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AVIVA-BERLIN.de im Januar 2019 - Beitrag vom 24.01.2019

Jüdisches Leben von Januar bis April 2019 in Berlin und Potsdam
AVIVA-Redaktion

Mazal Tov - Das Jüdische und Israelische Berlin pulsiert! Auf AVIVA-Berlin informieren wir Sie über die Vielfalt aktueller Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filme, Debatten, Ausstellungen und Tagungen.



Liebe LeserInnen, an dieser Stelle finden Sie - chronologisch geordnet - ausgewählte Veranstaltungen in Berlin
Ausführlichere Informationen finden Sie auch unter unserer Rubrik Jüdisches Leben.

Darüber hinaus erhalten Sie auf den Seiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Informationen aus dem Gemeindeleben und die monatliche Gemeindezeitung zum Herunterladen, Beiträge im redaktionellen Teil, Veranstaltungen der Gemeinde und auch die anderer VeranstalterInnen sowie Termine jüdischer Feiertage unter: www.jg-berlin.org

  • 11. Dezember 2017 bis 30. April 2019
    Themenausstellung "Welcome to Jerusalem" im Jüdischen Museum Berlin
    In der Ausstellung wird die Geschichte Jerusalems von der Zeit des Herodes bis heute mit ausgewählten Themen dargestellt. In zehn Räumen, auf 1.000 Quadratmetern, werden die vielfältigen Herausforderungen Jerusalems aufgegriffen und mit historischen Exponaten, künstlerischen Reaktionen und medialen Inszenierungen präsentiert: Aspekte der Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind Kulturhistorische Objekte mit Leihgaben aus internationalen Museen und aus Privatsammlungen, darunter aus dem Victoria & Albert Museum, der Tate, dem Musée du Quai Branly, den Uffizien und dem Israel Museum sind ebenso zu sehen sein wie Arbeiten zeitgenössischer Künstler*innen.
    Der Katalog zur Ausstellung, herausgegeben von Margret Kampmeyer und Cilly Kugelmann im Auftrag des Jüdischen Museums Berlin, erscheint bei Wienand, Köln (264 Seiten, 155 Abbildungen, Klappenbroschur, englische und deutsche Ausgabe. Buchhandelspreis 39,90€, Museumspreis 29,90€).
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Altbau, 1. OG
    Lindenstraße 9-14
    10969 Berlin
    Eintritt: mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
    Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr
    www.jmberlin.de/jerusalem

  • 08. Juli bis 28. Februar 2019
    AUSGEWIESEN! Berlin, 28.10.1938. Die Geschichte der "Polenaktion"
    Am 28. und 29. Oktober 1938 verhafteten die Nationalsozialisten während der sogenannten "Polenaktion" etwa 17.000 jüdische Menschen polnischer Staatsangehörigkeit und schoben sie nach Polen ab. In Berlin wurden mehr als 1.500 jüdische Bewohner*innen verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Die meisten von ihnen mussten zu Fuß die Grenze überqueren und in der polnische Kleinstadt Zbąszyń (Bentschen) rund zehn Monate in improvisierten Notunterkünften ausharren.
    Die Ausstellung erzählt die Geschichte von sechs jüdischen Berliner Familien vor, während und nach dem 28. Oktober 1938.
    Seit Jahrzehnten hatten sie in Berlin gelebt oder waren hier geboren worden. Berlin war ihr Zuhause. Die Geschichte der "Polenaktion" ist deshalb auch ein Teil der Geschichte der Stadt Berlin. Viele der betroffenen Familien lebten in unmittelbarer Nachbarschaft des heutigen Centrum Judaicum. Gezeigt werden in der Ausstellung neben Dokumenten der Verfolgung und Ermordung auch private Familienfotos, die das Leben vor der Ausweisung veranschaulichen oder vom Weiterleben nach 1945 erzählen. Berliner Studierende haben daran mitgearbeitet, die Biographien der Familien zu recherchieren.
    Eintritt: 7 Euro (ermäßigt 4,50 Euro)
    Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
    Oranienburger Str. 28-30
    10117 Berlin
    Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter: www.centrumjudaicum.de

