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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2024 - Beitrag vom 23.07.2024


Jüdisches Leben in Berlin
AVIVA-Redaktion

Jüdisches und Israelisches Berlin. Auf AVIVA-Berlin informieren wir über eine Auswahl aktueller Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filme, Debatten, Ausstellungen und Tagungen.




Liebe LeserInnen, an dieser Stelle finden Sie - chronologisch geordnet - ausgewählte Veranstaltungen in Berlin
Ausführlichere Informationen finden Sie auch unter unserer Rubrik Jüdisches Leben.

Darüber hinaus erhalten Sie auf den Seiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Informationen aus dem Gemeindeleben und die monatliche Gemeindezeitung zum Herunterladen, Beiträge im redaktionellen Teil, Veranstaltungen der Gemeinde und auch die anderer VeranstalterInnen sowie Termine jüdischer Feiertage unter: www.jg-berlin.org

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  • Mittwoch, 18. Januar 2024, 18.30 Uhr bis 21.00 Uhr (Aktion darüberhinaus)
    "Unsilenced brushes"
    "Unsilenced brushes" - ein visueller Aufruf zur Befreiung anlässlich des ersten Geburtstags von Kfir Bibas, der noch immer als Geisel in Gaza festgehalten wird.
    Am 7. Oktober wurde die Familie Bibas – Shiri und Yarden sowie ihre Kinder, der vierjährige Ariel und der neun Monate alte Kfir – von Hamas-Terroristen brutal aus ihrem Haus entführt. Seitdem werden sie unter unmenschlichen Bedingungen als Geiseln gehalten und sind der ständigen Bedrohung ihres Lebens ausgesetzt.
    Die jüngste Geisel, Kfir Bibas wird am 18. Januar ein Jahr alt und hat damit mehr als 25 % seines jungen Lebens in Geiselhaft in Gaza verbracht.
    Als Reaktion auf diese herzzerreißende Situation hat sich eine Gruppe engagierter Künstler*innen zusammengeschlossen, um auf die Geschichte der Familie Bibas aufmerksam zu machen und die dringende Forderung nach Kfirs Freilassung und der sicheren Rückkehr seiner Familie zu betonen. Diese Ausstellung wirft Licht auf ihre Not und demonstriert die unerschütterliche Solidarität mit der jüngsten Geisel.
    An Kfirs Geburtstag, dem 18. Januar, sind Sie eingeladen, sich der Solidarität der Initiator*innen anzuschließen und Kfirs Geschichte und den dringenden Appell für seine Freiheit ins Rampenlicht zu rücken. (https://combatantisemitism.org/take-action/)
    Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler*Innen, Begrüßungsempfang und Reden der Künstler*Innen und Influencer*Innen.
    Veranstaltungsort: Spreespeicher Eventlocation, Stralauer Allee 2, 10247 Berlin
    events.combatantisemitism.org/kfirbibas
    art.combatantisemitism.org

