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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 01.12.2011

DBU vergibt tausendstes Promotionsstipendium an Chemiedoktorandin aus Jena
AVIVA-Redaktion

An die Chemiedoktorandin Franziska AnschĂŒtz von der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena geht die Förderung ihrer Doktorarbeit zu einem umweltfreundlichen Verfahren, mit dem in die Natur..



... gelangte Arzneimittelwirkstoffe ohne chemische ZusÀtze abgebaut werden.

"Es ist eine große Ehre fĂŒr mich, die tausendste Promotionsstipendiatin der DBU zu sein", freute sich AnschĂŒtz. Sie promoviert am Institut fĂŒr Technische Chemie und Umweltchemie und forscht bei der Bundesanstalt fĂŒr Materialforschung und -prĂŒfung in Berlin (Fachgruppe Bioanalytik) und an ihrer Uni in Jena.

Dass sie sich dafĂŒr in einer MĂ€nnerdomĂ€ne durchsetzen muss, stört sie nicht, zumal der MĂ€nner- und Frauenteil in ihrem Studiengang "ziemlich ausgeglichen" gewesen sei. Dennoch sei ihr aufgefallen, dass MĂ€nner und Frauen nach dem Studium unterschiedliche PrioritĂ€ten setzten. "Es promovieren deutlich mehr MĂ€nner als Frauen", sagt sie. Auch die DozentInnen und ProfessorInnen in ihrem Fachbereich seien ĂŒberwiegend mĂ€nnlich. "Im Promotionsstipendienprogramm der DBU ist das GeschlechterverhĂ€ltnis ausgeglichen", sagte Koordinatorin Hedda Schlegel-Starmann. Fachlich gesehen seien die NaturwissenschaftlerInnen in der Überzahl. Von den bisher 739 abgeschlossenen Stipendien gingen rund 54 Prozent auf das Konto von NaturwissenschaftlerInnen wie BiologInnen, ChemikerInnen, PhysikerInnen, InformatikerInnen, GeowissenschaftlerInnen und BiotechnologInnen. Das hĂ€ngt laut Schlegel-Starmann damit zusammen, dass diese Disziplinen am hĂ€ufigsten an umweltrelevante Themen anknĂŒpften und hier die Promotion fĂŒr die berufliche Karriere von großer Bedeutung seien: "Doch erst die bunte Mischung macht unser Förderprogramm wirklich besonders." Seit dessen GrĂŒndung 1992 seien Stipendien unter anderem an IngenieurInnen (zehn Prozent), AgrarwirtschaftlerInnen (neun), Wirtschafts-, Sozial- und PolitikwissenschaftlerInnen (sieben), JuristInnen und AbsolventInnen des Schwerpunkts Bau, Siedlung, Abfall (je fĂŒnf), ForstwirtschaftlerInnen (vier), Sprach- und KulturwissenschaftlerInnen (drei) sowie LandschaftsplanerInnen (zwei) vergeben worden. Rund 43,5 Millionen Euro flossen bisher in das Programm.

"Die fachliche Durchmischung ist tatsĂ€chlich sehr attraktiv", bestĂ€tigt DBU-Altstipendiatin und Umweltethikerin Julia Schultz. "Andererseits stellt sie die Stipendiaten vor eine ganz besondere Herausforderung: zu lernen, sich zwischen den Disziplinen verstĂ€ndlich zu machen." Schultz promovierte an der Ernst Moritz Arndt-UniversitĂ€t Greifswald zum Thema "Umwelt und Gerechtigkeit". Auf den regelmĂ€ĂŸigen Seminartreffen habe die studierte Politologin bisweilen durchaus "VerstĂ€ndigungs- und VerstĂ€ndnisprobleme" gehabt. Der Grund: ein Großteil ihrer MitstipendiatInnen sei – wie AnschĂŒtz – NaturwissenschaftlerInnen gewesen und habe eine "völlig andere Sprache gesprochen". Was anfangs frustrierend gewesen sei, habe sich rasch als großer Vorteil erwiesen: "Mir wurde klar, wie wichtig es ist zu lernen, sich in einer großen heterogenen Gruppe Gehör zu verschaffen – gerade in einem so interdisziplinĂ€ren und dynamischen Feld wie dem der Umwelt."

