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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 27.02.2007

Investitionen in Frauen fördern die Wirtschaftskraft in Entwicklungsländern
Clarissa Lempp

Um wirtschaftliche Teilhabe von Frauen zu fördern, haben Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Danny Leipziger, Vizepräsident der Weltbank, im Februar 2007 nach Berlin geladen.



Unter dem Motto "Women's economic empowerment as smart economics" berieten VertreterInnen der Weltbank und MinisterInnen aus Europa und den afrikanischen Staaten √ľber die St√§rkung der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen in Entwicklungsl√§ndern. Einer der Schwerpunkte ist die Umsetzung des Gender-Aktionsplans, den die Weltbank im September 2006 ins Leben gerufen hat.

Fehlende Investitionen in Frauen bringen nicht nur f√ľr diese selbst Nachteile, sondern auch f√ľr die Volkswirtschaften. Einer Studie der Weltbank zufolge k√∂nnten die L√§nder Nordafrikas und des Nahen Ostens bei einer Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials der Frauen ihr Wirtschaftwachstum von 1,9 % auf 2,7 % j√§hrlich steigern. Tats√§chlich produzieren Frauen in den Entwicklungsl√§ndern bis zu 80 % der Nahrungsmittel, besitzen aber nur 10 % der Anbaufl√§chen. Die Schwierigkeiten der Landrechterwerbung und die Finanzierung durch Kredite erschweren den Frauen die √∂konomische Selbst√§ndigkeit. Dabei bewies sich, dass Frauen die zuverl√§ssigeren R√ľckzahler sind. Die Vorstandssprecherin der KfW-Bankengruppe Ingrid Matth√§us-Maier erkl√§rte dazu: "Die Erfahrung zeigt, dass Frauen diese Kredite zuverl√§ssig zur√ľckzahlen. Mehr als zwei Drittel aller 150 Millionen Kunden, die derzeit weltweit einen Mikrokredit haben, sind Frauen. Die durchschnittliche R√ľckzahlungsquote liegt bei etwa 97 Prozent."

Zur St√§rkung des Landrechtserwerbs sollen Ma√ünahmen wie das bisher von 42 afrikanischen Staats- und Regierungschefs unterschriebene und im September 2005 in Kraft getretene, Maputo-Protokoll unterst√ľtzt werden. Darin wurden spezifische Rechtsanspr√ľche zum Schutz von Frauen und M√§dchen, wie auch die Garantie und Anerkennung √∂konomischer Rechte sowie gleiche Land- und Besitzrechte festgehalten. Dazu gilt es aber auch, Bildung f√ľr Frauen zug√§nglicher zu machen. Schlie√ülich sind zwei Drittel der AnalphabetInnen Frauen. Der Erwerb von Bildung f√∂rdert jedoch die politische Teilhabe der Frauen und st√§rkt sie in ihrer k√∂rperlichen und sexuellen Selbstbestimmung, was vor allem in HIV-Risikogebieten f√ľr die wirtschaftliche Unabh√§ngigkeit von Frauen entscheidend ist.

Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zur Halbierung der Weltarmut bis 2015 seien nur zu erreichen, wenn Frauen st√§rker als bisher in den Blickpunkt der Politik r√ľcken, betonte die d√§nische Entwicklungsministerin Ulla Tornaes auf der Pressekonferenz der Tagung am 23.02.2007 in Berlin. Die Analysen und Daten wurden erhoben, jetzt sei es Zeit zu handeln, fuhr sie fort.
Der Gender-Aktionsplan beabsichtigt zur Umsetzung dieser Ziele die st√§rkere Verankerung von Gender-Aspekten in die eigenen Aktivit√§ten der Weltbankgruppe, die Mobilisierung von zus√§tzlichen Ressourcen und die Verbesserung der Informations- und Aufkl√§rungslage, sowie die Investition in konkrete Projekte. W√§hrend der vierj√§hrigen Laufzeit des Plans (2007 bis 2011) werden daf√ľr 24,5 Millionen Dollar bereitgestellt. Keine hohe Summe, gemessen an den 20 Milliarden, die j√§hrlich von der Weltbank vergeben werden. So sollten die afrikanischen L√§nder auch nicht allzu gro√üe Hoffnungen in die Hilfeleistungen der Weltbank und von reichen Geberl√§ndern setzen, warf Ngozi Okonjo-Iweala, die ehemalige Finanzministerin von Nigeria ein. "Wir m√ľssen unsere Regierungen selbst unter Druck setzen, damit sich etwas ver√§ndert."

Informationen und Publikationen zum Gender-Aktionsplan finden Sie auf den Internetseiten des BMZ

(Quellen:
Bundesministerium f√ľr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), vom 22.02.2007
"Nur mit Frauen kommen wir weiter", Artikel von Heidemarie Wieczorek-Zeul aus der Frankfurter Rundschau, vom 17.02.2007
"Frauen zahlen zuverl√§ssiger zur√ľck", Interview mit KfW-Vorstandssprecherin Ingrid Matth√§us-Maier √ľber die Unterst√ľtzung von Mikrokreditprojekten aus dem Tagesspiegel, vom 24.02.2007)

Women + Work Beitrag vom 27.02.2007 Clarissa Lempp 





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