Nominierungen fĂŒr den Felix-Rexhausen Journalistinnenpreis - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Weiberwirtschaft GrĂŒnderinnenzentrale Frauensommer 2018 - Mythos 68
AVIVA-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   JĂŒdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 11.01.2008

Nominierungen fĂŒr den Felix-Rexhausen Journalistinnenpreis
Anna Tremper

Die Jury nominiert Nail Al Saidi, Ted Anspach und Roland Kirbach fĂŒr den Medienpreis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen - Kerstin Kilanowski erhĂ€lt Sonderpreis



Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises hat drei Einsendungen fĂŒr den Medienpreis nominiert: Nail Al Saidi mit seinen Radio-BeitrĂ€gen: "DASDING der Woche: Lesbisch und schwul" aufgefallen. Gesendet wurde der Beitrag im Jugendprogramm "DASDING" des SĂŒdwestrundfunks in der Zeit vom 27.11. bis 01.12.2006. Mögen eigentlich alle Lesben Fußball und warum werden alle Schwulen Friseur? "DASDING der Woche" ist eine Beitragsreihe im SWR-Jugendprogramm, in der junge RadiomacherInnen junge RadiohörerInnen zu Wort kommen lassen - und genau das hebt, laut Jury, die kurzen BeitrĂ€ge von Nail Al Saidi von der Masse der medialen Berichterstattung ĂŒber Coming-out & Co ab: unverstellt, authentisch, dabei informativ und zielgruppengerecht. Und dann bleibt auch noch das eine oder andere Klischee auf der Strecke.

Ted Anspach ist mit seiner Fernseh-Dokumentation "HomosexualitĂ€t - Genetisch bedingt?" im Rennen um den Preis dabei. Gesendet wurde sein Beitrag am 13.02.2007 auf arte. Ist HomosexualitĂ€t vererbt oder erworben? Diese Frage scheint lĂ€ngst ĂŒberholt, sie lĂ€sst sich nicht beantworten und hilft Homosexuellen in der Gestaltung ihres Lebens auch gar nicht weiter. Dass uns diese Fragestellung trotzdem beschĂ€ftigen muss, macht Ted Anspachs sehr differenzierte Dokumentation auf eindringliche Weise deutlich. Der Journalist portraitiert ein Lesbenpaar mit einer lesbischen Tochter, berichtet von schwulen Pinguinen, verliert dabei aber niemals die politische Brisanz des Themas aus dem Blick. Und darum geht es ihm. Seit dem 19. Jahrhundert wurde die medizinische Forschung immer wieder dazu missbraucht, um Homosexuelle auszugrenzen oder gar zu töten, wie etwa im Dritten Reich. Dass ein solches Denken auch heute noch nicht aus der Welt ist, zeigt Ted Anspach mit kenntnisreichem Blick auf die USA.

Roland Kirbach hat es mit seinem Dossier "Schwulsein heute - ganz normal?" in der Wochenzeitung "Die ZEIT" vom 21.06.2007 geschafft. "Die Zeit der Klammheimlichkeiten, der Selbstverleugnung scheint vorĂŒber, ebenso wie die bewegte Kampfzeit, die darauf folgte", schreibt Roland Kirbach in seinem bemerkenswerten Dossier. Homosexuelle haben Erfolg in Kultur und Politik. Sie prĂ€gen ganze Branchen und Stadtviertel. Aber die gesellschaftliche RealitĂ€t in der Bundesrepublik ist komplizierter - und bisweilen hochproblematisch, wie Kirbach bei seinen ausfĂŒhrlichen Recherchen von der Schule bis zum Sportplatz, vom Kiez bis zur TheaterbĂŒhne feststellen musste. Kirbach vermeidet jeglichen boulevardesken Alarmismus und ist nachdrĂŒcklich um Differenzierung bemĂŒht. Und doch ist sein ausgezeichneter Beitrag eine eindringliche Warnung vor falscher Selbstsicherheit.

Welcher der drei BeitrĂ€ge den Preis erhĂ€lt, wird bei der offiziellen Preisverleihung in Köln bekannt gegeben. Bereits jetzt steht die TrĂ€gerin des Sonderpreises fest: Kerstin Kilanowski wird ausgezeichnet fĂŒr ihr dreistĂŒndiges Radio-Feature "Tanz auf der Grenze - Was ist Mann, was ist Frau?" , das am 30.06.2007 auf WDR3 gesendet wurde.
Weitere Informationen zu Kerstin Kilanowski finden Sie unter: www.k-kilanowski.de

Der lesbisch-schwule Medienpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Die Preisverleihung findet am 26. Januar 2008 anlÀsslich der Bundesversammlung des BLSJ in Köln statt.

Felix Rexhausen, der Namenspatron des Preises, wurde 1932 in Köln geboren und starb 1992 in Hamburg. Er war MitbegrĂŒnder der deutschen Sektion von amnesty international und arbeitete fĂŒr den Rundfunk sowie fĂŒr Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die LebensumstĂ€nde schwuler MĂ€nner eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.felix-rexhausen-preis.de

Women + Work Beitrag vom 11.01.2008 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken