter unmenschlichen Bedingungen als Geiseln gehalten und sind der ständigen Bedrohung ihres Lebens ausgesetzt.
    Die jüngste Geisel, Kfir Bibas wird am 18. Januar ein Jahr alt und hat damit mehr als 25 % seines jungen Lebens in Geiselhaft in Gaza verbracht.
    Als Reaktion auf diese herzzerreißende Situation hat sich eine Gruppe engagierter Künstler*innen zusammengeschlossen, um auf die Geschichte der Familie Bibas aufmerksam zu machen und die dringende Forderung nach Kfirs Freilassung und der sicheren Rückkehr seiner Familie zu betonen. Diese Ausstellung wirft Licht auf ihre Not und demonstriert die unerschütterliche Solidarität mit der jüngsten Geisel.
    An Kfirs Geburtstag, dem 18. Januar, sind Sie eingeladen, sich der Solidarität der Initiator*innen anzuschließen und Kfirs Geschichte und den dringenden Appell für seine Freiheit ins Rampenlicht zu rücken. (https://combatantisemitism.org/take-action/)
    Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler*Innen, Begrüßungsempfang und Reden der Künstler*Innen und Influencer*Innen.
    Veranstaltungsort: Spreespeicher Eventlocation, Stralauer Allee 2, 10247 Berlin
    events.combatantisemitism.org/kfirbibas
    art.combatantisemitism.org

  • 3. Februar bis 22. April 2024
    IM FOKUS. MARTHA, KÄTHE UND MARIA. Die Frauen der Familie Liebermann
    Im neuen Jahr rückt die Liebermann-Villa am Wannsee drei Frauen der Familie in den Fokus – und mit ihnen ein zentrales Kapitel der bewegten und bewegenden Familiengeschichte der Liebermanns. "Meine Damen" so nannte Max Liebermann sie liebevoll. Seine Gattin Martha (1857–1943), die gemeinsame Tochter Käthe (1885–1952) und die Enkelin Maria (1917–1995) prägten die Familie maßgeblich. Der Zusammenhalt war stark.
    Mit neuen Recherchen wirft die Ausstellung Licht in den Kern einer deutsch-jüdischen Familie. Neuentdeckungen erzählen insbesondere vom Neuanfang der Familie Riezler 1938 im Exil in New York.
    "MEINE DAMEN"- MARTHA, KÄTHE UND MARIA
    Martha Liebermann (geb. Marckwald) war mit Max Liebermann schon seit ihrer Jugend bekannt, die Familien Marckwald und Liebermann waren sich eng verbunden. Nach der Heirat stand Martha Martha ihrem alsbald berühmten Ehemann über fünfzig Jahre zur Seite. Sie war eine eigenständige Persönlichkeit, die in der Ausstellung wird durch Porträts, Zitate und historische Fotografien gewürdigt wird.
    Ein besonderes Augenmerk wirft die Schau auf die Tochter Käthe Riezler (geb. Liebermann) und die Enkelin Maria White (geb. Riezler). Neue Forschungserkenntnisse zeichnen ein deutlicheres Bild der beiden Frauen und ihrer Biografien. Käthe war vielseitig gebildet und interessiert, sie spielte Tennis, nahm Zeichenunterricht und wusste auch die Vergnügungen des Lebens zu schätzen. Beleuchtet werden unter anderem ihre jungen Jahre in Berlin um 1900, die Freundschaft mit ihrer Cousine Grete Ring, die Begegnung mit ihrem Ehemann Kurt Riezler und die Zeit nach dem Umzug ihrer Familie nach Frankfurt 1928.
    Maria Riezler, die gemeinsame Tochter von Käthe und Kurt, kam 1917 zur Welt. Die Riezlers besuchten Martha und Max häufig in der Villa am Wannsee. Max Liebermann machte dieses Miteinander zu einem Thema seiner Kunst und öffnete damit seltene Einblicke ins Private. Einige dieser Porträts sind in den Kriegsjahren verloren gegangen und gelten bis heute als verschollen. Vielleicht kann die Ausstellung auch zu deren Wiederauffindung beitragen.
    DIE FAMILIE RIEZLER IM EXIL
    Die Etablierung des NS-Regimes Anfang 1933 und der Tod Max Liebermanns im Februar 1935 brachten dramatische Wendungen in das Leben der Familie. In der Ausstellung werden die tragischen letzten Jahre von Martha Liebermann in Berlin nachgezeichnet – von der Verfolgung und Enteignung bis hin zu ihrem Selbstmord 1943. Käthe, Kurt und die 21-jährige Maria konnten hingegen 1938 nach Amerika fliehen. Anhand neuer Forschungserkenntnisse folgen wir ihrer Reise mit dem Ozeandampfer SS. Aquitania über Southampton und ihren ersten Jahren im New York der 1940er Jahre. Insbesondere werfen wir einen neuen Blick auf Maria Riezler, die in den Gemälden Liebermanns oft als Kleinkind zu sehen ist: Als nunmehr erwachsene Frau beobachten wir, wie sie sich in Amerika ein neues Leben aufbaut. Dabei sind auch die spannenden Verbindungen zwischen der Familie Riezler und der legendären New School for Social Research in Manhattan zu entdecken.
    Kuratorinnen: Dr. Lucy Wasensteiner, Viktoria Bernadette Krieger
    Öffnungszeiten der Liebermann-Villa: bis 31. März: Täglich außer dienstags, 11 – 17 Uhr, ab 1. April: Täglich außer dienstags, 10 – 18 Uhr, An Feiertagen geöffnet
    EINTRITT: Regulär 10 €, ermäßigt 6 €. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
    Veranstaltungsort: Liebermann-Villa am Wannsee
    Email: besucherdienst@liebermann-villa.de
    www.liebermann-villa.de/ausstellungen/frauen-im-fokus