  • 15. März – 25. August 2024
    Noa Eshkol. No Time to Dance
    Die israelische Tänzerin, Choreografin und Künstlerin Noa Eshkol setzte sich ihr Leben lang mit Bewegung und Komposition auseinander. Das Ergebnis war Tanz ohne Musik und textile Arrangements: Sie schuf minimalistische Choreografien, festgehalten in einer komplexen grafischen Bewegungsnotation und farbintensive Wandteppiche. Zu ihrem 100. Geburtstag widmet das Georg Kolbe Museum ihrem vielseitigen Werk eine umfassende Ausstellung.
    Für Noa Eshkol (1924–2007) war der Tanz eine für sich stehende Kunstform. Er sollte ohne Bühnenbild, Kostüme oder Musik auskommen – die absolute Konzentration auf das Wesentliche war ihr Ziel. Mit einem tiefen Verständnis für Körper und Räumlichkeit entwickelte sie choreografische Werke, in denen Körperteile wie separate Instrumente behandelt wurden. Ihre Choreografien kodierte sie mit einem einzigartigen Notationssystem, das die umfassende Analyse und schriftliche Aufzeichnung von Bewegung des menschlichen Körpers, aber auch von Tier- oder Maschinenbewegungen möglich macht und das sie in den 1950er Jahren gemeinsam mit dem Architekten Abraham Wachmann entwickelte: die Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation (EWMN).
    Den Gegenpol zu Eshkols minimalistischen Choreografien, Bewegungsanalysen und grafischen Tanznotationen bilden in der Ausstellung ihre großformatigen und farbintensiven Wandteppiche. Mit Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges 1973 begann Eshkol abstrakte textile Kompositionen aus gesammelten und gespendeten Stoffresten zu kreieren. Aus dieser Zeit stammt auch das titelgebende Zitat: "No time to dance" von ihr: Mit Beginn des Krieges wurde ein Tänzer ihres Ensembles eingezogen und sie entschied, dass "dies keine Zeit zum Tanzen" sei. Eshkol verwendete die Stoffreste in ihrer ursprünglichen Form und arrangierte sie zu Textilkompositionen, die sie gemeinsam mit ihren Tänzer*innen zusammennähte.
    Ein weiterer Teil der Ausstellung gehört Werken zeitgenössischer Künstler*innen, die von Eshkols Praxis inspiriert wurden.
    Die von den KW Institute for Contemporary Art produzierte Neupublikation der ersten Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation schlägt die Brücke zwischen den Performances Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group, die im Sommer 2023 in den KW gezeigt wurden und der Ausstellung im Georg Kolbe Museum 2024. Das Buch wird am 17. März 2024 im Rahmen des Eröffnungswochenendes im Georg Kolbe Museum vorgestellt.
    Anlässlich der Ausstellung eröffnet das Georg Kolbe Museum außerdem eine neue thematisch-ausgerichtete Sammlungspräsentation. Sie gibt einen Einblick zum Thema Tanz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Anknüpfungspunkte und Brüche. Sie zeigt Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien der Sammlung des Museums, sowie Georg Kolbes Verbindungen zu bekannten Tänzer*innen der Zeit wie etwa Gret Palucca, der Lehrerin der Tänzerin Tile Rössler, die nach ihrer Emigration nach Tel Aviv dort auch Noa Eshkol unterrichtete.
    Veranstaltungsort: Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin
    www.georg-kolbe-museum.de

  • Laufzeit: 17. Mai bis 6. Oktober 2024
    Sex. Jüdische Positionen
    Die Ausstellung handelt von den unterschiedlichen Auffassungen von Sexualität im Judentum. Gängige Vorstellungen unterstellen Jüdinnen und Juden eine positive Einstellung zur Sexualität: Enthaltsamkeit und Ehelosigkeit sind unerwünscht. Diese Vereinfachung fußt auf dem biblischen Gebot "Seid fruchtbar und mehret euch". Doch auch die gegenteilige Vorstellung scheint verbreitet: Den Umgang der Geschlechter in orthodoxen und ultra-orthodoxen Gruppierungen nimmt die Öffentlichkeit als streng reguliert wahr. Die Spannbreite dieser Positionen, die im Kanon der rabbinischen Literatur seit Jahrhunderten diskutiert werden, zeigt die Ausstellung mit moderner und zeitgenössischer Kunst, traditionellen Artefakten, mit Film und Social Media auf.
    Nur selten spricht das Judentum mit einer Stimme und Sexualität bildet hier keine Ausnahme: Ob talmudische Gelehrte oder zeitgenössische Künstler*innen, ob mittelalterliche Philosophen oder moderne Sexualtherapeut*innen, ob mystische Denker*innen oder TikTok-Kommentator*innen – sie alle vertreten unterschiedliche Auffassungen von Sexualität und kommen in der Ausstellung zu Wort. Von der zentralen Bedeutung von Ehe und Zeugung, über Begehren, Tabus und Infragestellung sozialer Normen bis hin zur Erotik der Spiritualität präsentiert die Ausstellung das Spektrum jüdischer Haltungen und zeigt die Aktualität traditioneller Debatten in heutigen jüdischen Positionen zur Sexualität.
    Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Joods Museum Amsterdam. Im Hirmer Verlag erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Ausgabe.
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin, Altbau, 1. OG
    Eintritt: 10 € / erm. 4 €
    www.jmberlin.de/ausstellung-sex-juedische-positionen