  • 18. Oktober 2018 bis 10. März 2019
    Ausstellung: Maria Austria (1915 – 1975). Eine Amsterdamer Fotografin des Neorealismus
    Zu sehen sind ca. einhundert Schwarz-Weiß-Fotografien und Dokumente der niederländischen Fotografin Maria Austria (Marie Karoline Oestreicher), die vom 26. Januar bis 2. September 2018 im Joods Historisch Museum, Amsterdam ausgestellt waren: Bilder vom Leben auf der Straße in den 1950er und 1960er-Jahren, Szenen von den Bühnen der Experimentaltheater und erstmals Aufnahmen vom "Achterhuis", dem Versteck der Familie von Anne Frank während der Zeit ihrer Verfolgung.
    Maria Austria wurde 1915 in Karlsbad geboren. Im Sommer 1933 reiste sie mit Leica und Rolleiflex im Gepäck nach Wien, um an der "Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt" eine Ausbildung zur Fotografin zu machen. Besonders interessiert war sie an den Prozessen in der Dunkelkammer und entwickelte so sie ihre Negative selbst. Im Sommer 1937 emigrierte die jüdische Fotografin nach Amsterdam, wo bereits ihre Schwester lebte. Zusammen richteten sie das Atelier "Model en Foto Austria" ein. Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Niederlande am 10. Mai 1940 veränderte sich ihr Leben grundlegend. Sie lehnte es ab, sich als Jüdin der Meldepflicht zu stellen und verdiente ihren Lebensunterhalt im Portugiesisch-Israelitischen Krankenhaus bis sie untertauchen musste. Dabei lernte die Künstlerin ihren späteren Lebensgefährten, den Widerstandskämpfer Henk Jonker, kennen. Als am 5. Mai 1945 in den Niederlanden der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, bekamen Fotograf*innen von den kanadischen Alliierten Filmmaterial gestellt und durften mit Genehmigung der Nationalen Streitkräfte für die freie niederländische Presse das Leben in den zerstörten Städten dokumentieren.
    Eintritt: 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro)
    Veranstaltungsort: DAS VERBORGENE MUSEUM Dokumentation der Kunst von Frauen e.V.
    Schlüterstraße 70
    10625 Berlin
    Öffnungszeiten: Do und Fr 15 – 19 Uhr. Sa und So 12 – 16 Uhr
    Publikation zur Ausstellung: Martien Frijns, Maria Austria – Fotografe, niederländisch, 784 Seiten, Farb- und Schwarz-Weiß Abb., Arnhem 2018, ca. 35 Euro.
    Weitere Informationen unter: www.dasverborgenemuseum.de

  • 26. November 2018 bis 30. September 2019
    A wie Jüdisch. In 22 Buchstaben durch die Gegenwart
    Musik und Jugendkultur, Erinnerung und Traditionen, Sprachen und Heimat: Zweiundzwanzig Impressionen beleuchten deutschen Alltag von säkularen oder religiösen, alteingesessenen oder gerade in Deutschland angekommenen Jüdinnen*Juden.
    Anhand der Buchstaben des hebräischen Alphabets untersucht die Ausstellung Schlagworte und Begriffe und fragt, woran sich »das Jüdische« in Deutschland heute festmacht. Dabei werden ganz unterschiedliche Aspekte deutsch-jüdischer Gegenwart beleuchtet und normierende Vorstellungen gegen den Strich gebürstet.
    Die Ausstellung wurde mit Beteiligung Berliner Schüler*innen entwickelt, deren Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind.
    Weitere Infos unter: www.jmberlin.de/ausstellung-a-wie-juedisch
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
    Lindenstraße 9–14
    10969 Berlin

  • 11. Januar bis 26. Februar 2019
    Ofir Dor & Boyan
    Boyan´s works exhibited in ´What´s the Black Dog doing with the White Girl´s Dress?´ are a part of a larger cycle of paintings. Boyan used a 100 meters long canvas roll and intensely painted on it, once he was out of it - the work was completed. The paintings feature characters that Boyan had repeated over the years, such as the pirate, the clown, the magician, and the freak, as well as historical fi gures from different eras and contexts. Ofir Dor´s paintings, executed in the past two years includes a cycle of largescale paintings, a body of work based on themes he´d developed in the past, representing the culmination of an ongoing process around erotic themes and group scenarios in painting. Dor progresses intuitively, reworking the themes across several paintings and incorporating elements from a former painting into the next. At times, the participants that figure in one composition morph into other related characters.
    Veranstaltungsort: CIRCLE1 Gallery
    Hauptstraße 101
    10827 Berlin
    circle1berlin.com