  • 15. März – 25. August 2024
    Eröffnung: 14. März, 18-21 Uhr

    Noa Eshkol. No Time to Dance
    Die israelische Tänzerin, Choreografin und Künstlerin Noa Eshkol setzte sich ihr Leben lang mit Bewegung und Komposition auseinander. Das Ergebnis war Tanz ohne Musik und textile Arrangements: Sie schuf minimalistische Choreografien, festgehalten in einer komplexen grafischen Bewegungsnotation und farbintensive Wandteppiche. Zu ihrem 100. Geburtstag widmet das Georg Kolbe Museum ihrem vielseitigen Werk eine umfassende Ausstellung.
    Für Noa Eshkol (1924–2007) war der Tanz eine für sich stehende Kunstform. Er sollte ohne Bühnenbild, Kostüme oder Musik auskommen – die absolute Konzentration auf das Wesentliche war ihr Ziel. Mit einem tiefen Verständnis für Körper und Räumlichkeit entwickelte sie choreografische Werke, in denen Körperteile wie separate Instrumente behandelt wurden. Ihre Choreografien kodierte sie mit einem einzigartigen Notationssystem, das die umfassende Analyse und schriftliche Aufzeichnung von Bewegung des menschlichen Körpers, aber auch von Tier- oder Maschinenbewegungen möglich macht und das sie in den 1950er Jahren gemeinsam mit dem Architekten Abraham Wachmann entwickelte: die Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation (EWMN).
    Den Gegenpol zu Eshkols minimalistischen Choreografien, Bewegungsanalysen und grafischen Tanznotationen bilden in der Ausstellung ihre großformatigen und farbintensiven Wandteppiche. Mit Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges 1973 begann Eshkol abstrakte textile Kompositionen aus gesammelten und gespendeten Stoffresten zu kreieren. Aus dieser Zeit stammt auch das titelgebende Zitat: "No time to dance" von ihr: Mit Beginn des Krieges wurde ein Tänzer ihres Ensembles eingezogen und sie entschied, dass "dies keine Zeit zum Tanzen" sei. Eshkol verwendete die Stoffreste in ihrer ursprünglichen Form und arrangierte sie zu Textilkompositionen, die sie gemeinsam mit ihren Tänzer*innen zusammennähte.
    Ein weiterer Teil der Ausstellung gehört Werken zeitgenössischer Künstler*innen, die von Eshkols Praxis inspiriert wurden.
    Die von den KW Institute for Contemporary Art produzierte Neupublikation der ersten Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation schlägt die Brücke zwischen den Performances Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group, die im Sommer 2023 in den KW gezeigt wurden und der Ausstellung im Georg Kolbe Museum 2024. Das Buch wird am 17. März 2024 im Rahmen des Eröffnungswochenendes im Georg Kolbe Museum vorgestellt.
    Anlässlich der Ausstellung eröffnet das Georg Kolbe Museum außerdem eine neue thematisch-ausgerichtete Sammlungspräsentation. Sie gibt einen Einblick zum Thema Tanz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Anknüpfungspunkte und Brüche. Sie zeigt Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien der Sammlung des Museums, sowie Georg Kolbes Verbindungen zu bekannten Tänzer*innen der Zeit wie etwa Gret Palucca, der Lehrerin der Tänzerin Tile Rössler, die nach ihrer Emigration nach Tel Aviv dort auch Noa Eshkol unterrichtete.
    Veranstaltungsort: Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin
    www.georg-kolbe-museum.de