Dass sich die MĂŒhe lohnt, zeigt die Statistik, unterstreicht Schlegel-Starmann. Über 80 Prozent der zwischen 1992 und 2005 erfolgten Promotionen seien mit "sehr gut" bzw. mit Auszeichnung bewertet worden. Auch die Berufsaussichten sind laut einer aktuellen Umfrage unter ehemaligen DBU-StipendiatInnen vielversprechend: ĂŒber die HĂ€lfte der Ehemaligen sind als wissenschaftliche oder technische MitarbeiterInnen tĂ€tig. 31 Prozent bekleiden eine FĂŒhrungsposition. Vier Prozent sind Professorin oder Professor. Der grĂ¶ĂŸte Teil (76 Prozent) der Ehemaligen arbeitet in einem AngestelltenverhĂ€ltnis. Hinzu kommen elf Prozent, die selbststĂ€ndig tĂ€tig sind, und elf Prozent, die als BeamtInnen arbeiten. Überwiegend hĂ€tten die ehemaligen DBU-StipendiatInnen unbefristete ArbeitsverhĂ€ltnissen (57 Prozent).

Altstipendiatin Schultz arbeitete bereits wĂ€hrend ihrer Promotion als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Wuppertal Institut fĂŒr Klima, Umwelt, Energie und wurde nach Abgabe ihrer Doktorarbeit im Sommer 2008 dort ĂŒbernommen. Seit anderthalb Jahren lebt sie mit ihrem Mann und den gemeinsamen Zwillingen in der Schweiz. Eine Einladung als beratendes Mitglied in den Berliner Klimaschutzrat fĂŒr die begrenzte Zeit von zwei Jahren hat sie trotz Babypause nicht ausgeschlagen und besucht auch die Alumni-Treffen der DBU weiterhin: "Ich habe immer versucht, die Kontakte, die ich mir vor und wĂ€hrend meines Stipendiums aufgebaut habe, aufrechtzuerhalten." Manchmal ĂŒberlege sie zwar, ob sie nicht erst den Berufseinstieg hĂ€tte ausbauen und sich dann fĂŒr Kinder hĂ€tte entscheiden sollen, komme aber immer wieder zu dem Schluss: "Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Man muss sich einfach entscheiden." Umso mehr begrĂŒĂŸe sie die UnterstĂŒtzung, die StipendiatInnen mit Kindern erhielten und die Möglichkeiten, die das DBU-Promotionsstipendienprogramm werdenden MĂŒttern eröffne: "In einem speziellen Frauenkolloquium wurde den Teilnehmerinnen gezeigt, dass Promovieren mit Kind möglich und machbar ist – wenn auch mit einigen Umwegen und Abstrichen." Ihre Zeit als DBU-Stipendiatin bezeichnet Schultz als "bisher grĂ¶ĂŸte Herausforderung" ihres Lebens. "In manchen Disziplinen wird eine Promotion vorausgesetzt, um beruflich erfolgreich zu sein. Das erhöht natĂŒrlich den Druck auf viele StudienabgĂ€nger." Wer aber nur promoviere, um zu promovieren, denen prophezeit sie eine schwere Zeit: "Wenn die Idee nicht sitzt, kann ein so großes Projekt wie die Doktorarbeit schnell ĂŒberfordern. Deswegen war es fĂŒr mich wichtig, nicht im eigenen Saft zu schmoren und Fortschritte oder Probleme direkt mit dem Lehrstuhl und den Mitstipendiaten zu besprechen."

Die DBU vergibt jĂ€hrlich bis zu 60 Promotionsstipendien an NachwuchswissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen, die eine weiterfĂŒhrende Forschungsarbeit im Umweltschutz anfertigen. Über die Vergabe entscheidet zweimal jĂ€hrlich ein Auswahlgremium, das sich aus ProfessorInnen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammensetzt. ZunĂ€chst war das Stipendienprogramm vor allem auf die ostdeutschen BundeslĂ€nder ausgerichtet. Dort sollte in einer schwierigen Umbruchsituation der wissenschaftliche Nachwuchs in der Umweltforschung unterstĂŒtzt werden. Nach drei Jahren wurde das Programm auf die gesamte Bundesrepublik ausgeweitet, seit 2000 ist es fester Bestandteil der DBU-Förderarbeit. 2002 wurde es auch fĂŒr auslĂ€ndische Doktoranden geöffnet.

Weitere Informationen zum DBU-Stipendienprogramm und die Online-Bewerbung finden Sie unter: www.dbu.de

Women + Work Beitrag vom 01.12.2011 AVIVA-Redaktion 





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