  • Samstag, 26. Januar 2019, 14-15 Uhr
    Buchvorstellung und Signierstunde: "Vor dem Verstummen – Konzert im Denkmal"
    Um die Erinnerung zu bewahren, in einer Zeit, in der die letzten Überlebenden des Holocaust ihre Geschichte noch selbst erzählen können, setzte Daniel-Jan Girl durch die universelle Sprache der Musik ein Zeichen. Am 09. Mai 2008 wurde die Idee des Initiators Realität und es entstand ein Konzert inmitten des Holocaust Denkmals in Berlin. Der Bildband umfasst die Entstehung des Denkmals von 1989 an bis zum Jubiläumsjahr 2010 mit besonderem Augenmerk auf das Konzert der Uraufführung von "Vor dem Verstummen" des Komponisten Harald Weiss.
    BesucherInnen konnten sich während des Konzertes frei im Denkmal bewegen und so ihr eigenes Klangerlebnis erschaffen. Die Aufführung zwischen den 2.711 Stelen hatte die MusikerInnen vor eine organisatorische Herausforderung gestellt. Der Dirigent befand sich während des Konzertes in der Mitte des Denkmals, was einen visuellen Kontakt zwischen den MusikerInnen in einem 100 Meter Radius fast unmöglich macht. So wurden diese, sofern sie sich nicht in einer Sichtachse befanden, über Monitore miteinander verbunden.
    Auf über 110 Seiten bietet das Buch interessante Hintergrundinformationen, beeindruckende Bilder und interaktive Hörproben.
    Holocaust Denkmal Initiatorin Lea Rosh, Komponist Harald Weiss sowie Autor und Konzert Initiator Daniel-Jan Girl nehmen an der Buchvorstellung teil.
    Publikation: "Vor dem Verstummen – Konzert im Denkmal", Daniel-Jan Girl, deutsch, 112 Seiten, Farb- und Schwarz-Weiß Abb., Berlin 2018, 29,90 Euro.
    Veranstaltungsort: Nicolaische Buchhandlung
    Rheinstraße 65
    12159 Berlin-Friedenau
    www.nicolaische-buchhandlung.de
    www.vordemverstummen.de

  • Montag, 28. Januar 2019, 19:30 Uhr
    Tanzstück "Half Life" von Sharon Eyal / Gai Behar. Musik von Ori Lichtik
    (Zuvor ist das Stück "Your Passion is Pure Joy to Me" von Stijn Celis zu sehen.)
    Die israelische Choreographin Sharon Eyal zählt zu den Protagonist*innen der zeitgenössischen Tanz-Szene. Von der legendären Batsheva Dance Company geprägt, fordern ihre Kreationen die Körperlichkeit der Tänzer*innen heraus, um einen individuellen Ausdruck zu erreichen. Gemeinsam mit Gai Behar leitet sie die L-E-V Dance Company, die ihre Kreationen weltweit auf Festivals zeigt. Beide entwickelten "Half Life" 2017 für das Königlich Schwedische Ballett Stockholm. Die Wirkung dieser Arbeit ergibt sich auch aus der Musik, die von Ori Lichtik während des choreographischen Prozesses entstanden ist und weiterentwickelt wurde.
    Veranstaltungsort: Komische Oper Berlin
    Behrenstraße 55-57
    10117 Berlin
    Weitere Informationen sowie Tickets unter: www.staatsballett-berlin.de

  • Sonntag, 24. März 2019, 12 Uhr
    Femmage an Hedwig Dohm
    Die jüdische Berlinerin Hedwig Dohm (geborene Jülich bzw. Schlesinger (1831 – 1919) forderte 1873 als erste in Deutschland das Frauenwahlrecht und die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Jetzt erhält die "Frauenrechts-Pionierin" (AVIVA-Berlin), "witzigste Feministin DeutschlandsC (Frankfurter Rundschau) und "brillanteste Feder der Frauenbewegung“ (EMMA) endlich ein Ehrengrab des Landes Berlin.
    Gefeiert wird dies zusammen mit Bürgermeisterin Angelika Schöttler und der Vorsitzenden des Journalistinnenbundes Rebecca Beerheide (mit Isabel Rohner: "100 Jahre Frauenwahlrecht. Ziel erreicht - und weiter?"), herausgegeben von Isabel Rohner und Rebecca Beerheide sowie den beiden Herausgeberinnen von Dohms Gesamtwerk Nikola Müller und Isabel Rohner. Müller und Rohner nehmen die Besucherinnen auch mit in Leben und Wirken Hedwig Dohms.
    Außerdem: Zu Ehren von Hedwig-Dohm ehrt der Journalistinnenbund seit 1991 jedes Jahr eine Kollegin für ihre herausragende journalistische (Lebens-)Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement mit der Hedwig-Dohm-Urkunde.
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin (Auszug):
    Spuren ins Jetzt. Hedwig Dohm - Eine Biografie von Isabel Rohner
    Ausgewählte Texte - herausgegeben von Nikola Müller und Isabel Rohner
    Gedanken zum Gedenken. Von Erica Fischer
    Hedwig Dohm im Gespräch, ein imaginiertes Interview auf AVIVA-Berlin
    Ganz im Zeichen von Hedwig Dohm
    Hedwig Dohm – Sommerlieben
    Mehr Info: www.hedwigdohm.de
    Veranstaltungsort: Kapelle, Alter St. Matthäuskirchhof in Berlin-Schöneberg
    www.journalistinnen.de

    Fortlaufend:

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