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AVIVA-BERLIN.de im Februar 2021 - Beitrag vom 27.02.2021


Jüdisches Leben von Januar bis April 2021 in Berlin und Potsdam
AVIVA-Redaktion

Liebe Leserinnen, aufgrund der aktuellen Situation durch die COVID-19-Pandemie wurden alle Veranstaltungen abgesagt, nun finden vereinzelt Veranstaltungen unter Beachtung der notwendigen Hygienebedingungen statt. Jüdisches und Israelisches Berlin. Auf AVIVA-Berlin informieren wir über eine Auswahl aktueller Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filme, Debatten, Ausstellungen und Tagungen.




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Ausführlichere Informationen finden Sie auch unter unserer Rubrik Jüdisches Leben.

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  • 27. Januar bis 11. April 2021
    Das Lonka Projekt
    Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden
    (Virtuelle) Ausstellung

    Das Lonka Projekt portraitiert die letzten Überlebenden des Holocaust im Rahmen einer Wanderfotoausstellung, die anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 und der Opfer des Holocaust präsentiert wird. 250 der weltweit führenden Fotograf*innen aus rund 26 Ländern haben für das Lonka Projekt Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld fotografiert und ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. Mitgewirkt haben renommierte Fotokünstler*innen wie Gilles Peress, Douglas Kirkland, Steve McCurry, José Giribás, Kristian Schuller, Maurice Weiss oder Marissa Roth.
    Das Lonka Projekt wurde in Jerusalem von Jim Hollander und Rina Castelnuovo als Hommage an Rinas Mutter Lonka, Dr. Eleonora Nass (1926-2018), initiiert. Als Mädchen überlebte Lonka fünf Konzentrationslager der Nazis und repräsentiert die Lebenskraft der Holocaust-Überlebenden. Rina Castelnuovo sagt über die Ausstellung: "Wir haben beobachtet, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat und zu einer internationalen Zusammenarbeit herangewachsen ist, bei der so viele ihre Talente mit Begeisterung eingebracht haben. Wir haben über ein ganzes Jahr hinweg stetig Bilder von Fotograf*innen erhalten und sind allen dankbar für ihren Einsatz."
    Die Portraitierten
    Entstanden sind Fotos, die ganze Biografien und unfassbare Geschichten in sich tragen. Es sind Geschichten wie die von dem zweifachen olympischen Rennläufer Professor Shaul Paul Ladany, der 1936 in Belgrad, Jugoslawien, geboren wurde. Als er acht Jahre alt war, überlebte Shaul das Konzentrationslager Bergen-Belsen sowie 1972 als israelischer Olympiateilnehmer den Anschlag von München.
    Es ist auch die Geschichte von Peggy Parnass, die 1927 in Hamburg geboren wurde. 1939 beschloss ihre Mutter, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in Sicherheit zu bringen. Peggy Parnass wurde eine gefeierte Journalistin, Autorin und Filmemacherin. Sie schrieb Hunderte von Artikeln über Massenmorde der Nazis, die Prozesse der Baader-Meinhof-Gruppe (RAF) und gilt als Ikone für die Schwulenbewegung und die Unterdrückten. 
    Und es ist auch die Geschichte von Israel Meir Lau. 1945 wurde er mit acht Jahren beim Verlassen des Konzentrationslagers Buchenwald nach dessen Befreiung durch die US Army fotografiert. Später wurde er zum Oberrabbiner von Israel sowie Chief Rabbi von Tel Aviv. Er erhielt den Israel-Preis für seine Haltung zu nicht-orthodoxen Konfessionen im Judentum und wurde vom französischen Präsidenten Sarkozy in die Ehrenlegion aufgenommen. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.
    Das Gedenken an diese und alle anderen Holocaust-Überlebenden will das Lonka Projekt wachhalten und damit eine pädagogische und künstlerische Fotosammlung in einer Zeit schaffen, in der die Herausforderung der Holocaust-Erinnerung immer schwieriger wird.
    Die Ausstellung vom Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. wird zunächst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen ab 27.1.2021 zu sehen sein.
    Initiator:innen und Co-Direktor:innen: Rina Castelnuovo und Jim Hollander
    Kuratorin in Berlin: Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
    Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus
    www.fkwbh.de/ausstellung/das-lonka-projekt

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    Veranstaltungen in Berlin > Jüdisches Leben

    Beitrag vom 27.02.2021

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