  • Laufzeit: 14. Juni – 22. September 2024
    Gruppe Eva Mamlok – Widerstandsgeschichten
    In den frühen 1930er Jahren gab es mutige junge Frauen, die in Berlin-Kreuzberg Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben. Eva Mamlok (geboren am 6. Mai 1918 in Berlin-Kreuzberg, ermordet am 23. Dezember 1944 im KZ Stutthof), eine junge Frau aus einer jüdischen Familie, stellte sich zunächst allein, später gemeinsam mit anderen Frauen, in alltäglichen Aktionen dem Nationalsozialismus entgegen. Sie bildeten Netzwerke, verteilten Flugblätter, schrieben Parolen an Hauswände und organisierten eine geheime Bibliothek.
    Ihre Geschichte ist bisher wenig aufgearbeitet, auch weil nur wenige Quellen und Dokumente überliefert sind. Es gibt aber Berichte der einzigen Überlebenden der Gruppe Inge Berner (geb. Gerson). Die Ausstellung präsentiert erstmals die umfangreichen wissenschaftlichen Recherchen eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks. Sie versammelt historische Dokumente, Bilder und Zeitzeugnisse, die zur Erforschung der Vergangenheit einladen, zeigt aber auch Lücken und Leerstellen auf. Es wird ein Raum für Fragen und Debatten geöffnet, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu stärken.
    Eine Ausstellung von Alexandra Weltz-Rombach in Kooperation mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum.
    Recherche: Jutta Faehndrich, Miriam Visaczki, Miklas Weber, Alexandra Weltz-Rombach, Anna Hájková, Jasmin Lörchner
    Ausstellungskonzept: Alexandra Weltz-Rombach, Natalie Bayer
    Kuratorische Mitarbeit: Cecilia Bösche, Luise Fakler
    Ausstellungsgestaltung: Matthies Weber & Schnegg
    Grafikdesign: Christine Gundelach/Editienne
    Veranstaltungsort: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
    Adalbertstr. 95A
    10999 Berlin
    fhxb-museum.de/index.php?id=28
    www.stolpersteine-berlin.de/de/neuenburger-str/1/eva-mamlok

  • 10. Juli bis 22. September 2024
    Future breeze. Ausstellung von Alona Harpaz
    Die international tätige Künstlerin und Kuratorin Alona Harpaz wurde 1971 in Israel geboren, studierte Malerei in Jerusalem, Fotografie in New York und schloss 1999 ihr Studium als Kunstlehrerin ab.
    Seit den 1990er Jahren konzentriert sie sich auf das Genre Malerei, erweiterte ihr künstlerisches Schaffen um Installationen und produzierte die Kurzfilm-Trilogie "Salt".
    2013 gründete sie Circle1, eine Plattform für zeitgenössische, israelische und internationale Kunst in Berlin.
    Veranstaltungsort: Kurt Mühlenhaupt Museum
    Fidicinstraße 40
    10965 Berlin
    www.muehlenhaupt.de/aktuelles/future-breeze
    alona-harpaz.com

  • 12.-22. September 2024
    37. Jüdische Kulturtage Berlin
    "Licht" – Hebräisch "אוֹר", gesprochen "Or", ist das hoffnungsvolle, nach vorn weisende Motto der diesjährigen Jüdischen Kulturtage Berlin. Ursprünglich einem religiösen Kontext – in der Tora heißt es über die Schöpfung: "Und Gott sah, dass das Licht gut war." – entstammend, hat sich das Licht emanzipiert. Und doch ist eine spirituelle Dimension in schwierigen Zeiten geblieben. "There is a crack, a crack in everything. That´s how the light gets in", sang einst Leonard Cohen. Was wären Kunst und Kultur ohne das Licht? Die 37. Jüdischen Kulturtage Berlin feiern es und beleuchten das jüdische Leben auch 2024 in seiner Farbigkeit, Vielseitigkeit und Strahlkraft.
    Veranstaltungsort: Berlin
    www.juedische-kulturtage.org

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    Beitrag vom 23.07.2024

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