  • 12. April bis 26. Mai 2024. Vernissage: Donnerstag, 11. April 2024, 18:00 Uhr
    Ausstellung: Vergessen Sie uns nicht – Julie Wolfthorn zurück in Berlin
    Zum 160. Geburts- und 80. Todesjahr der Berliner Malerin und Grafikerin Julie Wolfthorn (1864-1944) kehren viele Arbeiten in die Berliner Öffentlichkeit zurück. Bisher sind nur wenige Werke in Berlin dem Publikum zugänglich, so jeweils eines in der Nationalgalerie und eines in der Berlinischen Galerie. Der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 zeigt nun eine Einzelausstellung der Künstlerin.
    Julie Wolfthorn gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts neben Käthe Kollwitz und Dora Hitz zu den führenden Künstlerinnen Deutschlands. Besonders ihrer Porträts waren gesucht – die Liste der von ihr Portraitierten liest sich wie ein Who´s who der damaligen Gesellschaft; unter ihnen Ida und Richard Dehmel, der Maler Christian Rohlfs, die Verlegerin Marta Baedeker, die Schriftstellerin Hedwig Lachmann und ihren Mann, den Schriftsteller und Politiker Gustav Landauer. Sie gehörte zu den wenigen Frauen, die regelmäßig Aufträge des Jugendstil-Magazins Jugend erhielten. Wolfthorn war eine ausgezeichnete Netzwerkerin und in vielen Vereinigungen, u. a. war Sie ein aktives Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 und zusammen mit Käthe Kollwitz im Vorstand und der Jury der Secession; sie prägte so das reformerische Kulturleben der Hauptstadt Berlins mit.
    Bis vor kurzem war Julie Wolfthorn nahezu vergessen. Als Mitglied der verlorenen Generation war sie doppelt benachteiligt – als Frau in der Kunstwelt und als Jüdin. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich Wolfthorns´ Leben radikal. 1942 mit beinahe 80 Jahren in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, überlebte sie dort noch zwei Jahre und arbeitete selbst dort heimlich weiter.
    Einige Tage vor ihrer Deportation schrieb sie an den Freund Carl Eeg: »Heute sende ich Ihnen den letzten Gruß. Wir warten hier auf d. Abtransport nach Theresienst. u. sind beinah zufrieden, endlich d. Ungewissheit los zu sein. Vergessen Sie uns nicht.« (Postkarte vom 17.10.1942)
    Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung: Donnerstag, 02. Mai 2024, 18:30
    Julie Wolfthorn. Provenienz- und Familienforschung. Einblicke mit Peter Kühn, Wolfthorn-Sammler
    Donnerstag, 15. Mai 2024, 18:30
    Julie Wolfthorn. Leben und Werk. Vortrag von Dr. Heike Carstensen, Kunsthistorikerin und Wolfthorn-Expertin
    Kuratiert von Dr. Heike Carstensen, Kunsthistorikerin und Wolfthorn-Expertin
    Veranstaltungsort: Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V.
    Eisenacher Str. 118, 10777 Berlin Schöneberg
    DO – SA, 16:00 – 19:00
    www.vdbk1867.de

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